Waschtitan - das Auto-Wasch-Paradies
Trauerhaus Kirste Bestatungen
Handy Welt
Rieckhof Eventplaner
Handelshof

Archäologisches Museum Hamburg / Helms-Museum

Archäologisches Museum Hamburg / Helms-Museum

  • (Harburg) Das kleine Filmfest „NORDLICHTER – Kino polar" findet vom Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. Januar, als Begleitprogramm der Doppelausstellung EisZeiten im Archäologischen Museum Hamburg am Museumsplatz 2/Ecke Knoopstraße (Saal des Harburger Theaters) in Harburg und im Museum für Völkerkunde Hamburg statt.

    Am Sonnabend, 28. Januar, ab 18 Uhr können Interessierte mit dem Archäologischen Museum Harburg auf eine „Expedition bis ans Ende der Welt" gehen. In dem gleichnamigen Film startet ein Wissenschaftler-Team aus Archäologen, Geologen und Meeresbiologen zu einer Forschungsexpedition per Segelschiff an die Nordküste Grönlands. Im Anschluss an den Film bietet das Museum eine Führung durch die Ausstellung an.

    Heimat, Rohstofflieferant, Militär- und Forschungsgebiet, exotisches Reiseziel – je nach Perspektive wurde und wird das Gebiet nördlich des 66 33 55″ Breitengrads unterschiedlich wahrgenommen. Entlang dieser vielfältigen Wahrnehmungen formt sich auch die zirkumpolare Filmlandschaft: eine fantastische Landschaft, die wir neu anschauen wollen. Im Museum für Völkerkunde Hamburg und im Archäologischen Museum Harburg stehen in verschiedenen Blöcken Filmproduktionen aus und über das Leben in der Arktis im Zentrum.

    Die Arktis und das arktische Europa der Eiszeit sind Gebiete, die einen großen, kulturellen Reichtum hervorgebracht haben: Aus einem eiszeitlichen Jagdlager bei Kostenki am Westufer des Don, stammen beispielsweise aus Elfenbein geschnitzte Venusfiguren, oft nur wenige Zentimeter groß, die weltweit Beachtung finden. Einen Eindruck, wie reichhaltig die kulturellen Traditionen in eisigem Umweltbedingungen sein können, zeigen uns die Menschen des Nordlichts. Um 16.30 Uhr sowie im Anschluss an den Film gibt es Führungen durch die Ausstellung "EisZeiten – Die Kunst der Mammutjäger".

    Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Veranstaltungsorte! Die Filme werden in den Originalsprachen mit englischen Untertiteln gezeigt. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Besonderheit: Dokumentarfilm Dänemark/Schweden 2012, Original mit Untertiteln, FSK 18. Es ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr)

  • Harburg. Am Harburger Kulturtag können die Besucher im Archäologischen Museum am Museumsplatz in Harburg ein exklusiv für diesen Tag zusammengestelltes Programm rund um die Ausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“ erleben: Von der Steinzeit bis zur Mondlandung präsentiert die Ausstellung augenzwinkernd die Welt- und Kulturgeschichte der Entenzivilisation inklusive eines großen Mitmachprogramms.

    Der Harburger Kulturtag im Herbst eines jeden Jahres ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der lebhaften Kunst- und Kulturszene Hamburgs geworden. In diesem Jahr findet er zum 14. Mal statt. Am Sonnabend, 4. November, in der Zeit von 12 Uhr bis 20 Uhr präsentieren sich hier alle wichtigen Harburger Kultureinrichtungen: Die Sammlung Falckenberg, der Kunstverein Harburger Bahnhof, die Technische Universität Harburg (TUHH), das Harburger Theater, das Musikforum St. Trinitatis, das Atelier Malrausch und natürlich das Archäologische Museum, um nur einige zu nennen. Über 20 Kulturinstitutionen bieten an diesem Tag für Kulturfreunde die Möglichkeit, für nur drei Euro ein extra auf diesen Tag zugeschnittenes Programm zu genießen.

    Das Programm im Archäologischen Museum Hamburg: Bei einer Schnabel-Rallye können große und kleine Besucher die MomENTE der Weltgeschichte erkunden, in dem sie sich auf eine Spurensuche in der Ausstellung begeben und versuchen, auf knifflige Fragen Antworten zu finden. Die Lösungen können im Museum abgegeben werden. Unter den richtigen Antworten werden Kataloge zur Ausstellung und lustige Quietsche-Enten verlost. An der Button-Station können als Andenken Schnabel-Abzeichen gestaltet werden.

    Für Kinder im Alter von 6 bis12 Jahren findet in der Zeit von 14 bis 16 Uhr ein Enten-Workshop statt, bei dem die Kinder sich von den gefiederten Freunden in der Ausstellung inspirieren lassen und ein Enten-Selbstporträt gestalten. Wegen begrenzter Teilnehmeranzahl ist eine Anmeldung erforderlich unter Telefon 0 40/428 71 24 97.

  • Harburg. Die neue Sonderausstellung im Archäologischen Museum Hamburg (AMH) ist mutig – und hochaktuell. Mit ihr bezieht das Museum Stellung in der emotionsgeladenen Debatte um Migration und Integration. Das freut Museumsdirektor Prof. Rainer Maria-Weiss. „Museen sollen teilhaben an der aktuellen politischen Diskussion“, so Weiss. Für die Archäologie sei das oftmals schwierig, beim Thema Migration aber einfacher.

    Und das „mit teils überraschenden Ergebnissen“. In der Tat: Herrlich unaufgeregt und ideologiefrei wird in der Ausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ des Neanderthal Museums in Mettmann wissenschaftlich fundiert dargelegt: Migration hat es in der Geschichte des Menschen immer gegeben. Ja: Ohne Migration würden wir heute vielleicht immer noch in einer lausig kalten und dunklen Höhle Leben.

    Europäer sind Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und anatolischen Bauern

    Wird vielen nicht schmecken: In uns steckt viel gentisches Erbe von anatolischen Bauern. | Foto: Niels Kreller
    Wird vielen nicht schmecken: In uns steckt viel genetisches Erbe von anatolischen Bauern. | Foto: Niels Kreller

    Und: Migration war keineswegs immer nur eine Frage der Flucht vor Krieg. „Der Mensch war schon immer auf dem Weg dahin wo es ihm gutgeht“, legte Museumsdirektor Weiss dar. Seit Beginn der Menschheit vor zwei Millionen Jahren ist deren Geschichte eine Geschichte der Migration. „Wäre die Menschheit in Afrika geblieben, gäbe es uns in Europa nicht.“ Migration sei auch nicht immer Frage von Krieg, sondern auch von wirtschaftlichen Fragen gewesen. „Im Prinzip sind wir alle Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und Migranten“, so Weiss.

    Schon das wird den Apologeten des vermeintlichen Untergangs der „christlich-abendländischen“ Kultur a lá Gauland, von Storch und anderen „Merkel muss weg“-Schreihälsen nicht passen. Noch weniger wird sie diese Tatsache erfreuen: Wir Europäer haben durchschnittlich 50 Prozent Gene anatolischer Bauern in uns – hierzulande sind es rund 30 Prozent. Aus die Maus vom Traum der deutschen Rasse und des deutschen Volkes. Überhaupt entlarvt die Ausstellung Kampfbegriffe wie Volk, Nation und Rasse als schlichte Worthülsen ohne einen Funken rationaler Begründung.

    Die Geschichte der Migration war dabei auch nicht immer blutig und mit kriegerischen Auseinandersetzungen einhergehend. Die wandernden Menschen kamen immer in Regionen, in denen schon andere lebten, führte Weiss aus. Teils seien diese weiter, teils weniger weit entwickelt gewesen als die Neuankömmlinge. Aber stets habe das gemeinsame Zusammenleben zu geneseitiger Weiterentwicklung geführt. Erst in der späten Jungsteinzeit, als der Mensch sesshaft wurde und so etwas wie Besitz und Eigentum kannte, habe es auch kriegerische Auseinandersetzungen um diesen Besitz gegeben.

    Geschichte der Migration bis heute

    Zur Ausstellung gehören auch die Geschichten heutiger Migranten. Das Museum hatte im Vorfeld der Schau Neu-Hamburger und Hamburger mit Migrationshintergrund in der ersten, zweiten und dritten Generation aufgerufen, ihre Geschichten zur Ausstellung beizutragen. Dabei interessierten sich die Ausstellungsmacher besonders dafür, was die Themen Kultur, Heimat oder Herkunft für die Neu-Hamburger bedeuten und welche Gründe sie nach Hamburg geführt haben. Die Erfahrungen und Motive der modernen Migranten sind in der Ausstellung als Videos zu sehen. Dabei erfährt der Besucher nicht nur etwas über die Geschichten von Geflüchteten aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan, sondern lernt auch ganz überraschende Migrationsbiographien kennen: So erzählen zum Beispiel eine australische Barkeeperin und eine ukrainische Stadtplanerin, wie sie in Hamburg eine neue Heimat gefunden haben.

    Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss: . „Im Prinzip sind wir alle Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und Migranten.“ | Foto: Niels Kreller
    Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss: . „Im Prinzip sind wir alle Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und Migranten.“ | Foto: Niels Kreller

    Die Fortsetzung der spannenden Geschichte der Ein- und Auswanderung können die Besucher in der BallinStadt Hamburg erleben: Gegen Vorlage eines Tickets von „Zwei Millionen Jahre Migration“ erhalten Museumsbesucher in der BallinStadt Hamburg einen „2 für 1“-Rabatt: Nur die erste Person zahlt Eintritt, die zweite hat freien Eintritt (nicht mit anderen Rabatten kombinierbar). Im Gegenzug dürfen Besucher der BallinStadt Hamburg zu den gleichen Konditionen in das Archäologische Museum Hamburg.

    2 Millionen Jahre Migration – Rainer-Maria Weiss fasste dies in einem Satz zusammen: „Die richtige Bezeichnung für den Menschen ist eigentlich nicht homo sapiens, sondern homo migrans.“ Das Neanderthal Museum in Mettmann, dass diese Ausstellung konzipiert hat, beschreibt die Bedeutung der Ausstellung so: „Wir alle sind Migranten. Mit diesem Wissen um unsere Vergangenheit können wir in heutigen und zukünftigen Migrationsereignissen vielleicht auch neue Impulse für unsere eigene Zukunft erkennen.“

    Begleitprogramm zur Ausstellung

    Im Rahmen der Sonderausstellung hat das Archäologische Museum Hamburg ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm zusammengestellt: Bei Führungen durch die Ausstellung, aber auch bei Workshops und Vorträgen erfahren die Besucher viel über die Bedeutung archäologischer Forschung für heutige gesellschaftliche Herausforderungen. Den Fragen, woher wir kommen und was genau die Reise unserer Vorfahren mit unserer Gegenwart und Zukunft zu tun hat, wird zum Beispiel in einer spannenden Führung durch die Ausstellung nachgegangen. Im Rahmen eines Workshops begeben sich die Teilnehmer auf einen Streifzug durch die Vergangenheit und entdecken, welches genetische Erbe in ihnen steckt. Neue Forschungen geben dabei ungeahnte und überraschende Einblicke. Das Archäologische Museum Hamburg hält Angebote für alle Alters- und Interessengruppen bereit.

    Sonderausstellung „2Millionen Jahre Migration“
    Ort: Archäologisches Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
    Laufzeit: 13. April bis 2. September 2018
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 17:00 Uhr
    Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei

  • Harburg. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hat das Archäologische Museum Hamburg in Harburg wieder ein buntes Weihnachtsangebot zusammengestellt. Für alle, die noch keine Geschenke für ihre Lieben haben, bietet das Museum eine echte Shopping-Alternative: Im Museumsshop warten vielfältige Geschenkideen rund um die aktuelle Ausstellung „DUCKOMENTA“. Und auch auf dem traditionellen Harburger Weihnachtsmarkt ist das Museum mit einem Mitmachprogramm vertreten.

    Auf halber Strecke zum Weihnachtsfest gibt es einen wichtigen Termin: Der Harburger Weihnachtsmarkt. Er stimmt schon ab Donnerstag, 23. November, auf die magischste Zeit des Jahres ein. Auch in diesem Jahr nimmt das Archäologische Museum Hamburg die Besucher des Markts wieder mit auf eine Entdeckungstour. Vor dem illuminierten Harburger Rathaus dürfen sich besonders die kleinen Weihnachtsmarktbesucher auf ein kostenfreies Angebot freuen.

    Die Steinzeitexperten des Archäologischen Museums wollen den Besuchern zeigen, wie die Funken fliegen, wenn Feuerstein und Katzengold aufeinander treffen und den Zunder zum Glimmen bringen. Aus Feuerstein stellen sie Werkzeuge her und lernen die Technik der steinzeitlichen Feuererzeugung kennen. Die Feuerstein-Werkstatt findet am Donnerstag, 30. November, in der Zeit von 16 bis 17.30 Uhr auf der Bühne des Harburger Weihnachtsmarkts statt.

    An der Mitmach-Station des Museums werden aus bunten Filzstoffen Beutel hergestellt. | Foto: ein
    An der Mitmach-Station des Museums werden aus bunten Filzstoffen Beutel hergestellt. | Foto: ein

    An der Mitmach-Station des Museums werden außerdem aus bunten Filzstoffen Beutel hergestellt. Mit der Bügelschere wird geschneidert, mit dem Knochenpriem die Löcher gestochen. Dann nur noch die Schnur durchziehen und schon ist der Beutel fertig, den man gut am Gürtel tragen kann. Die Filzwerkstatt findet an den Donnerstagen, 7. und 21. Dezember, jeweils von 16 bis 17:30 Uhr auf der Bühne des Harburger Weihnachtsmarkts statt.

    Der Museums- Shop hat auch Sonntags geöffnet. | Foto: ein
    Der Museums- Shop hat auch Sonntags geöffnet. | Foto: ein

    Der Museumsshop bietet für jeden Geschmack und Geldbeutel genau das Richtige. Das Sortiment umfasst außer einer umfangreichen Sammlung von Büchern, Broschüren und Ausstellungskatalogen auch Geschenkideen rund um die aktuelle Ausstellung „DUCKOMENTA“.

    Von der Duckfretete-Statuette bis zum DUCKOMENTA-Quietsche-Entchen finden sich jede Menge Geschenkanregungen. Und noch einen großen Vorteil bietet das Weihnachtsshopping im Museum: Im Archäologischen Museum kann auch sonntags eingekauft werden! Der Shop ist auch unabhängig von einem Museumsbesuch zugänglich.

    Und noch eine Idee aus dem Museumsshop: Der Weihnachtsmann verschenkt auch gern eine spannende Entdeckungsreise durch das Archäologische Museum in Harburg in Form eines Gutscheins für einen Museumsbesuch oder eine individuelle Gruppenführung. Noch bis Freitag, 23. Dezember, kann täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr im Museum in entspannter Atmosphäre nach Weihnachtsgeschenken gestöbert werden.

    Auch am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag öffnet das Archäologische Museum in Harburg seine Pforten und ist damit an den Feiertagen eine gute Alternative für die Freizeitgestaltung der Familie.

  • Harburg. Ab sofort bietet das Archäologische Museum wieder sein beliebtes Ausflugsprogramm an. Die Experten des Museums führen die Teilnehmer zu besonderen Orten in Hamburg: Das alte Harburg wird auf diesem Stadtgang wieder entdeckt. Außer dem Harburger Schloss, dem ältesten noch erhaltenen profanen Bauwerk Harburgs, wird an weiteren ausgewählten Punkten die Geschichte der Stadt erläutert. Dazu gehören Bürgerhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Hafen und die alte Harburger Kirche. Der zweistündige Gang beginnt beim Harburger Schloss im Hafenbereich und führt über die Harburger Schloßstraße in das moderne Harburg.

    Der ersteTermin ist Sonnabend, 24. Juni, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr. Treffpunkt: An der Horeburg 8 (ehemals Bauhofstraße 8), 21079 Hamburg. Kosten: 4 Euro, Anmeldung unter Telefon 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).

    Ein weiterer Ausflug - auf den Spuren der Eiszeitjäger - ist de auf dem Alfred-Rust-Wanderweg. Dieser Wanderweg führt durch das Naturschutzgebiet Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal. Der Ahrensburger Amateurarchäologe Alfred Rust gilt als Entdecker der Rentierjägerkulturen in Norddeutschland. Er hat bei seinen Ausgrabungen in den 1930er und 1940er-Jahren bei Ahrensburg verschiedene Kulturen eiszeitlicher Jäger nachgewiesen. Auf der zweistündigen Wanderung zu den ehemaligen Ausgrabungsstätten werden die neuesten Erkenntnisse der archäologischen Forschung zum Leben in der Eiszeit erläutert.

    Termin ist Sonntag, 11. Juni, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr. Treffpunkt: U-Bahnstation: Ahrensburg-West, Kosten: 4 Euro, Anmeldung unter Telefon 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).

  • Harburg. Ihre Tage sind gezählt: Die Ausstellung „EisZeiten – Die Kunst der Mammutjäger” geht am Sonntag, 14. Mai (geöffnet von 10 bis 17 Uhr), zu Ende. Mit dieser Schau ist es dem Archäologischen Museum in Harburg, Museumsplatz 2, gelungen, noch nie außerhalb Russlands gezeigte Originale aus der Kunstkammer St. Petersburg, dem ältesten Museum Russlands, nach Hamburg zu holen. Erstmals können damit besonders spektakuläre Kunstwerke aus Mammut-Elfenbein von russischen Fundplätzen in Deutschland präsentiert werden. Neben diesen Originalfunden zeigt die Ausstellung aber auch die einzigartige Tierwelt der Eiszeit: Zu den beeindruckendsten Ausstellungsobjekten gehört ein fast vier Meter hohes Mammut. Noch bis zum 14. Mai können die Besucher im Museum noch einmal eine Reise ans frostige Ende der Welt erleben und erfahren, wie die Menschen am Ende der letzten Eiszeit lebten.

    Mit der Ausstellung „EisZeiten“ hat das Museum ein spannendes Kapitel aufgeschlagen: Klimawandel, Gletscherschmelze, ¬Erderwärmung – Schlagworte wie diese umschreiben Szenarien, die das Leben auf der Erde in der Menschheitsgeschichte mehrfach dramatisch verändert haben. Spürbar werden diese Veränderungen zuerst in den empfindlichsten Ökosystemen. Heute sind dies vor allem die arktischen Regionen, doch standen die Menschen in Nordeuropa am Ende der letzten Eiszeit vor vergleichbaren Herausforderungen. Das Archäologische Museum Hamburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg beleuchten in der gemeinsamen Doppelausstellung erstmals die harten Lebensumstände und die faszinierende Kreativität der Menschen am Rande des Eises damals wie heute.

    Das Archäologische Museum Hamburg hält noch bis zum 14. Mai Angebote für alle Alters- und Interessengruppen zum Thema „Eiszeit“ bereit. Spannende Mitmachangebote warten zum Beispiel am Samstag, dem 6. Mai auf die Kleinen: In der Eiszeit-Werkstatt können sie die Ausstellung im Rahmen einer Rallye erkunden und anschließend aus vielen bunten Steinen eine Mammutherde basteln. Am Sonntag, dem 7. Mai lernen die „Sonntagskinder“ wie die Menschen in der Eiszeit lebten und welche Bedeutung das Feuer für sie hatte. Anschließend stellen sie eine steinzeitliche Tonlampe her. Danach werden die verschiedenen Techniken der Feuererzeugung vorgeführt und jeder kann seine Lampe zum Leuchten bringen.
    Am letzten Ausstellungstag bietet das Museum noch einmal ein großes Führungsprogramm: Ab 12 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr findet jeweils ein einstündiger Ausstellungsrundgang für die ganze Familie statt. Eintritt 6 Euro; ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahren frei.
    Schon am 9. Juni geht es im Archäologischen Museum Hamburg mit einem neuen spektakulären Ausstellungsprogramm weiter: Im Rahmen der Ausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“ warten dann Meisterwerke mit Schnabel auf die Besucher.

  • Harburg. Am Sonntag, 21. Mai, öffnet das Archäologische Museum Hamburg in Harburg seine Türen zum Internationalen Museumstag. Das Ereignis, das jährlich vom Internationalen Museumsrat (ICOM) ausgerufen wird und auf die Vielfalt der Museumslandschaft aufmerksam machen soll, jährt sich in diesem Jahr in Deutschland zum 40. Mal. „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ lautet das aktuelle Motto des Internationalen Museumstags.

    Museen sind voller Spuren unserer Vergangenheit. Indem sie Zeugnisse unseres kulturellen Erbes sammeln, erforschen und bewahren, gehen sie der Geschichte auf den Grund und machen wissenschaftliche Erkenntnisse für alle Besucher zugänglich. Durch ein zielgerichtetes Sammlungskonzept, die intensive Auseinandersetzung mit den Objekten und deren Präsentation in Dauer- und Wechselausstellungen setzen Museen starke und notwendige Zeichen. Sie stoßen auf diese Weise eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Migration, kulturelle Vielfalt, Globalisierung, demografischer Wandel oder Erhalt der Umwelt an. Zugleich stellen sie wichtige Bezüge zur Vergangenheit her und scheuen sich auch nicht vor belasteten, unbequemen und kontrovers diskutierten Themen.

    Das Archäologische Museum präsentiert eine archäologische Erlebniswelt, die einen lebendigen und faszinierenden Einblick in die Vor- und Frühgeschichte Norddeutschlands bietet. In den stets aktuellen Themen rund um das menschliche Dasein, wie Nahrung, Werkstoff, Gewalt, Innovation, Tod und Mobilität schlägt die Archäologie dabei eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Besucher können sich auf eine Spurensuche begeben und die Kulturgeschichte der Menschheit erforschen – immer der Frage folgend: Woher kommen wir und wohin entwickeln wir uns?

    Das Programm: Führung: Spurensuche Archäologie

    Woher kommen wir, wie haben wir uns entwickelt, wohin gehen wir? Eine Führung durch 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte - in der Zeit von 12 bis 13 Uhr ohne Anmeldung. Treffpunkt: Harburger Rathausplatz 5, der Museumseintritt ist an diesem Tag frei.

    Museumswerkstatt für Kinder

    Wie lebten die Kinder im alten Rom vor 2000 Jahren? Wie verbrachten sie ihren Tag und wie ihre Freizeit? In unserer Museumswerkstatt wird diesen Fragen nachgegangen, archäologische Funde unter die Lupe genommen und deren Geschichte erforscht. Auf der kleinen Zeitreise kommt auch das Spielen nicht zu kurz, denn jeder kann ein eigenes Spiel nach römischem Vorbild anfertigen und sein Glück versuchen. 14 bis 17 Uhr, für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).Treffpunkt: Harburger Rathausplatz 5, Eintritt frei.

  • Harburg. Am Sonnabend, 18. November, ab 11.30 Uhr findet eine Sonderführung durch die Ausstellung „DUCKOMENTA – MomEnte der Weltgeschichte“ im Archäologischen Museum in Harburg statt: Prof. Dr. Eckhart Bauer, Gründer der Gruppe interDuck und der Künstler Ommo Wille führen an diesem Tag gemeinsam durch die Schau und bieten einen vergnüglichen Blick auf Kunstwerke der Weltgeschichte, immer mit dem gewissen „Etwas“ und dem berühmten „Schnabelblick“.

    Die Ausstellung mit dem
    Die Ausstellung mit dem " gewissen Etwas". | Foto: ein
    Die Ausstellung im Archäologischen Museum in Harburg widmet sich einer noch völlig unbekannten Kultur, einem gänzlich unentdeckten Enten-Universum, das sich unbemerkt von den Menschen parallel entwickelt hat. Von der Steinzeit bis zur Mondlandung präsentiert die Schau augenzwinkernd die Welt- und Kulturgeschichte der Entenzivilisation.

    Speziell für die Präsentation in Harburg wurden von der Künstlergruppe interDuck neue ironische und witzige Werke angefertigt. | Foto: ein
    Speziell für die Präsentation in Harburg wurden von der Künstlergruppe interDuck neue ironische und witzige Werke angefertigt. | Foto: ein
    Speziell für die Präsentation in Harburg wurden von der Künstlergruppe interDuck neue ironische und witzige Werke angefertigt. Der Künstler Ommo Wille unternahm dabei zum Beispiel einen Ausflug in die Hamburger Frühgeschichte und beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des Hamburger Missionars Ansgar sowie dem Wikingerüberfall auf Hamburg von 845. Herausgekommen ist das Werk „Der heilige Ansgar und seine Ente Rimduck“. „Die Bilder müssen erarbeitet werden“, sagt Ommo Wille. Bevor ein Werk umgestaltet werden kann, müsse es studiert, entwickelt und neu erfunden werden, erklärt der Künstler weiter. Perspektiven und Proportionen werden den Entenköpfen entsprechend eingefügt und so Werke mit ganz eigenem Charakter geschaffen. Die interDuck-Künstler arbeiten seit vielen Jahren für die DUCKOMENTA. Inzwischen umfasst der Enten-Kosmos knapp 500 Exponate.

    Kosten: 3 Euro zuzüglich Eintritt, Anmeldung unter Telefon 040 428 71 24 97.

    Im Archäologischen Museum Hamburg sind noch bis zum 4. Februar 2018 mehr als 200 Kunst-Klassiker aus allen Epochen, wohlvertraut und doch gänzlich neu, zu sehen.

    Weitere Informationen zur Ausstellung finden Interessierte unter www.duckomenta.com  und www.amh.de .

  • Harburg. Das Duckface – bis vor rund zwei Jahren durfte es auf keinem Partybild fehlen. Kaum ein Foto, auf dem nicht irgendjemand ein Duckface oder in Deutsch: eine Schnute zog. Nun hat das Duckface Einzug ins Museum gehalten. Aber nicht Partyfotos sind es, die das Archäologische Museum Hamburg (AMH) in der neuen Ausstellung „DOCKUMENTA - MomEnte der Weltgeschichte“ präsentiert, auch wenn der ein oder andere Museumsmitarbeiter dies vormacht.

    Auch vor Goethe macht dr. Michael Merkel nicht halt. | Foto: Niels Kreller
    Auch vor Goethe macht Dr. Michael Merkel nicht halt. | Foto: Niels Kreller

    Gezeigt wird, so die Story zur Ausstellung, eine noch völlig unbekannte Kultur, ein gänzlich unentdecktes Entenuniversum, das sich parallel von den Menschen entwickelt habe. Anhand bekannter Werke von der Höhlenmalerei über „Duckfretete“ und einem entenschnabeligen Luther (ist im Entenuniversum auch gerade 500 Jahre Reformation?) bis hin zur Mondlandung zeigt die Ausstellung die Kulturgeschichte der Menschheit, bitte um Entschuldigung: der Entenheit, witzig, lebendig und informativ auf.

    Extra für die Ausstellung in Harburg wurden von der Berliner Künstlergruppe interDuck auch neue Exponate gefertigt. So zum Beispiel bekommt Hamburgs Gründungsvater Bischof Ansgar seinen Gefährten Rimduck an die Seite gestellt, das Entenuniversums-Pendant zu Ansgars Nachfolger und Chronisten Rimbert.

    Darf so etwas denn in ein Museum?

    Ist das eine Ausstellung, die in ein Museum gehört, mag da der ein oder andere fragen. Durchaus: Es erinnert schon an die Comics aus Entenhausen. Aber während bei den Disney-Comics die Gemälde der Klassiker voll und ganz in dem Entenhausener Universum einverleibt werden, so sind es hier die kleinen Feinheiten, mit denen der Entenschnabel oftmals in das ansonsten unveränderte Gemälde eingearbeitet wird. So, als ob es wirklich diese Parallelwelt gäbe, die ansonsten der unsrigen und unserer Geschichte gleich ist.

    Zwar ist der amüsante Gedanke des Entenschabels aufgrund der Vielzahl der Exponate vielleicht etwas zu sehr ausgereizt. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall für einen amüsanten Streifzug durch die Menschheitsgeschichte. Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass das AMH ungewöhnliche Wege der Wissensvermittlung beschreitet. Schließlich war die bisher erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte des Museum war von ein paar Jahren die Lego-Ausstellung.

    Vielfältiges Programm rund um die Ausstellung

    Die Ausstellung „DOCKUMENTA - MomEnte der Weltgeschichte“ läuft noch bis zum 4. Februar 2018. Dazu gibt es wieder ein breites Veranstaltungsprogramm für Groß und Klein. So den Workshop „Duck it yourself für Kids, in dem die Kinder ein Entenselbstportrait gestalten oder für die Erwachsenen der Vortrag „Vom Ursprung der Kunst im Universum der Enten“ mit Entenforscher Hartmut Holzapfel über den Kosmos rund um Donald Duck.

  • Harburg. Klimawandel, Gletscherschmelze, Erderwärmung – Schlagworte wie diese umschreiben Szenarien, die das Leben auf der Erde mehrfach dramatisch verändert haben. Spürbar werden diese Veränderungen heute besonders in den arktischen Regionen – ähnlich wie bei uns vor 12.000 Jahren. Unter dem gemeinsamen Titel „EisZeiten“ führen das Archäologische Museum Hamburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg ihre Besucher seit 18. Oktober vergangene Jahres und noch bis zum Sonntag,14. Mai 2017 in diese einzigartige Welt. Dazu wird in de Harburger Räumen im Archäologischen Museum Hamburg die Teilausstellung Die Kunst der Mammutjäger und im Museum für Völkerkunde Hamburg die Teilausstellung Die Menschen des Nordlichts präsentiert. Zur Ausstellung gibt es ein gemeinsames Begleitprogramm und ein Kombiticket.

    Noch nie gezeigte Objekte aus St. Petersburg sind in Hamburg zu sehen

    Den beiden Museen ist es gelungen, noch nie außerhalb Russlands gezeigte Originale aus der Kunstkammer St. Petersburg nach Hamburg zu holen. Insgesamt gut 50 dieser Leihgaben, darunter auch wunderbar abstrakte Frauenfiguren in vielen Varianten, die sogenannten Venusstatuetten, sind im Archäologischen Museum zu sehen. Die Originalfunde stammen aus einem eiszeitlichen Jagdlager bei Kostenki, Region Voronezh (Russland), am Westufer des Don. Diese archäologischen Zeugnisse wurden vor mehr als 25.000 Jahren mit großer Kunstfertigkeit geschaffen und finden weltweit Beachtung.

    Das Archäologische Museum in Harburg zeigt außer den einzigartigen russischen Leihgaben auch zahlreiche weltberühmte Kunstwerke der Eiszeit aus anderen Regionen Europas sowie norddeutsche Funde aus der eigenen Sammlung. Auch im Museum für Völkerkunde sind spektakuläre Leihgaben aus der Kunstkammer St. Petersburg zu sehen. Darunter ein komplettes, kaum bekanntes Schamanengewand und Masken von den im nördlichsten Sibirien lebenden Nganasanen sowie mehr als 200 Jahre alte Stücke von den zu Alaska gehörenden Aleuten und der Kodiak-Insel.

    Tipp: Kombiticket - Beide Häuser können zum Vorzugspreis von 12 Euro (ermäßigt 8 Euro) besucht werden. Kinder bis einschließlich 17 Jahren haben freien Eintritt.

  • Ehestorf. Im Rahmen des Projekts Kulturlandkreis Harburg findet auch in diesem Winter wieder ein abwechslungsreiches Weiterbildungsprogramm für Kulturschaffende statt. Den Auftakt bildet am Sonnabend, 13. Januar, die Weiterbildung "Digitale Kommunikation anhand von Best-Practice-Beispielen aus dem Kunst- und Kulturbereich". Katrin Schröder vom Archäologischen Museum in Harburg und Stencil-Künstler René Scheer zeigen dabei anhand ausgewählter Beispiele, wie erfolgreiches Online-Marketing funktioniert und welche Kanäle dabei eingesetzt werden können. Die Veranstaltung findet in der Zeit von 10.30 bis 15 Uhr im Kulturbahnhof Holm-Seppensen statt.

    "Corporate Identity und Corporate Design" ist das Thema des Workshops mit Marion Junker vom Freilichtmuseum am Kiekeberg. Nach einer kurzen theoretischen Einführung widmen sich die Teilnehmer aktuellen und eigenen Beispielen. Interessierte treffen sich am Donnerstag, 25. Januar, von 18 bis 21 Uhr im Marstall Winsen.

    Klaus Thorwesten von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur informiert am Montag, 12. Februar, über die Sicherheit bei Veranstaltungen. Dabei geht es um die Themen GEMA, KSK und die Niedersächsische Versammlungsstättenverordnung. Veranstaltungsort ist das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf in der Zeit von 10.30 bis 14.30 Uhr.

    Den Abschluss bildet am Sonnabend, 3. März, der Workshop "Mehr Power im Verein - Motivation für Macher*innen und Ideen zur Mitgliedergewinnung" mit Dorit Klüver von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur. Hier ergründen die Teilnehmer ihre eigene Motivation und nutzen die Erkenntnisse, um andere für ehrenamtliches Engagement zu begeistern. Die Veranstaltung findet von 10 bis 16 Uhr im Haus des Gastes Salzhausen statt.

    Das Projekt "Kulturlandkreis Harburg. Kultur im Dialog" fördert das kulturelle Leben im Landkreis Harburg durch eine Vernetzung der Kulturschaffenden und einen stärkeren Austausch untereinander. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Landkreises Harburg und des Freilichtmuseums am Kiekeberg und wird von der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude finanziell gefördert.

    Die Teilnahme an allen Weiterbildungen ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte können sich bei Annika Flüchter unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter Telefon 0 40/79 01 76 71 informieren und anmelden.

  • Harburg. „Harburg hat Charme!“ Diese Liebeserklärung an den vielgescholtenen Stadtteil stammt vom neuen Leiter der Harburger Stadtgeschichte, Jens Brauer. „Ich bin oft hier gewesen und fand es immer spannend“, erklärter er bei seiner Vorstellung am Donnerstag in der Helms-Lounge. Am 1. Januar 2018 tritt er offiziell die Stelle an. Zuletzt war es Dr. Melanie Leonhard, die die Leitung der Stadtgeschichte innehatte, bis sie vor fast genau zwei Jahren kurzfristig von Olaf Scholz als Sozialsenatorin in den Senat gerufen wurde. Seitdem war die Stadtgeschichte vakant, denn bis vor Kurzem hätte das Helms-Museum diese Stelle nur befristet vergeben können – denn Leonhard hat ein Rückkehrrecht, falls sie einmal nicht mehr Senatorin ist.

    Nach langen Verhandlungen, so Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, habe man erreichen können, dass die Stelle nun unbefristet ausgeschrieben werden konnte. Rund 50 Bewerbungen habe es gegeben – und über das Ergebnis freut sich Weiss. „Wir haben eisern für die Abteilung Stadtgeschichte einen Historiker gesucht. Das ist Herr Brauer. Er ist aber auch, wie es der Zufall will, Archäologe.“ Und das passt, denn zum einen ist es ja auch das Archäologische Museum Hamburg (AMH) hier in Harburg, dem Weiss vorsteht. Und zum anderen wurde an die stadtgeschichtlichen Grabungen des Museums der letzten Jahre im Binnenhafen archäologisch herangegangen. Dass Jens Brauer beide ist, „führt zu einer noch besseren Verbindung beider Abteilungen des Museums“, freut sich Rainer-Maria Weiss.

    Schon stehen die beiden Großprojekte fest, mit denen sich Jens Brauer befassen wird: Da gibt es die Filiale des Museums im Gewölbekeller des Harburger Schlosses, die es nun endlich fertigzustellen gilt. Dort wird es eine stadtgeschichtliche Ausstellung geben. Als zweites steht der „Geschichtspfad Harburger Innenstadt“ an, für den nun die Gelder bewilligt wurden.

    Dass er nun eine feste Wirkungsstätte hat, freut den gebürtigen Uelzener Brauer, der seit vielen Jahren in Hamburg lebt, sehr. „Ich fühl mich hier zu Hause und finde es toll, mich an dem Ort, an dem ich lebe, langfristig einbringen zu können.“ Denn bisher ist Brauer viel herumgekommen: Studium in Köln, Grabungen und Ausstellungen in Sachsen-Anhalt, als Selbstständiger als Koordinator und Konzeptentwickler für Ausstellungen.

    Ab Januar wird sich sein Wirken nun auf Harburg konzentrieren. Was ihm schon aufgefallen ist: Die Harburger haben ein großes Interesse an ihrer Stadtgeschichte. Das kommt Brauer entgegen, denn schon bei anderen Grabungen und Ausstellungen hat er viel Wert auf das auch hier gepflegte Konzept der öffentlichen Grabungen mit Besichtigungsmöglichkeit gelegt.

    Vielleicht bringt er ja auch sein Hobby in Harburg ein: Der 49-jährige hat sich gerade ein Wanderrad von 1935 wieder in Schuss gebracht. Mit viel Recherche nach Originalteilen, aber auch mit der ein anderen neueren Ergänzung. Wer weiß – eventuell gibt es ja auch bald eine stadtgeschichtlich-historische Radgruppe in Harburg?

  • Harburg. Zur 17. Langen Nacht der Museen am Sonnabend, 22. April, präsentiert sich das Archäologische Museum Hamburg von 18 bis 2 Uhr allen Nachtschwärmern unter dem Motto "Üppige Frauen und Löwenmenschen". Eine tolle Gelegenheit für Kulturhungrige auch aus Harburg Stadt und Land, die aktuelle Ausstellung des Museums „EisZeiten“ zu besuchen und ein exklusiv für diesen Tag zusammengestelltes Programm rund um die Eiszeit in Harburg zu erleben.

    Zum 17. Mal findet die Museumsnacht im Archäologischen Museum Hamburg und in mehr als 45 weiteren Museen und Ausstellungshäusern statt. Das Archäologische Museum Hamburg bietet in dieser Nacht eine abwechslungsreiche Mischung aus spektakulären Vorführungen und spannenden Aktionen zum Mitmachen, die auch für die jüngeren Besucher manches Abenteuer bereit halten.

    Im Fokus stehen in dieser Nacht die Stars und Sternchen der Eiszeitkunst, die in der aktuellen Sonderausstellung „EisZeiten - Die Kunst der Mammutjäger“ zu bewundern sind. Die aus Elfenbein, Knochen oder Stein geschnitzten Figuren wurden mit großer Kunstfertigkeit geschaffen. Mammut, Löwe oder Wildpferd waren beliebte Motive der eiszeitlichen Künstler – aber auch die wunderbaren Frauenfiguren, die sogenannten Venusstatuetten. Die Art der Darstellung dieser altsteinzeitlichen Figuren ist einfach und meisterhaft zugleich. Die Deutungsmöglichkeiten der in ganz Europa verbreiteten Figuren sind vielfältig. Das Archäologische Museum Hamburg zeigt neben einzigartigen Leihgaben aus St. Petersburg auch zahlreiche weltberühmte Kunstwerke der Eiszeit aus anderen Regionen Europas.

    Das Ticket kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Es enthält den Eintrittspreis für die teilnehmenden Museen sowie die Berechtigung zur Nutzung der LANGEN NACHT-Verkehrsmittel und aller HVV-Linien zur An- und Abreise von Sonnabend 17 Uhr bis Sonntag 10 Uhr. Mit dem Ticket der LANGEN NACHT können die teilnehmenden Museen auch am Sonntag, 23. April, besucht werden.

  • Harburg/Wilhelmsburg/Hamburg. Am Samstag startet sie wieder: Die Lange Nacht der Museen. Zum 18. Mal haben an diesem Abend und in der Nacht haben zahlreiche Hamburger Museen geöffnet und die Besucher können sich unter dem Motto „Forsch Dich durch die Nacht! Wieder auf Entdeckertour machen. Das Ticket, mit dem man in alle Museen reinkommt und sowohl die Shuttlebus-Linien als auch die ganze Nacht über den gesamten HVV mit Bussen, HADAG-Fähren, U- und S-Bahnen nutzen kann, kostet 17 Euro (erm. 12 Euro).

    Auch in Harburg und Wilhelmsburg haben die Museen geöffnet. Das Programm für ganz Hamburg gibt es hier.

    Archäologisches Museum Hamburg / Helms-Museum (AMH)

    Das AMH präsentiert sein ganz neue Ausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“.

    • Kurzführung "Woher kommen wir?"
    Wir Menschen sind seit zwei Millionen Jahren unterwegs. Woher wir kommen und was genau die Reise unserer Vorfahren mit unserer Gegenwart und Zukunft zu tun hat, diesen Fragen wird in einer spannenden Führung durch die neue Ausstellung "Zwei Millionen Jahre Migration" nachgegangen. Die Besucher begeben sich auf eine Zeitreise und entdecken, welches genetisches Erbe in ihnen steckt. Neue Forschungsmethoden geben heute ungeahnte und überraschende Einblicke in die Thematik.
    Zeiten: 18:45 - 19:15 Uhr, 19:45 - 20:15 Uhr, 20:45 - 21.15 Uhr, 21:45 - 22:15 Uhr, 22:45 - 23:15 Uhr, 23:45 - 00:15 Uhr
    Ort: Museumsplatz 2

    • Kurzführung "Spurensuche"
    Die Menschen hinterließen in den vergangenen Epochen ihre Spuren in Form unterschiedlicher Wirtschaftsweisen, Bestattungssitten, Modetrends oder Glaubensbekenntnissen. Durch die Erforschung archäologischer Artefakte können die durch Wanderungsbewegungen ausgelösten Entwicklungen über lange Zeiträume betrachtet werden. Der Gang durch einen Teil der Ausstellung zeigt, welche Spuren die verschiedenen Migrationsereignisse in Norddeutschland hinterlassen haben.
    Zeiten: 19:30 - 20:00 Uhr, 20:30 - 21:00 Uhr, 21:30 - 22:00 Uhr, 22:30 - 23:00 Uhr, 23:30 - 00:00 Uhr, 00:30 - 01:00 Uhr
    Ort: Harburger Rathausplatz 5

    • Mitmach-Aktion "Funkenschlag"
    Feuer zu machen, ist gar nicht so einfach. Sein Nutzen ist jedoch von unschätzbarem Wert für den Menschen. Es wärmt, schützt und ist auf vielfältige Art nützlich zur Sicherung und Erleichterung des (Über-)Lebens. Die Beherrschung des Feuers ermöglichte es den Menschen, auch die kälteren Regionen der Erde zu besiedeln. An der Mitmachstation dreht sich alles um das feurige Element. Hier können Funken geschlagen und Feuer entfacht werden.
    Zeit: 18:00 - 01:00 Uhr
    Ort: Harburger Rathausplatz 5

    • Mitmach-Aktion "Bunte Perlen"
    Sich zu schmücken, ist seit jeher ein Bedürfnis des Menschen. Schmuck ist Ausdruck des eigenen Selbstverständnisses und kann zudem die Zugehörigkeit zu einer Gruppe symbolisieren. In Gräbern findet sich Schmuck häufig als Grabbeigabe für die Verstorbenen. Bei sächsischen Frauen des Frühmittelalters waren Gewandspangen, Ringschmuck und Glasperlen besonders beliebt. Nach originalen Vorbildern werden in der Mitmach-Werkstatt aus Fimo bunte Perlen geformt.
    Zeit: 18:00 - 01:00 Uhr
    Ort: Harburger Rathausplatz 5

    • Mitmach-Aktion "Und woher kommen Sie?"
    Migration und Mobilität sind seit Beginn der Menschheitsgeschichte ein natürlicher Bestandteil des Menschen. Daher haben wir alle einen "Migrationshintergrund". Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns, und werden Sie Teil unseres "Migrationsarchivs"!
    Zeit: 18:00 - 00:00 Uhr
    Ort: Harburger Rathausplatz 5

    • Kulinarisches "Alles aus einem Topf"
    Ein Suppentopf mit bunten Zutaten köchelt auf dem Feuer vor dem Museum.
    Zeit 18:00 - 01:00 Uhr
    Harburger Rathausplatz 5

    • Kulinarisches "Orient trifft Okzident"
    Köstliche Speisen aus dem Morgen- und Abendland serviert die Helms Lounge.
    Zeit: 18:00 - 00:00 Uhr
    Ort: Museumsplatz 2 / Helms Lounge

    electrum - Das Museum der Elektrizität in Hamburg

    Motto 2018: »Bernstein, Blitz und Batterie - Das Elektrische-Kabinett«
    • 18-2 Uhr: Bernstein, Blitz und Batterie - Das Elektrische-Kabinett• 18-2 Uhr: Die TastBar - Das haptische Ratespiel

    • 18-2 Uhr: Die HörBar - Das akustische Ratespiel

    • 18:30-19 Uhr: Reise durch die Sammlung: Lassen Sie sich von unserer Begeisterung für elektrische Geräte anstecken. Treffpunkt: Eingangsbereich
    Weitere Zeiten: 19:30-20 Uhr, 22:30-23 Uhr

    • 18:30-0 Uhr: Elektrisches Kabinett

    • 19-19:30 Uhr: Bernstein, Blitz und Batterie - Das Elektrische-Kabinett: Werden Sie Teil der fantastischen elektrischen Welt im electrum. Treffpunkt: Eingangsbereich
    Weitere Zeiten: 21:30-22 Uhr

    • 20:30-21 Uhr: Reis dörch de Sammeln: Vertellt ward op Platt un datt fangt clock halbig neegen obends an. Treffpunkt: Eingangsbereich

    Kunstverein Harburger Bahnhof

    Motto 2018: »Komplizenschaft«

    • 18-2 Uhr: Stockholm Syndrome
    Bis 13. Mai 2018 Die Gruppenausstellung „Stockholm Syndrome“ widmet sich mit Videoarbeiten und Workshops politischen Systemen als kollektiv erzeugten Zwangssituationen in einer die Besucher_innen und Teilnehmer_innen als Akteure adressierenden Ausstellungsarchitektur

    • 21-21:20 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Stockholm Syndrome"
    Treffpunkt: KVHBF (Bar).
    Weitere Zeiten: 0:30-0:45 Uhr

    • 18-2 Uhr: KVHBF Bar: Wein, Bier, alkoholfreie Getränke und Kaffee

    Sammlung Falckenberg / Phoenix Fabrikhallen

    • 18-2 Uhr: Ausstellung „Astrid Klein – transcendental homeless centralnervous“

    • 18-21 Uhr: Das Schicksal korrigieren – collagieren nach Astrid Klein. Workshop zur Ausstellung Astrid Klein – transcendental homeless centralnervous. Mit Rahel Bruns, Künstlerin

    • 18:15-18:45 Uhr: Astrid Klein – transcendental homeless centralnervous. Einführung in die Ausstellung
    Weitere Zeiten: 19-19:30 Uhr, 20:30-21 Uhr, 21:30-22 Uhr, 23-23:30 Uhr

    • 18:30-19 Uhr: Behind the Scene. Blick in das Schaulager der Sammlung mit Goesta Diercks. Nur nach Anmeldung an der Kasse (15 Minuten vor Beginn)
    Weitere Zeiten: 22-22:30 Uhr, 0-0:30

    • 20-20:30 Uhr: Vom Pump Haus zu den Phoenix-Fabrikhallen – Eine Sammlung wird zum Ort. Kurzvortrag von Stephanie Regenbrecht. Nur nach Anmeldung an der Kasse (15 Minuten vor Beginn)

    • 20-20:30 Uhr: Lights on: Künstlerinnen in der Sammlung Falckenberg. Führung mit Isabel Abele

    • 21-21:30 Uhr: Vom Pump Haus zu den Phoenix-Fabrikhallen – Eine Sammlung wird zum Ort. Kurzvortrag von Stephanie Regenbrecht. Nur nach Anmeldung an der Kasse (15 Minuten vor Beginn)

    • 22:30-23 Uhr: Lights on: Architektur in der Sammlung Falckenberg. Führung durch die Sammlungsräume mit Angela Holzhauer

    • 23:30-0 Uhr: Lights on: Film im Werk von Astrid Klein. Führung mit Angela Holzhauer

    • 0:45-1:15 Uhr: Lights on: Installation in der Sammlung Falckenberg. Ausgewählte Positionen mit Angela Holzhauer

    • Bis 23 Uhr: Getränke und Snacks im Hof der Sammlung

    Wälderhaus

    • 18-1 Uhr: "trash to treasure" und "human and nature"

    • 18-18:30 Uhr: Moderner Wald
    Eine Märchenerzählerin nimmt die Zuhörer mit in ihre Welt. Treffpunkt: Foyer im WÄLDERHAUS

    • 18-1 Uhr: Besuch des UpCycling Marktes: Wenn aus Abfall Kunst entsteht
    Treffpunkt: 1. OG

    • 18:15-19 Uhr: Poetry Slam im Wald
    Nutzen Sie die Bühne für Ihre eigene Interpretation

    • 18:30-19:15 Uhr: Erkundung des Waldes: Science Center Wald Führung
    Treffpunkt: Foyer
    Weitere Zeiten: 21:15-22 Uhr, 23:45-0:30 Uhr

    • 19-19:45 Uhr: UpCycling Workshop: Schöne Produkte selbstgestalten

    • 19:15-20 Uhr: Abendkonzert der Stadtvögel
    Kleine Nachtwanderung: Singdrossel, Amsel, Misteldrossel, Rotkehlchen und Co. geben ein Abendkonzert zur LANGEN NACHT DER MUSEEN
    Treffpunkt: Foyer
    Weitere Zeiten: 20:15-21 Uhr

    • 20-20:45 Uhr: Nachhaltige und ökologische Architektur kennenlernen
    Führung durch das Raphael Hotel WÄLDERHAUS
    Treffpunkt: Foyer
    Weitere Zeiten: 23-23:45 Uhr

    • 20-20:45 Uhr: Künstlerführung
    Eine ganz besondere Führung mit den Künstlern durch die Sonderausstellung "trash to treasure" und "human and nature" mit Life Performance
    Treffpunkt: 1. OG
    Weitere Zeiten: 22-22:45 Uhr

    • 22:45-23 Uhr: Poetry Slam zum Thema Abfall
    Nutzen Sie die Bühne für Ihre eigene Interpretation

    • Bis 1:30 Uhr: Köstlichkeiten im Restaurant "Wilhelms" im Wälderhaus: Spargel von Anfang bis Ende

    Museum Elbinsel Wilhelmsburg

    Motto 2018: »Land & Lecker - So ernährte man sich früher«

    • 18-2 Uhr: 500 JAHRE REFORMATION - Martin Luther - Die Kirche auf Wilhelmsburg
    Wie kam die Reformation so schnell nach Wilhelmsburg?
    Treffpunkt: 1. Stock

    • 18-2 Uhr: Ausstellung: "Eat-Art"
    Fotos und Objekte von R. im Brahm, J. Drygas, U. Freitag, W. Höllerl, M. Jeliabovski, G. van Krimpen, K. Milan, J. Schermuly, H. Wagner, H. Wernicke, A. Wirz u.a
    Treffpunkt: Burgkeller

    • 18-2 Uhr: Ausstellung: "Essen früher und heute"
    Fotos und Texte: "Von der Natur auf den Teller"
    Treffpunkt: Abteilung "Gemüseanbau" im 1. Stock

    • 18-1:30 Uhr: Führungen durch die Sammlung des Museums
    Schwerpunkte je nach Interesse der Besucher, z.B. "Adlige Damen und Wilhelmsburg", Eindeichung Wilhelmsburgs, Werftengeschichte der Elbinsel
    Treffpunkt: Diele im Erdgeschoss

    • 18-1 Uhr: "Kohl International"
    Verkostung traditioneller und internationaler Gerichte: "Essen früher und heute"
    Treffpunkt: Bauernküche, 1. Stock

    • 19-20 Uhr: Chor "TUMA MINA"
    Lieder aus aller Welt und allen Zeiten
    Treffpunkt: Café Eléonore

    • 21-0 Uhr: "Trio Kosmopolka" - Musik auch zum Mitsingen
    Plattdeutsche Lieder, Handwerkerlieder, Oldies, Musik aus Griechenland, Irland, Karibik
    Treffpunkt: Café Eléonore

    • Bis 2 Uhr: Zu Gast im Café Eléonore
    Zu Kaffee und Tee gibt es selbstgebackenen Kuchen oder Bohnen-/Erbsensuppe, Würstchen, Schmalzbrote und kalte Getränke

  • Harburg. Heute wurde es ganz offiziell eröffnet: Das „Archäologische Schaufenster Harburg“ in der Schloßstraße, gleich neben der Bushaltestelle. Es ist ein neues Projekt, ein Meilenstein. „Wir werden einen neuen Schritt wagen: Wir zeigen Geschichte an dem Ort, an dem sie geschehen ist“, erläutert Dr. Michael Merkel, Leiter der Stadtgeschichte beim Archäologischen Museum Hamburg / Helms-Museum (AMH), das die drei Schaufenster bespielt. Die Schaufenster gehören dem Museum. Nach harten und zähen Verhandlungen, so berichtete Museumsdirektor Prof. Rainer-Maria Weiss mit einem Augenzwinkern, habe man sich den Forderungen des Eigentümers gebeugt und den Kaufpreis von einem Euro gezahlt. Eigentlich habe man den Raum ja kostenlos haben wollen.

    Was in den drei Fenstern multimedial aufbereitet gezeigt wird, sind die Erkenntnisse aus den jüngsten Forschungen des AMH zur Harburger Stadtgeschichte. Die Grabungen in den Jahren 2012-2014 auf dem 12.000 Quadratmeter großen Areal brachten mehr als 36.000 Funde ans Tageslicht.

    Drei Fenster blicken mit moderner Technik in die Vergangenheit

    Dr. Michael Merkel, Leiter der Stadtgeschichte beim AMH, demonstriert, wie das mittlere Schaufenster durch Klopfen gesteuert wird. | Foto: Niels Kreller
    Dr. Michael Merkel, Leiter der Stadtgeschichte beim AMH, demonstriert, wie das mittlere Schaufenster durch Klopfen gesteuert wird. | Foto: Niels Kreller
    So schafft das erste Fenster zunächst eine Orientierung vor Ort: Mit Hilfe von Videos, Fotos und Grafiken, die direkt auf den Boden, also den Ort der Ausgrabung projiziert werden, können Passanten die spannenden Ausgrabungen nacherleben. Im zweiten Fenster kann der Betrachter selbst aktiv werden: Durch die Berührung der Fensterscheibe werden Informationen zu spektakulären archäologischen Fundstücken auf einem Monitor präsentiert. Dazu wird eine Auswahl der wertvollsten Funde im Original ausgestellt. Im dritten Fenster schließlich können über das vorhandene lokale Wifi unter dem Motto „Vielfalt erleben und kommunizieren“ Videos und eine Diashow mit Aufnahmen von der Ausgrabung individuell abgerufen und über soziale Medien kommentiert und geteilt werden. Ein Newsticker informiert über historische Ereignisse, aber auch über Führungen und Museumsveranstaltungen. „Wir experimentieren mit neuen Arten der Wissensvermittlung. Das ist das große Thema, das sich das Museum gesetzt hat“, erklärt Dr. Michael Merkel die Idee hinter dieser Art der Präsentation.

    Die älteste Gelenkschere Deutschlands aus dem 15. Jahrhundert ist im Friseursalon Hair Lounge zu sehen. | Foto: Niels Kreller
    Die älteste Gelenkschere Deutschlands aus dem 15. Jahrhundert ist im Friseursalon Hair Lounge zu sehen. | Foto: Niels Kreller
    Ein spektakulärer Fund ist aber woanders in der Schloßstraße zu sehen: die älteste Gelenkschere Deutschlands aus dem 15. Jahrhundert. Die liegt in einer Vitrine im Friseursalon „Hair Lounge“ ein paar Häuser weiter. Zwei Jahre habe sie Prof. Weiss immer wieder gesagt, dass die Schere doch hierher gehöre - bis er schließlich nachgegeben habe, erzählt Inhaberin Angelika Leber lachend.

    Neue Publikation des Museums: „Die Harburger Schloßstraße“ erschienen

    Einher mit den Schaufenstern geht auch die neue Publikation „Die Harburger Schloßstraße“ des AMH. Denn auch wenn heute das Harburger Zentrum südlich der Bahnschienen liegt, so war in der Schloßstraße im Mittelalter die Keimzelle Harburgs. Der dynamische Aufschwung des Binnenhafens machte - insbesondere im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg - im Vorfeld großer Bauvorhaben umfangreiche archäologische Ausgrabungen erforderlich.

    Museumsdirektor Prof. Rainer-Maria Weiss (links), Ausgrabungsleiter in der Schloßstraße Kay-Peter Suchowa (mitte) und der Leiter der Stadtgeschichte Dr. Michael Merkel zeigen stolz das Buch „Die Harburger Schloßstraße“. | Foto: Niels Kreller
    Museumsdirektor Prof. Rainer-Maria Weiss (links), Ausgrabungsleiter in der Schloßstraße Kay-Peter Suchowa (mitte) und der Leiter der Stadtgeschichte Dr. Michael Merkel zeigen stolz das Buch „Die Harburger Schloßstraße“. | Foto: Niels Kreller
    Die dabei gewonnenen Erkenntnisse liefern einen wichtigen Forschungsbeitrag für die Archäologie des Mittelalters und der frühen Neuzeit und sind damit von überregionaler Bedeutung. „Wir haben durch Funde aus der Reformationszeit Erkenntnisse über die Zeit ziehen können“, berichtet Prof Weiss. Harburg war unter Herzog Otto I. immerhin ein frühes Zentrum der Reformation.

    Tausende geborgene Funde und dokumentierte Baustrukturen erzählen von den Anfängen Harburgs als Grenzfestung, beleuchten vor allem die Zeit als Residenzstadt unter den Harburger Herzögen und gewähren Einblicke in das alltägliche Leben der früheren Bewohner Harburgs.

    In dem Buch präsentiert das Museum nun erstmals die aktuellen Forschungsergebnisse der Ausgrabung mit brillanten Fotos und anschaulichen Plänen. Auf fast 150 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen wird die Entwicklung der Harburger Schloßstraße von den Anfängen bis heute zu einer spannenden Zeitreise. „Die Schloßstraße war einmal richtig, richtig schön“, gerät Archäologe Weiß beim Betrachten der doppelseitigen Abbildung einer Ansichtskarte der Straße aus dem Jahr 1911 ins Schwärmen.

    Das Buch ist für 19,90 Euro ab sofort im Museumsshop erhältlich und kann unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schriftlich oder unter 040/42871-2497 telefonisch bestellt werden. Die Bestellung erfolgt unter Vorkasse zzgl. Versandkosten.

  • Harburg. „Diese Ausstellung stellt eine echte Sensation dar!“ Wenn Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des „Archäologischen Museum Hamburg / Stadtteilmuseum Harburg“ (AMH), über die neue Ausstellung „Margiana — Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ spricht, dann ist für seine Zuhörer seine Begeisterung und Freude zum Greifen nah. Das Objekt seiner Begeisterung nennt sich „BMAC“, was für „Bactria–Margiana Archaeological Complex“ steht und die 2018 10 31 amh1Bezeichnung für eine bronzezeitliche Hochkultur ist. BMAC – das klingt, wie Weiss sagt, selbst für Archäologen recht unsexy. Grund für die holprige Bezeichnung ist, dass die Menschen von Gonur Depe, wie das Königreich genannt wird, keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterließen – also schlicht niemand weiß, wie sie sich selbst nannten.

    Die Ausstellung, die ab Freitag, 2. November 2018 zu sehen ist, ist aus zwei Gründen eine Sensation. Zum einen wurde die Hochkultur im Osten Turkmenistans erst vor rund 40 Jahren entdeckt. „ Die gezeigten Objekte, die weltweit bewundert werden, sind von außerordentlicher Güte und handwerklicher Meisterschaft“, strahlt Weiss. Und tatsächlich: Zu sehen sind fein und detailreich gearbeitet Schmuckstücke, meisterlich gefertigte Keramiken, Kultgegenstände , Herrschaftssymbole und einiges mehr.

    „Die Hochkultur von Gonur Depe ist absolut gleichwertig mit Mesopotamien und Ägypten“, so Weiss. Während einer Zeit, in der unsere Vorfahren in Europa gerade aus ihren 2018 10 31 amh2steinzeitlichen Höhlen kamen oder entdeckten, dass ein Loch im Dach der Grashütte gegen den Rauch im Inneren hilft, waren hier, vor gut 5.000 Jahren, Meisterhandwerker am Werk. Sogar ein System von Wasserleitungen gab es. Es mag dem ein oder anderen nicht schmecken – aber die Wiege der Zivilisation lag nicht in Bochum-Wattenscheid.

    Zum anderen ist es das erste Mal, dass eine ganze Ausstellung über die Hochkultur außerhalb Turkmenistans gezeigt wird. „Wir präsentieren eine Kultur, die in Europa praktisch 2018 10 31 amh3unbekannt ist“, erklärt Rauner-Maria Weiss. Um das zu erreichen sind er und sein Team seit 2006 mehrfach nach Turkmenistan gereist um zu verhandeln. Auch der Louvre in Paris oder das Metropolitan Museum of Art in New York waren interessiert – den Zuschlag aber bekam das AMH in Harburg.

    Komplett wird die Ausstellung durch Fotografien der renommierten Fotografin Herlinde Koelbl, die durch ihre Fotostudie „Spuren der Macht“ bekannt wurde. Sie bereiste Anfang des Jahres Turkmenistan und konnte dort faszinierende Fotoaufnahmen eines Landes und seiner Bewohner, eindrucksvoller Naturlandschaften sowie archäologischer und historischer Denkmäler, die es in dieser Form bisher nicht gab, schießen.

    Das AMH wäre nicht das AMH, wenn es zur Ausstellung nicht auch ein umfangreiches Begleitprogramm aus Vorträgen, Sonderführungen und Aktionen für Kinder gäbe. Die Ausstellung ist bis zum 17. Februar 2018 zu sehen.

  • Harburg/Fischbek/Klecken/Hollenstedt/Todtglüsingen. Mit dem 17. Band der neuen Folge der Zeitschrift „Hammaburg“ schließt das Archäologische Museum in Harburg an eine mehr als 70-jährige Forschungstradition an, die seit 1948 die Publikation archäologischer Ausgrabungsergebnisse aus Hamburg und den angrenzenden Regionen zum Ziel hat. Der neue Band enthält aktuelle Forschungsergebnisse, die von der ausgehenden Altsteinzeit bis in die Neuzeit reichen. Die spannenden Berichte sind jeweils auf vielfältige Art und Weise mit den archäologischen und historischen Forschungen des Museums verbunden.

    Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit einem bronzezeitlichen Langhügel in der Fischbeker Heide, der seit 1976 Teil des sehr rege frequentierten Archäologischen Wanderpfades ist, einer Außenstelle des Archäologischen Museums. Ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des Museums gehört das bekannte und bedeutende Großsteingrab von Klecken, in dessen Nähe kaiserzeitliche und frühmittelalterliche Siedlungsbefunde dokumentiert werden konnten und nun in der aktuellen Ausgabe der „Hammaburg“ vorstellt werden.

    Experten des Museums haben außerdem im Jahr 2014 einen alten Wallschnitt des frühmittelalterlichen Burgwalls von Hollenstedt, einer weiteren Außenstelle des Museums, wieder geöffnet und erweitert. Ihr Ziel war es, endlich die lange umstrittene Datierung dieser für die Landesgeschichte enorm wichtigen Befestigungsanlage zu klären.

    Die Ergebnisse sind in der neuen Ausgabe nachzulesen. In einem anderen Bericht geht es um die Auswertung einer bauvorgreifenden Ausgrabung in der Hamburger Altstadt, die unmittelbar nördlich der namengebenden Hammaburg Befunde ab dem 9. Jahrhundert erfasste und zu einer Neubewertung des altbekannten „Bischofsturms“ führte, der meistbesuchten Außenstelle des Archäologischen Museums. Eine weitere Studie legt Befunde des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit aus einem Grabungsschnitt auf der einstigen Cremon-Insel im Herzen Hamburgs vor.

    Die meisten Beiträge haben eine Gemeinsamkeit: Sie alle fußen auf Ausgrabungen und Forschungen von Dr. Klaus Richter, der bereits seit seiner Schulzeit ab den späten 1950er-Jahren dem Museum und der hier ansässigen Abteilung Bodendenkmalpflege auf das engste verbunden ist. Unzählige Grabungen, Baustellen-Beobachtungen, Feldbegehungen, Fundmeldungen, Fachbeiträge, Vorträge sowie wertvolle Anregungen hat das Museum seither dem unermüdlichen Einsatz von Dr. Richter zu verdanken.

    So war er etwa an den im vorliegenden Band vorgestellten Grabungen in der Fischbeker Heide, in Klecken und Todtglüsingen aktiv beteiligt. Am 9. Juli 2017 feierte Klaus Richter seinen 75. Geburtstag und das Museum hat ihm die aktuelle Ausgabe der „Hammaburg“ gewidmet.

     Die „Hammaburg“ (275 Seiten mit zahlreichen Fotos und Illustrationen) ist ab sofort zum Preis von 39,90 Euro an den Kassen des Museums erhältlich sowie online über den Museumsshop unter http://shop.amh.de/produkt/hammaburg-nf-17-vor-und-fruehgeschichte-aus-dem-niederelbischen-raum-2017/ .

    Informationen:

    ISBN 978-931429-32-4, Herausgeber: Rainer-Maria Weiss

  • Harburg. An jedem Sonntag im Monat März in der Zeit von 14 bis 17 Uhr gibt es in den Harburger Räumen am Museumsplatz 2 und am Harburger Rathausplatz 5 des Archäologischen Museums Hamburg spannende Mitmachaktionen für Kinder von 8 bis 14 Jahren. Es geht los am 5. März mit der Eiszeit-Werkstatt „Eiszeitschmuck“. Die Sonntagskinder besuchen die Sonderausstellung „EisZeiten“ und erforschen, wie die Menschen der Eiszeit sich geschmückt haben. Federn, Muscheln, Knochen, Bast und Leder gab es in der Eiszeit reichlich. Aus diesen Materialien fertigen die Sonntagskinder Ketten, Arm-, Fuß- oder Kopfbänder an.

    Am 12. März heßt das Motto "Bau mit!" Die Sonntagskinder gehen gemeinsam auf eine Reise in die Vergangenheit und entdecken archäologische Fundstücke aus der Zeit der Mammutjäger, der alten Römer und aus dem Mittelalter. Nach der Zeitreise warten viele bunte Lego-Steine darauf, sich in ein Mammut, eine Ritterburg oder ein Wikingerschiff zu verwandeln.

    "Bauernbrot nach Steinzeitart" heißt es am 19. März. In der Steinzeitbäckerei werden die Sonntagskinder auf echten Mahlsteinen das Mehl für die Steinzeitbrötchen mahlen und diese dann in einem Ofen backen. Jedes Kind kann sein Brötchen probieren oder mit nach Hause nehmen.

    Bei den alten Römern zu Gast sind die Sonntagskinder am 26. März. Die Fragen lauten dabei "Wie lebten die Römer vor 2000 Jahren? Und wie haben die Kinder damals ihre Freizeit verbracht?" Mit Spielen natürlich! Jeder kann ein eigenes Spiel anfertigen und sein Glück im Spiel versuchen.

    Informationen: Anmeldung erforderlich unter Telefon 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10-17 Uhr). Eintritt: 3 Euro pro Kind, Ort: Museumsplatz 2 und Harburger Rathausplatz 5.

  • Harburg. Die Stiftung Buchkunst kürt jedes Jahr die schönsten und innovativsten Bücher. In dem Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher“wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren aus rund 730 eingesandten Titeln die 25 schönsten. Die Prämierten sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption sowie Verarbeitung und sie zeigen wichtige Trends und Strömungen des Buchmarkts auf. Das Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum gehört mit seiner Publikation „Der Harburger Binnenhafen“ dazu.

    Das Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum und das Bezirksamt Harburg haben in der Publikation „Der Harburger Binnenhafen“ mehr als 30 Stationen zusammengestellt, die mittels anschaulicher und informativer Kurzportraits einen spannenden Blick auf 500 Jahre Harburger Hafengeschichte ermöglichen. Der kleine Begleiter auf dem Rundgang durch das Hafengebiet ist kompakt und lässt sich bequem in die Tasche stecken. Er erzählt die einzigartige Geschichte des Harburger Hafens und bietet die Möglichkeit, einen spannenden Gang durch einen fast „vergessenen Stadtteil“ zu unternehmen. Das Buch, das im Herbst 2016 erschienen ist, war nach kurzer Zeit an den Verkaufsstellen schon vergriffen und musste noch einmal in einer weiteren Auflage produziert werden.

    Für den Erfolg zeichnen gleich mehrere Akteure verantwortlich: Die beiden Herausgeber und Mitarbeiter des Stadtmuseums Harburg/Helms-Museum, Dr. Michael Merkel und Kay-Peter Suchowa, sowie die Gestalter des Buches, Lynn Grevenitz und Henning Tietz (Kulturkonsulat GbR, Hamburg). „Die Schriftmischung hat großen Anteil an der passenden Hafenatmosphäre. Als Auszeichnungschrift sind schmale, untersetzte Versalien in gleichbleibender Strichstärke gewählt. Das passt so schön, weil im Zeilenbild die tiefliegenden Querstriche einen Horizont markieren, über den sich die oblongen Schäfte der Lettern wie Masten erheben“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

    Eine weitere Jury wählt aus den prämierten 25 schönsten Büchern nochmals einen einzigen Titel, der den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst“ erhält. Dieser wird im Herbst auf einer großen Preisverleihung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Im Anschluss werden die prämierten Titel in Bibliotheken und auf Buchmessen im In- und Ausland sowie im Buchhandel präsentiert.

    Hintergrund-Informationen zum Buch Der Harburger Binnenhafen - Ein Spiegel Harburger Stadtgeschichte:

    Der Harburger Hafen war Jahrhunderte lang der Impulsgeber und Motor für die Entwicklung der Region. Aktuell steht dem Harburger Binnenhafen ein erneuter tiefgreifender Strukturwandel bevor, in dessen Folge sein Gesicht wieder grundlegend verändert wird. Höchste Zeit also, dass das Gebiet im Fokus der Harburger Geschichtsforschung steht und einen ganz besonderen Stellenwert bekommt. In der vorliegenden reich bebilderten Publikation haben die Autoren wichtige, neue Quellen erschlossen und bisher unveröffentlichtes Bild- und Kartenmaterial zugänglich gemacht. Kompakt und im handlichen Format wird die Entwicklung des Harburger Hafens von den Anfängen bis heute zu einer spannenden Zeitreise. Das Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele engagierte Kulturfreunde Harburgs mitgewirkt haben und es ergänzt die schon 2015 erschienene gleichnamige Smartphone-App aufs Beste. Die App kann kostenlos im Store mit dem Stichwort „Binnenhafen“ heruntergeladen werden. Das Buch (ISBN: 978-3-931429-29-4) ist für 5 Euro im Museumsshop des Stadtmuseums Harburg/Helms-Museum erhältlich.

  • Harburg. Ab Herbst macht das Archäologische Museum Hamburg/ Stadtmuseum Harburg ausgewählte Objekte seiner Sammlung auf einer digitalen Plattform öffentlich zugänglich. Zunächst werden Highlights aus der fotografischen Sammlung des Stadtmuseums Harburg veröffentlicht, später werden Objekte aus anderen Sammlungsbereichen folgen. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert, so dass die Zahl der online verfügbaren Objekte ständig anwächst. Unterstützt wird das Museum dabei von den Elbe-Werkstätten.

    Der Aufbau webbasierter Datenbanken hat in den vergangenen Jahren auch im musealen Bereich großes Interesse gefunden. Die Gesellschaft vernetzt sich immer stärker, und gerade historische Inhalte sollen zunehmend online erschlossen und vermittelt werden. Besonders fotografische Bestände bieten künftigen Generationen einen wichtigen Zugang, damit sie ihre Fragen an unsere heutige Gegenwart und Vergangenheit verlässlich und im Kontext mit der schriftlichen Überlieferung beantworten können. Dazu ist es notwendig, das fotografische Kulturerbe digital zu erfassen – und das nicht nur, um die empfindlichen Fotografien dauerhaft zu schützen und zu bewahren, sondern auch, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Sammelnde Institutionen wie das Archäologische Museum Hamburg/Stadtmuseum Harburg stehen damit vor einer gewaltigen Herausforderung. Das Museum nimmt diese Herausforderung mit Hilfe der Elbe-Werkstätten an: Zurzeit erfolgt eine schrittweise Digitalisierung des gesamten musealen Fotoarchivs. Seit Beginn des Jahres unterstützt eine fünf-köpfige Außenarbeitsgruppe der Elbe-Werkstätten das Museumsteam bei seiner Arbeit. Bereits seit Oktober vergangenen Jahres konnten in einer ersten Projektphase 120.000 Originalaufnahmen professionell gescannt und in einer Datenbank erfasst werden.

    Wir möchten unsere Sammlung digital erschließen, um sie Forschern und Interessierten aus aller Welt zur Verfügung zu stellen“, so Dr. Michael Merkel, Sammlungsleiter und Projektkoordinator im Museum. „Wir freuen uns besonders, dass wir für dieses Pilotprojekt mit den Elbe-Werkstätten einen kompetenten Partner gefunden haben.“ Das Archäologische Museum Hamburg/Stadtmuseum Harburg ist damit das erste Hamburger Museum, das eine solche Kooperation eingegangen ist.

    Teilhabe am Arbeitsleben bedeutet gesellschaftliche Teilhabe“, sagt Jens Rabe, Betriebsleiter der Elbe-Werkstätten (Betrieb Elbe ReTörn für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen). „Die Außenarbeitsgruppe im Archäologische Museum Hamburg/Stadtmuseum Harburg bietet dies den Beschäftigten in vielfältiger Weise. Wir freuen uns über diese tolle Kooperation.“

    Die Datenbank und das künftige Onlineportal entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Verbundzentrale des „Gemeinsamen Bibliotheksverbundes in Göttingen“ (VZG), die darüber hinaus zusätzliche Kapazitäten zur Sicherung der wertvollen Bilddaten bereitstellt.

    Der Bildbestand des Archäologischen Museums Hamburg/Stadtmuseum Harburg stellt einen wesentlichen Teil der fotografischen Überlieferung Harburgs dar, mit dessen Hilfe sich der Wandel des Stadtbildes von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute nachvollziehen lässt. Mit der Digitalisierung dieser Bestände wird ein systematischer Überblick über 150 Jahre Urbanisierung zur Verfügung gestellt und ein bedeutender Quellenbestand für die Stadt- und Regionalforschung sowie die Architekturgeschichte erschlossen. Durch Querverweise und Rückkoppelungen der Objekte untereinander soll in Zukunft ein dichtes Netz an Informationen entstehen, das auch für schulische und private Recherchen genutzt werden kann.

    Die Digitalisierung der Sammlungsbestände soll nicht zuletzt auch dazu beitragen, mehr Menschen für das Museum zu begeistern. Doch dass eine digitale Kopie kein Original ersetzen kann, ist derzeit in der aktuellen Sonderausstellung zu sehen: Die Ausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ lockt noch bis zum 2. September zahlreiche Besucher in das Museum.

    Das Projekt wird unterstützt mit Mitteln aus dem IT-Globalfonds der Behörde für Kultur der Freien und Hansestadt Hamburg.

    Informationen Elbe-Werkstätten: An mehr als 50 Standorten im gesamten Hamburger Raum - darunter rund 30 Außenarbeitsgruppen in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes und auf rund 200 Einzelarbeitsplätzen direkt vor Ort in regionalen Unternehmen - bietet die Elbe-Werkstätten GmbH Menschen mit Behinderung Leistungen zu beruflicher Bildung und Arbeit, individuelle Unterstützung und pflegerische Hilfe. Mit derzeit rund 3100 behinderten Beschäftigten sind die Elbe-Werkstätten die größte Werkstatt für Menschen mit Behinderung im gesamten Bundesgebiet.

    Der Berufsbildungsbereich der Elbe-Werkstätten bietet Menschen mit Behinderung passgenaue berufliche Qualifizierungsplätze innerhalb und außerhalb der Werkstatt, fachliche Begleitung und pädagogische Unterstützung. Ziel ist die Qualifizierung und Eingliederung in den beruflichen Alltag – auch im allgemeinen Arbeitsmarkt. Im Arbeitsbereich wird unter anderem in den Bereichen Verpackung und Konfektionierung, Elektro und Montage, Gastronomie und CAP-Markt, Papier und Digitalisierung, Gartenbau sowie Holz, Metall und Textil Dienstleistungen erbracht und produziert. Viele namhafte Unternehmen in der Metropolregion Hamburg gehören zu den Kunden der Elbe-Werkstätten GmbH.

    Weitere Informationen im Internet: www.elbe-werkstaetten.de

Neuste Artikel

Pastorin mit Leib und Seele: Sabine Krüger kommt nach Hollenstedt

Pastorin Sabine Krüger vor der Hollenstedter St. Andreaskirche. |  Foto: ein

Hollenstedt. Sabine Krüger ist die neue Pastorin der Hollenstedter St. Andreas-Kirchengemeinde. Die Seelsorge ist ihr wi...

Weiterlesen

Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig zeichnet Dieter Pintatis mit…

Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig (rechts) hat Dieter Pintatis die Ehrennadel der Gemeinde Neu Wulmstorf verliehen und überreicht die Urkunde zur Ehrung. | Foto: © Gemeinde Neu Wulmstorf

Neu Wulmstorf/Elstorf. Dieter Pintatis ist im Rahmen eines Gottesdienstes in der Elstorfer Nicolaikirche durch Bürgermei...

Weiterlesen

„A Walk in the Country“ mit Geige, Gitarre und Gesang und dem Duo…

Als Folk-Duo mitreißend, aber auch auf Solopfaden und mit anderen Besetzungen hochklassig: der kanadische Geiger Ian Mardon (links, bekannt als „schnellster Fiddler in Deutschland“, aber auch klassischer Geigensolist) und der US-amerikanische Gitarrist Dylan Vaughn, der als weltenbummelnder Gitarren- und Mandolinenspieler verschiedenste musikalische Einflüsse in sich aufsog. | Foto: © Mardon&Vaughn

Neu Wulmstorf/Neugraben. Ein wichtiger Bestandteil des „Irish Folk“ ist die so genannte „Fiddle Music“ – die allseits be...

Weiterlesen

Das Otterjunge Störtebeker vom Wildpark Schwarze Berge in Vahrend…

Fischotterjunge Störtebeker mit Kopfverband. | Foto: ein

Vahrendorf. Kaum im Wildpark Schwarze Berge in Vahrendorf angekommen, schon hat der Otterjunge Störtebeker mit seinem ve...

Weiterlesen

Inserate

Tanzen bringt Freude und verbindet

Tanzen verbindet – das ist das Motto von Evelyn Hörmann und Stefan Thimm, den Inhabern der Tanzschule Hädrich.

Inserat. Tanzen bringt nicht nur Freude am Leben sondern verbindet Menschen - das weiß die ADTV Club-Tanzschule Hädrich ...

Das Änderungsatelier für Harburgs Schützen

Ist die Joppe zu weit? Ein Knopf ist ab? Oder ein neues Abzeichen oder ein Orden muss dran? Kein Problem für das Änderungsatelier Göhlbachtal. | besser im blick - Deine Online-Zeitung mit Fotos, Pics, Events, Termine, Party, Pics, Artikeln, Berichten, Tipps, Gutscheinen für Harburg (Hamburg) Stadt und Land

Inserat. Ist die Joppe zu weit? Ein Knopf ist ab? Oder ein neues Abzeichen oder ein Orden muss dran? Kein Problem f...

Café Beerental – das Frühstücks- und Tortenparadies

Nicole Günther verwöhnt ihre Gäste im Café Beerental mit hausgemachten Torten, Kuchen, Keksen und Marmeladen.

Inserat. Im Beerental in Eißendorf liegt das gemütliche Café Beerental, das bekannt ist für seine leckeren Torten. Inhab...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysen, personalisierten Inhalte und Werbung zu. Detailierte Informationen darüber finden Sie in unserer Datenschutzerklärung:
Datenschutzerklärung