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Flüchtlinge

Flüchtlinge

  • Harburg. Über 1.000 Euro freute Christoph Birkel, Geschäftsführer der Open Arms gGmbH in Bostelbek, zur Unterstützung der Arbeit mit den Geflüchteten. Open Arms wurde von Birkel, der auch Geschäftsführer des hit-Technoparks ist, mit dem Ziel gegründet, die Integration geflüchteter Menschen zu fördern. „Wir möchten eine Willkommenskultur schaffen und verhindern, dass Geflüchtete und Asylbewerber stigmatisiert werden. Dafür möchten wir ihre Integration durch Schulungen und Sprachkurse erleichtern“, so Christoph Birkel.

    Mit dem Geld möchte Birkel Nähmaschinen für das Projekt „Wir nähen“ kaufen. Hier können Flüchtlinge, betreut von freiwilligen Helfern und unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“, nicht nur für sich selbst, sondern auch zum Verkauf, nähen. Auch Computer und Drucker sollen angeschafft werden, damit die Kinder ihre Hausaufgaben machen und die Erwachsenen Bewerbungen schreiben können. Von dem Engagement von Open Arms zeigten sich Bernd Meyer, Leiter des Kompetenzcenters für Bauträger und Immobilieninvestoren der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Joachim Bode vom Regionalforum Harburg der Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude beeindruckt. „Es ist schön zu wissen, dass die Spende hier vielen Menschen hilft“, so Meyer. „Die Arbeit von Open Arms ist ein wichtiger Bestandteil der Integration“, bekräftigt Bode.

    Die Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude wurde ins Leben gerufen, um den Stiftungsgedanken in der Region neu zu beleben. Neben dem von der Sparkasse Harburg-Buxtehude gestellten Grundstock von 300.000 Euro können potenzielle Stifter in der Region hier spenden oder stiften. „Viele möchten stiften, scheuen aber die Formalitäten und den Aufwand rund die Stiftungsgründung, das Genehmigungsverfahren und die spätere Verwaltung“, weiß Bernd Meyer zu berichten. Die Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude setzt hier an und stellt diesen Rahmen für potenzielle Stifter zur Verfügung.

    Drei Regionalforen haben die Aufgabe, dem Stiftungsrat und dem Stiftungsvorstand Anregungen für mögliche Spendenempfänger zu geben. Dafür sind die Regionalforen mit Menschen aus dem jeweiligen Gebiet besetzt, die sich dort gut auskennen – wie eben Joachim Bode als Vorsitzender des Eisenbahnbauvereins im Regionalforum Harburg. „Diese Aufgabe nehme ich mit viel Freude wahr“, so Bode zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Regionalforum.

  • Harburg. Danke sagen, ins Gespräch kommen und vor allem im Dialog bleiben - unter diesem Motto fand am Dienstagabend im Sitzungssaal des Harburger Rathauses die Veranstaltung „AN(GE)KOMMEN IN DEUTSCHLAND" statt. Organisiert hatte diesen Abend der Geflüchtete Muhamed Lakms. Er und sechs weitere syrische Geflüchtete erzählten vor rund 160 Besuchern ihre Ankommensgeschichten. Auch Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard war gekommen, um in einem Grußwort Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen.

    Bei den Berichten ging es um die unterschiedlichen Erfahrungen jedes einzelnen, um die Unterstützung, die sie erhielten, um Herausforderungen in diesem für sie neuen Land und um die Erfolge, die sie in den etwa drei Jahren, die sie hier leben, feiern konnten. Im Anschluss an die Vorträge tauschten sich Vortragende und Gäste über das Gehörte aus. Was die Unterschiede zwischen einem Bäcker in Syrien und einem in Deutschland seien, wollte jemand beispielsweise wissen. Oder was es für Probleme bei der Anerkennung syrischer Abschlüsse gäbe.

    Auch über die Frage einer möglichen Heimkehr wurde gesprochen. Zurück nach Syrien würden sie alle schon gerne – aber für wahrscheinlich halten sie es ob der Zustände dort nicht. Und trotzdem ist die Hoffnung da. In der Zwischenzeit wollen sie sich Wissen aneignen, um dies dann vielleicht doch eines Tages in ihrem Heimatland anwenden zu können. „Alles, was ihr in Syrien machen wolltet, das könnt ihr hier tun. Geht raus, lernt die Deutschen und die Gesellschaft kennen und lernt“ – so könnte man ihren Appell an ihre Landsleute zusammenfassen.

    „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht“, so Birgit Rajski, die Vorsitzende der Harburger Bezirksversammlung und vom Management der Open Arms gGmbH. „Die Vorträge waren beeindrucken, vor allem auch wenn man bedenkt, dass sie in Deutsch gehalten wurden und die sechs noch gar nicht so lange hier sind.“ Man wolle die Geflüchteten nicht als Objekte behandeln, sondern mit ihnen zusammenarbeiten. Dieser Abend wäre nur der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen gewesen.

    Für das leibliche Wohl war mit einem leckeren syrischen Buffet von Chickpeace bestens gesorgt. Ermöglicht wurde diese Veranstaltung auch durch die Kooperation mit den Lokalen Partnerschaften Harburg, dem Willkommensbüro/Ehrenamt des DRK-Harburg und der Open Arms gGmbH.

  • Neugraben-Fischbek. Vor wenigen Tagen war hier noch Betrieb, jetzt klingt nur das Echo der Schritte in der leeren Halle nach. Die letzten Bewohner der DRK-Erstaufnahme am Geutensweg in Neugraben-Fischbek, die das Harburger Rote Kreuz im September 2015 eröffnet hatte, sind ausgezogen. Am Freitag bedankte sich der DRK-Kreisverband bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit einer Feier in der Einrichtung.

    Von der Balustrade, auf der sich die Büroräume befanden, blickt man auf die jetzt leer stehenden so genannten „Compartments“. In den mit Leichtbauwänden abgetrennten Räumen haben jeweils bis zu 16 Menschen gewohnt und in Doppelstockbetten geschlafen.

    Knapp 500 Personen waren durchgängig in der Halle untergebracht, bis zu 250 Bewohner kamen zudem in den Containern unter, die auf dem früheren Parkplatz vor dem Eingang aufgestellt wurden. Vom ersten Tag an war Sascha Thon am Geutensweg mit dabei, zunächst als Stellvertreter der Leiterin Dieta Brandt, seit ihrem Wechsel Mitte Februar in die Erstaufnahme Neuland I in der Funktion des Leiters.

    Der 37-Jährige ist Islamwissenschaftler, kann sich auch auf Arabisch und Farsi verständigen. „Es ging für uns von Anfang an darum, den Flüchtlingen auf Augenhöhe zu begegnen. Der hier in der Einrichtung gegründete Bewohnerrat hatte Vorbildcharakter. Das hat auch die Politik wahrgenommen, so wurden wir zum Beispiel auch in den Deutschen Bundestag eingeladen“, blickt er zurück.

    Als die ersten Flüchtlinge am 22. September 2015 in die Halle kamen, hatte der Kreisverband nur wenige Stunden Zeit gehabt, um den ehemaligen Baumarkt vorzubereiten und auszustatten. Unterstützt wurden das DRK-Team dabei von Nachbarn und Ehrenamtlichen, die in der Bürgerinitiative „Willkommen in Süderelbe“ zusammengeschlossen waren. Innerhalb eines Tages hatten die Helferinnen und Helfer ein Kleiderlager aufgebaut.

    Gemäß der Pläne der Stadt Hamburg sind die Bewohner nun in andere Unterkünfte umgezogen. Für die meisten von ihnen war es kein weiter Weg: Sie leben jetzt direkt gegenüber in der Folgeunterkunft Am Aschenland und Am Röhricht. Die letzten 23 von ihnen haben Anfang der Woche gepackt und sind nun in Erstaufnahmen im Norden Hamburgs untergebracht.

  • Harburg. Dank großzügiger Spenden konnte das DRK Harburg ein lang ersehntes mobiles Fußballfeld für die Flüchtlingsarbeit anschaffen. Die Fläche kommt derzeit noch in der Erstaufnahmeunterkunft Neuland II zum Einsatz und erfreut sich vor allem bei den jungen Bewohnern großer Beliebtheit. Davon konnten sich Vertreter der Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude jetzt vor Ort überzeugen. Sie hatte die Anschaffung mit 1.500 Euro unterstützt. Weitere großzügige Spender waren Airbus Glückspfennig und die Berenberg Kids Stiftung.

    „Die Bewohner der Unterkunft und das DRK-Team in der Einrichtung sind sehr glücklich über das Fußballfeld. Es wird von den Kindern und Jugendlichen besonders eifrig genutzt“, erklärt Theresa Markschies, Bereichsleiterin Soziale Dienste beim DRK Harburg, dem Betreiber der Einrichtung. Das Harburger Rote Kreuz betreibt derzeit sechs Erstaufnahmen sowie eine Folgeunterunterkunft. Die Unterkunft Neuland II in Harburg wird laut Beschluss des Hamburger Senats Ende Februar geschlossen.

    Mit der Schließung der Erstaufnahme wird das gespendete mobile Fußballfeld jedoch keinesfalls überflüssig: Es zieht in eine andere DRK-Erstaufnahme um. „Wir sind sehr froh, dass wir uns für eine mobile Lösung entschieden haben“, so Bereichsleiterin Theresa Markschies. „Den Spendern sind wir sehr dankbar. Mit ihrer Unterstützung können wir geflüchteten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu sportlicher Aktivität im Freien bieten. Dies bedeutet eine wichtige Entlastung für die Familien, die sich in einer äußerst nervenaufreibenden Situation befinden.“

    Kinder und Jugendliche der gegenüber gelegenen DRK-Unterkunft Neuland I nutzten das unter einem schützenden Dach auf dem Vorplatz des ehemaligen Großmarktes aufgebaute Fußballfeld ebenfalls häufig, um dort zu kicken. Die DRK-Sozialarbeiter Inga Behrens und Jan Gefe berichten von den vielen positiven Effekten: „Die Kinder und Jugendlichen toben sich nicht nur aus, sie lernen dabei auch etwas über Fairplay. Der Sport verbindet alle, unabhängig vom jeweiligen Herkunftsland.“

    Bernd Meyer und Joachim Bode aus dem Regionalbeirat der Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude zeigten sich beim Besuch vor Ort beeindruckt und begeistert. „Wir freuen uns, mit unserer Spende dazu beitragen zu können, dass Kinder und Jugendliche beim Fußballspielen ein Stück Normalität erleben“, erklärten die Spender. „Gut zu wissen, dass das mobile Fußballfeld auch weiterhin in der Flüchtlingshilfe des DRK Harburg zum Einsatz kommen wird.“

  • Harburg. Seit drei Jahren liegt die „Transit“ nun im Harburger Binnenhafen. Die schwimmende Unterkunft für Geflüchtete hat zu Anfang für viel Wirbel gesorgt – nun ist es etwas ruhiger geworden. Zeit, ein Resümee zu ziehen.

    Dafür lädt die KulturWerkstatt Harburg am Sonntag, 25. März 2018, zum nunmehr dritten Hafenfrühstück um 11 Uhr in die Fischhalle (Kanalplatz 16) ein. Viel ist geschehen seit dem ersten Hafenfrühstück im Herbst 2014, der Geburtsstunde der „Flüchtlingshilfe Binnenhafen“. Die Zahl der Geflüchteten sinkt und 2019 wird die Transit weg sein. Die Krise ist, so die Veranstalter, gemeistert. Aber: „Heißt das: Zurück aufs Sofa?“

    Bei der Podiumsdiskussion geht es einerseits um konkretes wie den Stand der Akzeptanz der Integration oder ab wann Flüchtlinge keine Flüchtlinge mehr seien. Aber auch um die Auswirkungen des bürgerlichen Engagements in den Flüchtlingsinitiativen auf die Gesellschaft. Ist die Gesellschaft ein Stück weniger kalt geworden, ist der Trend etwas weg von der Individualisierung gegangen? Hat sich freiwilliges Engagement verändert? Was bleibt denn, wenn die Flüchtlinge „weg“ sind – kann ein Teil des Gemeinwohl-Engagements weitergetragen werden? Wie und wohin? Was kann da für Harburg draus werden und was braucht es dazu? Oder hat der Staat das bürgerliche Engagement zu Tode reguliert?

    Auf dem Podium sitzen Birte Kling (Freiwilligennetzwerk Harburg e.V.), Beate Schmid-Janssen (fördern & wohnen, Bereichsleitung Harburg), Sören Schumacher (SPD-Bürgerschaftsabgeordneter aus dem Wahlkreis, Innen- und Europaausschuss), Jörn Schwarz (Leiter Wasserschutzpolizei im Binnenhafen), Jörg Penner (Baudezernent Bezirksamt Harburg) und Andrea Zwengel (Koordination „Flüchtlingshilfe Binnenhafen“). Die Moderation übernimmt Gorch von Blomberg von der KulturWerkstatt Harburg e.V.
    Für Kaffee, Tee und Brötchen ist gesorgt.

  • (Harburg-Neuland) Warme Kleidung für den Winter, aber auch Bücher, Malsachen und Knete für die Kinder: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Eurofins haben erneut gesammelt und unterstützen so die Flüchtlingsarbeit des Harburger Roten Kreuzesin der Erstaufnahme Neuland II. Einige von ihnen kommen außerdem zum weihnachtlichen Basteln in die Einrichtung.

    Bereits im August hatten die Eurofins-Mitarbeiter eine erste Sammelaktion gestartet und mehrere Kartons mit Kleidung und Spielzeug an die DRK-Kleiderkammer übergeben. Das Unternehmen liegt nur wenige Hundert Meter von der Erstaufnahme für Geflüchtete in der ehemaligen Fegrohalle in Neuland entfernt. Für die Unternehmensleitung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt es daher auch im wörtlichen Sinne nahe, sich für die aus ihren Heimatländern geflüchteten Bewohner der Einrichtung zu engagieren. „Durch die erneute Sammelaktion möchten wir unseren Nachbarn in der Erstaufnahme konkrete Unterstützung geben. Wir werden darüber hinaus mit einigen Eurofins-Mitarbeitern die Flüchtlingseinrichtung besuchen, um mit den Kindern Weihnachtsschmuck zu basteln und den Flüchtlingen unsere deutsche Weihnachtstradition ein wenig näher zu bringen", sagte Kim Jungnickel, Head of Human Resources bei Eurofins, bei der Übergabe der Spende an den Leiter der DRK-Einrichtung, Harald Krebs.

    Eurofins hatte sich im Sommer an den DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e.V. gewandt, der die Erstaufnahme Neuland II betreibt. Bei einer einmaligen Spendenaktion ließ man es nicht bewenden, sondern sammelte nun erneut. Auch Unterwäsche, die aus hygienischen Gründen nur als Neuware entgegen genommen werden kann, wurde übergeben. „Wir können diese Spende sehr gut gebrauchen. Viele Geflüchtete benötigen jetzt warme Kleidung, Mützen und Schals. Besonders kleine Herrengrößen und Kindersachen sind häufig Mangelware. Auch über die gespendeten Winterschuhe freuen wir uns sehr", so Harald Krebs. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Eurofins für ihren persönlichen Einsatz." In der Erstaufnahme Neuland II leben derzeit rund 470 Menschen, davon 135 unter 16-Jährige.

    Eurofins ist ein internationales Unternehmen, das im Life-Science-Umfeld Analyse- und Beratungsdienstleistungen anbietet. Am Standort Hamburg-Harburg arbeiten rund 1200 Mitarbeiter.

    Weitere Spenden von Unternehmen oder auch Privatpersonen sind herzlich willkommen. Ansprechpartnerin für Spenden beim Harburger DRK ist Dr. Dirka Grießhaber, Tel. 040 / 76 60 92 66, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wer gebrauchte Kleidung, Baby- und Kinderausstattung, Spielzeug, Kinderwagen oder Ähnliches spenden möchte, spricht den Bedarf bitte vorher mit der DRK-Koordinatorin Susann Henkel ab. Sie ist unter Tel. 0163 / 80 87 436 zu erreichen.

  • Wilhelmsburg. Für die Asylsuchenden war es ein Zuhause auf Zeit, für die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Harburger Roten Kreuzes eine Wirkungsstätte mit besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten: Am 1. November 2014 eröffnete das DRK Harburg als erste Hilfsorganisation in Hamburg auf Bitten des Senats in Wilhelmsburg eine Erstaufnahme für Flüchtlinge. Zwei Jahre und neun Monate später wird die Einrichtung im Gebäude einer ehemaligen Schule im Karl-Arnold-Ring gemäß dem Beschluss der Stadt geschlossen.

    „Hilfe für Flüchtlinge ist eine der wichtigsten Aufgaben des Roten Kreuzes“, so DRK-Vorstand Harald Krüger. „Deshalb war es für uns selbstverständlich, geflüchteten Menschen von Anfang an so viel Hilfe wie möglich anzubieten.“ Das DRK Harburg hatte im Herbst 2014 schnell reagiert, als die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in kurzer Zeit stark anstieg. 285 Menschen wurden in der ehemaligen Schule in Wilhelmsburg untergebracht. Als die Einrichtung voll belegt war, lebten in jedem der 19 einstigen Klassenräume 15 Flüchtlinge. Zusätzlich gab es auf dem Schulhof zeitweise drei Zelte, die jeweils mit 20 Personen belegt waren.

    Ulrich Bachmeier, der als Einrichtungsleiter am Karl-Arnold-Ring von Beginn an dabei war, erinnert sich an die Situation im Sommer 2015: „Kurzfristig haben wir noch in zwei anderen Schulen weitere 400 Menschen vorübergehend aufgenommen – 100 in der Sporthalle und der Pausenhalle der benachbarten Schule Burgweide, 300 in der Sporthalle des Helmut-Schmidt-Gymnasiums.“ Theresa Markschies, DRK-Bereichsleiterin Soziale Dienste, ergänzt: „Die Umstände waren außergewöhnlich. Dass wir die Menschen trotzdem bestmöglich versorgen konnten, verdanken wir dem großen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der ehrenamtlichen Helfer, die uns großartig unterstützt haben.“

    Dank dieses Einsatzes wurden die Flüchtlinge nicht nur mit dem Nötigsten versorgt, etwa in der Kleiderkammer. In Wilhelmsburg wie auch in den fünf weiteren, vom DRK Harburg in der Folgezeit eröffneten Erstaufnahmen wurden bald umfangreiche Hilfsangebote etabliert: Sozialberatung, medizinische Sprechstunden, Trauma-Sprechstunden, Mütterberatung, kostenlose Deutschkurse, Freizeitangebote, die Vorbereitung und Begleitung von Behördengängen. Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt werden auch weiterhin in zahlreichen Einrichtungen in „Halboffenen Betreuungen“ vom DRK Harburg betreut. Seit Dezember 2016 betreibt das DRK mit der Einrichtung „Am Röhricht“ in Neugraben zudem eine Folgeunterkunft für Geflüchtete mit Bleibeperspektive.

    Offizieller Termin für die Schließung der Unterkunft im Karl-Arnold-Ring ist der 31. Juli. Die letzten Bewohner sind bereits in den vergangenen Tagen in andere Einrichtungen umgezogen. Die noch verbliebenen DRK-Mitarbeiter wenden sich nun neuen Aufgaben zu. Als „letzten Akt“ freut sich Einrichtungsleiter Ulrich Bachmeier auf ein kleines Abschiedsfest mit dem Team und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Wir waren hier ein Stück weit Pioniere und haben oft improvisieren müssen, während wir versucht haben, den Menschen - so gut es ging - zu helfen“, so Bachmeier. Sein persönliches Fazit: „Für mich war es eine überaus spannende Zeit, die beste meines bisherigen Berufslebens. Und ich glaube, wir sind unserer Verantwortung gegenüber den Geflüchteten wie auch gegenüber der Stadt und den Behörden gerecht geworden.“

  • (Harburg) Auch in diesem Jahr sucht Open Arms Spender für Weihnachtsgeschenke, die an die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft Am Radeland gehen. Wer Pate für eines der Geschenke werden möchte, der kann bei Open Arms schauen, für welches Alter und ob Mädchen oder Junge noch ein Geschenk gesucht wird.

    Dann einfach einen Schuhkarton mit kleinen Geschenken befüllen und in Weihnachtspapier verpacken. Open Arms bitte darum, nichts Essbares und keine gebrauchte Kleidung oder gebrauchte Kuscheltiere zu verschenken. Und ein kleiner persönlicher Gruß wäre schön.

    Genaue Informationen, eine aktuelle Übersicht, für wen noch Geschenke gesucht werden und Kontaktmöglichkeiten sind hier auf der Website von Open Armszu finden

  • Neugraben-Fischbek. Sich kennenlernen, gemeinsam feiern und bei warmer Frühlingssonne einen Nachmittag miteinander verbringen: Beim ersten Fest für Bewohner und Nachbarn der Flüchtlings-Folgeunterkünfte in Neugraben-Fischbek gab es neugierige Gesichter auf beiden Seiten, fröhlich hüpfende Kinder und Tanzeinlagen zu afro-arabischer Popmusik.

    Neugierig schlenderten den Nachmittag über mehrere Hundert Menschen die neu angelegten Wege um die bunten Holzhäuser entlang, hielten einen ersten Schnack oder stellten sich in die Schlange vor dem Kuchenbuffet, das ehrenamtliche Helfer aufgebaut hatten. Auch die Kinder-Hüpfburg in Form eines DRK-Krankenwagens war stark umlagert. Aus den Musikboxen klangen afro-arabische Elektrobeats, außerdem wurde live gesungen und musiziert.

    Organisiert hatte das Fest die Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungs¬gesellschaft (steg) im Auftrag des Bezirksamtes. Und beide Folgeunterkünfte in Neugraben-Fischbek waren dabei: Zum einen die Einrichtung Am Aschenland I – Träger ist fördern und wohnen – sowie die auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Unterkunft Am Röhricht, die der DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e. V.seit Ende Dezember mit knapp 700 Plätzen betreibt.

    Begrüßt wurden die Gäste zu Beginn von Frauke Rinsch von der steg, Beate Schmid-Janssen von fördern und wohnen und DRK-Einrichtungsleiter Dr. Michael Wedler. Mit Saeed Farid sprach auch einer der Flüchtlinge aus Afghanistan ein Grußwort in deutscher Sprache. Ebenfalls vor Ort: Vertreter der ehrenamtlichen Initiative „Willkommen in Süderelbe“ sowie die Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Dr. Melanie Leonhard, die sich unter die Gäste mischte und mit verschiedenen Besuchern austauschte.

    Für DRK-Einrichtungsleiter Dr. Michael Wedler war das Nachbarschaftsfest ein „Tag der Begegnung“: „Auf dem Gelände wohnen inzwischen knapp 1.000 Menschen, die einen selbstbestimmten Alltag leben, aber weiterhin Unterstützung brauchen. Die Themen für uns hier sind Schule, Kinderbetreuung, Ausbildung, Spracherwerb oder Wohnungssuche. Deshalb ist es elementar wichtig, dass Kontakte untereinander und in das Quartier hinein entstehen.“

    Nach den ersten 100 Tagen in der Folgeunterkunft sieht Michael Wedler eine positive Entwicklung: „Es ist ein Wachsen und Werden.“ Passend dazu steht als nächstes ein Gartenprojekt auf dem Plan. „Gemeinsam mit Helfern und Initiativen aus dem Stadtteil wollen wir das Gelände hinter den Häusern gestalten, bepflanzen, Parzellen abstecken und einen Grillplatz aufbauen.“ Wer dabei unterstützen will, kann sich bei DRK-Ehrenamtskoordinatorin Melanie Kade melden, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!oder Tel. 040/ 766092-64.

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