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Feiern

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  • Harburg. Integrationsprojekte statt Erstaufnahmen: Das Deutsche Rote Kreuz in Harburg hat seine Migrations- und Flüchtlingshilfe bereits seit einiger Zeit neu aufgestellt. Die Zeit der Flüchtlingsunterkünfte, die 2015 und 2016 unter großem Zeitdruck auf Bitten der Stadt eingerichtet wurden, ist mit der Schließung der letzten der zeitweilig sechs Erstaufnahmen nun beendet.

    Ende Mai zogen die letzten Bewohner aus der DRK-Flüchtlingsunterkunft in der Vogt-Kölln-Straße in Stellingen aus, nachdem zuvor bereits die Unterkünfte in Schnelsen, Wilhelmsburg und Harburg auf Beschluss der Stadt geschlossen worden waren. Mit einem Abschiedsfest bedankte sich das Rote Kreuz nun noch einmal bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und den Mitarbeitern des Standorts in unmittelbarer Nähe des Fachbereiches Informatik der Universität Hamburg.

    Dirk Zieciak, der die Einrichtung für das DRK von Januar 2016 an leitete: „Mit der Schließung der Erstaufnahme geht für uns eine aufregende, abenteuerliche, spannende und manchmal auch aufreibende Zeit zu Ende. Wir haben Höhen und Tiefen gemeinsam erfolgreich gemeistert.“ Zieciak bedankte sich vor rund 60 Gästen für die gute Zusammenarbeit beim DRK-Kreisverband Eimsbüttel, der die ehrenamtlichen Helfer betreute, bei Übersetzern und Ärzten der Einrichtung sowie weiteren Kooperationspartnern. Auch der Harburger DRK-Präsident Lothar Bergmann nahm an der Abschiedsfeier teil.

    Insgesamt lebten in den knapp zweieinhalb Jahren, in denen das DRK die Erstaufnahme in Stellingen betrieb, etwa 1.200 Menschen aus mehr als 15 Nationen in den vier Container-Komplexen der Unterkunft, die jetzt zurückgebaut wird. Im Januar 2016 wurde mit 488 Bewohnern ein Höchststand erreicht.

    Außer der Unterbringung der neu angekommenen Menschen gab es in der Unterkunft Angebote wie Sozialsprechstunden, medizinische Versorgung, eine Betreuung für Drei- bis Sechsjährige und Schulunterricht für ältere Kinder. Viele weitere Angebote, wie zum Beispiel Deutschkurse und Schwimmkurse, Ausflüge in die Umgebung, Kino- und Theaterbesuche wurden von ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt.

    Auch nach der Schließung der Erstaufnahmen bleibt das DRK in der Flüchtlings- und Migrationshilfe weiter aktiv. Immer häufiger werden dabei die Migranten selbst zu Handelnden, so etwa bei den Nachbarschaftsmüttern Neuwiedenthal, den Elternlotsen Neugraben, den Alltagsbegleitern für Neuzugezogene in Harburg oder dem Projekt „Aufsuchende Männer- und Väterarbeit“. Mit dem erst kürzlich eröffneten Willkommensbüro Süderelbe wurde eine Stelle zur Vernetzung bereits bestehender Angebote im Hamburger Süden geschaffen. Bereits seit Jahren etabliert ist die DRK-Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer, die Neu-Harburger auf Deutsch, Russisch, Englisch und Armenisch berät.

    Außerdem betreibt das DRK Harburg die Wohnunterkunft „Am Röhricht“ in Neugraben-Fischbek, eine von zwei nicht-städtischen Folgeunterkünften in Hamburg. Harald Krüger, Vorstand DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e.V., bedauert es, dass die Stadt Hamburg entgegen ihrer ursprünglichen Ankündigung auf die Hilfsorganisationen als Betreiber von Folgeunterkünften, in denen Menschen mit guter Bleibeperspektive untergebracht werden können, weitgehend verzichtet. „Es ist schade, dass das Engagement und die Erfahrung all derjenigen, die sich hier und in anderen Einrichtungen von Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz eingebracht haben, so nicht mehr zum Tragen kommt.

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