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Kirche

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  • Die Heizung in der Fischbeker Cornelius-Kirche funktioniert wieder

    Fischbek. Aufatmen in der Fischbeker Cornelius-Gemeinde: Die Fußboden-Heizung, die - wie bib mehrfach berichtet hatte - im Dezember für einige Wochen ausgefallen war, funktioniert endlich wieder. Viele Fischbeker hatten das Malheur mit der Heizungspanne ausgerechnet so kurz vor und dann auch über Weihnachten mitbekommen. Aber nun ist sie wieder repariert. Nachdem die Fischbeker in den vergangenen Wochen die Gottesdienste im Gemeindehaus feierten, freuen sich die Pastoren und Gottesdienst-Besucher nun darauf, am Sonntag wieder in die schöne Kirche einkehren zu können. Pastor Gerhard Janke: "Eventuell wird sie noch nicht ganz ihre gewünschte Zieltemperatur haben, aber sie wird warm genug sein."

    Die Fußbodenheizung in der Cornelius-Kirche hatte plötzlich ein Leck mit einem großen Wasserverlust. Obwohl die Kirche erst gut 50 Jahre alt ist, gibt es keine detaillierten Bauzeichnungen mehr. Der Verlauf und die Lage der vielen Rohrleitungen ist daher nicht bekannt. Das machte die Leckortung sehr schwer. Aber am vergangenen Montag wurde es endlich gefunden - und es war auch gut reparierbar. Pastor Gerhard Janke: "Wir sind sehr erleichtert, dass wir nicht den Fußboden öffnen mussten. Bis auf das defekte Teilstück, das nun ausgetauscht wurde, machen alle anderen Rohre, die wir gesehen haben, noch einen soliden Eindruck, sodass wir hoffen, dass dieses Leck der Einzelfall einer nicht ganz perfekten Schweißnaht war."

  • Die Spendenkirche zur Sanierung der Hittfelder Furtwängler-Orgel zieht weiter

    Hittfeld. Die Spendenkirche zieht weiter in Hittfeld: Für die notwendige Sanierung der Furtwängler-Orgel in der Hittfelder Mauritiuskirche werden Spenden benötigt. Denn: Die Orgelpfeifen sind von Schimmel befallen und müssen dringend gereinigt und saniert werden, damit die Orgel auch weiterhin klingt. Mit einer Plexiglas-Kirche wirbt Kirchenvorsteherin Gisela Helms um Spenden. Nachdem die Spendenkirche in der Mauritiuskirche stand, warb sie in der Bäckerei Engel um Unterstützung. Mit Erfolg: „Gut einhundert Euro sind in der Bäckerei Engel zusammengekommen. Wir danken allen Menschen aus Hittfeld und Umgebung, die beim Brötchenkauf noch etwas für die Orgelsanierung gespendet haben“, sagt Kirchenvorsteherin Gisela Helms.

    Nun steht die Spendenkirche mit Flyern in der Buchhandlung Seevetal in der Kirchstraße 22 in Hittfeld. Wer die Sanierung der Orgel unterstützen möchte, kann dort gern einen Beitrag zum Erhalt der Furtwängler-Orgel in die Spendenkirche werfen. Weitere Informationen zur Spendenkirche, zur Orgel-Sanierung und den geplanten Emporen-Konzerten gibt Gisela Helms, Telefon 01 72-410 80 98 oder per mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Erfolgreich – macht Erfolg reich? Bistro Lifestyle öffnet wieder in Brackel

    Brackel. „Erfolgreich – macht Erfolg reich?“ So lautet das Thema von Bistro Lifestyle in Brackel. Partnerland ist jetzt Russland. Am Freitag, 23. Februar, ist es wieder soweit. Das „Bistro Lifestyle“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft Brackel (LKG) und der ihr angeschlossenen Jugendarbeit „Entschieden für Christus“ (EC) öffnet in der Büntestraße 23 seine Tore. Die angebotenen Veranstaltungen stehen unter dem Motto: Essen & mehr.

    Der Charme von Bistro Lifestyle liegt im gemütlichen Miteinander, in den Gesprächen an den Tischen, im guten Essen sowie in den Themen, die aus dem Alltag der Menschen sind“, sagt Wilfried Wiegel, Leiter der LKG Brackel und begeisterter „Bistro-Lifestyler“. Hauptanliegen ist es, zu zeigen, dass der christliche Glaube keine verstaubte Botschaft aus der Vergangenheit, sondern für das Leben in unserer Zeit sehr aktuell ist. Am Freitag werden in diesem Zusammenhang landestypische
    Speisen und Getränke sowie ein wegweisendes Wort aus der Bibel aufgetischt.

    Russland ist das Land, um das sich am Freitagabend im Brackeler Gemeinschaftshaus alles dreht. Bei der Wahl des Landes spielte die vor uns liegende Fußball-Weltmeisterschaft und die hoffentlich erfolgreiche Titelverteidigung durch das Team von Bundestrainer Joachim Löw eine entscheidende Rolle.

    Referent Christian Meyer aus Bispingen sagt zu dem Thema: „Die Frage ist, wie wir Erfolg definieren. Laura Dahlmeier ist eine erfolgreiche Olympiateilnehmerin. Sie sagte einmal: "Entweder werde ich Hüttenwirtin oder Olympiasiegerin. Jetzt ist sie sogar mehrfache Olympiasiegerin. Ist ihr Leben jetzt auch erfolgreich? Wie viele Fußballweltmeister oder auch andere erfolgreiche Sportler standen im letzten Drittel ihres Lebens mit leeren Händen da. Das Thema „Erfolg“ hat viele Seiten. Ein paar dieser Seiten will ich in meinem Statement bei Bistro Lifestyle in Brackel beleuchten.“

    In der Küche steht mit Chefkoch Hans-Heinrich Meier und seiner eingespielten Truppe bewährtes Personal für leckere Speisen nach Art des jeweiligen Partner-Landes.

    Herzlich eingeladen zu Bistro Lifestyle ,Russland‘ sind alle, die sich etwas Gutes gönnen wollen“, sagt Wilfried Wiegel. „Leckeres Essen, gute Getränke, eine lockere Atmosphäre und lohnenswerter Input mit biblischem Inhalt werden garantiert!“

    Der Eintritt ist frei, die Veranstalter freuen sich über eine Spende.

  • Fischbek: Gottesdienst im Gemeindehaus, weil die Heizung nicht funktionsfähig ist

    Fischbek. Damit die Gottesdienst-Besucher der Fischbeker Cornelius-Gemeinde nicht frieren müssen, wird auch der Gottesdienst am 3. Advent ab 10 Uhr im Gemeindehaus stattfinden, da die Heizung in der Kirche leider noch nicht wieder funktionsfähig ist.

    Pastorin Corinna Senf: "Wir sind in der Adventszeit und stimmen uns weiterhin auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Jeder Adventssonntag hat dabei seinen eigenen Schwerpunkt, Sonntag geht es um unser menschliches Miteinander. Nehmt einander an, wie Christus Euch angenommen hat…“ (Römerbrief 15,7) oder mit einem Buchtitel gesprochen „Jeder ist normal bist du ihn kennst“ (John Ortberg) ist das Thema, das uns am Sonntag beschäftigen wird in Liedern, Gebeten und der Predigt. Ich lade Sie herzlich zu unserem Gottesdienst am kommenden Sonntag ein".

  • Gedenken an Orgelbauer Arp Schnitger

    Neuenfelde. Er ist eine der bedeutensten Persönlichkeiten, die auf dem Gebiet des heutigen Bezirk Harburg gelebt haben: Arp Schnitger, der große Orgelbauer, dessen Meisterinstrumente noch heute die Menschen bei Gottesdiensten und Konzerten in ganz Nordeuropa erfreuen. Von wahrscheinlich 1705 bis zu seinem Tode am 28. Juli 1719 lebte er in Neunfelde, wo er auch eine Orgelwerkstatt, den „Orgelbauerhof", hatte. In der Neuenfelder St. Pankratius-Kirche, neben deren Kanzel Arp Schnitger im Familiengrab bestattet wurde, steht eine seiner bedeutendsten Orgeln, die gerade aufwendig renoviert wurde.

    Zu seinem 300. Todestag möchte die CDU-Fraktion Arp Schnitger Gedenken. „Und zwar nicht in der Elbphilharmonie, sondern hier, wo er gelebt hat", so CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer.

  • Hiobsbotschaft: Alle drei katholischen Schulen südlich der Elbe von Schließung bedroht

    Harburg/Neugraben. „Lasset die Kinder zu mir kommen“, so steht es im Matthäus-Evangelium in Kapitel 19, Vers 14. In Harburg wird das in Zukunft nicht mehr so sein – zumindest dann, wenn die Kinder auf eine katholische Schule gehen wollen. Denn das Erzbistum Hamburg hat am Freitag bekannt gegeben, dass in Harburg und Neugraben alle drei von der katholischen Kirche betriebenen Schulen schließen sollen – wegen hoher Schulden des Erzbistums.

    Für das Niels-Stensen-Gymnasium in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist das Aus beschlossen. | Foto: Homepage NSG
    Für das Niels-Stensen-Gymnasium in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist das Aus beschlossen. | Foto: Homepage NSG

    Fest steht das Aus für das Niels-Stensen-Gymnasiums in der Hastedtstraße. Von der Schließung bedroht sind auch die Katholische Schule Harburg und die Katholische Schule Neugraben. Hier steht das Erzbistum noch in Verhandlungen mit der Stadt um Zuwendungen. Erst am Donnerstagabend wurden die Schulen von dieser Entscheidung informiert. Schock und Trauer sitzen nicht nur bei den Lehrern, Schülern, Eltern und den Kirchengemeinden St.Maria-St.Joseph in Harburg und Heilig Kreuz in Neugraben tief. Auch viele Harburger zeigen sich entsetzt. „Ich bin tief entsetzt über diese Vorgehensweise des EB! Diese Schule ist so toll!“, schreibt zum Beispiel Holger Adler auf der facebook-Seite des Niels-Stensen-Gymnasiums. Auch deutliche Kritik an der Entscheidung, die auf einer Studie der Unternehmensberatung Ernst&Young basiert, wird laut: „Man kann weder eine kirchliche Einrichtung noch eine Schule wie ein Wirtschaftsunternehmen betrachten. Genau das ist hier aber passiert! Die armen Schüler, die jetzt vor der Unsicherheit stehen, wie es weitergeht!“, meint Eva Winkler auf facebook zur Schließung.

    Harburger Politiker fordern Umdenken

    Auch Politiker melden sich zu Wort. Die Harburgerin und Hamburger Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) fordert das Erzbistum auf, seine Entscheidung zu überdenken. „Das enttäuscht mich. Es steht in keinem Verhältnis zur Gemeindearbeit vor Ort und den sehr guten Leistungen der betroffenen Schulen. Ich fordere das Erzbistum auf, mit den betroffenen Kollegien und Familien sowie der Stadt in einen Dialog zu treten, um Wege zu finden, mindestens einen Grundschulstandort und eine Perspektive für eine weiterführende Schule zu erhalten“, sagt sie in einem Statement. Die Harburger CDU-Abgeordnete in der Bürgerschaft Birgit Stöver sieht eine Mitschuld bei der Stadt Hamburg. Diese habe durch jahrelange mangelnde Finanzierung den „Kahlschlag“ mitverursacht. „Ich erwarte, dass von diesem Kahlschlag in der Harburger Schullandschaft schleunigst wieder Abstand genommen wird“, so Stöver.

    Entscheidung hat massive Auswirkungen auf Gemeindearbeit

    "Das hat massive Auswirkungen auf die Gemeindearbeit", so Diakon Lutz Neugebauer. | Foto: Niels Kreller

    Die Tragweite der Schließungen ist aber noch viel größer. „Das wird auch massive Auswirkungen auf die Gemeindearbeit haben. Ein großer Teil der Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Musik sind Lehrer, Schüler oder deren Eltern“, erläutert Lutz Neugebauer, Diakon der Gemeinde St.Maria-St-Joseph. Mit dem Wegfall der Schulen werde auch die Kommunikation schwieriger. Betroffen seien dadurch beispielsweise auch die Sternsinger, die noch vor kurzem durch Harburg gezogen sind, um den Segensspruch an die Häuser zu schreiben und für das Kindermissionswerk zu sammeln. Aktuell kommt viel Arbeit auf die Kirchengemeinden zu. „Wir müssen uns jetzt erst einmal um die Lehrer und Schüler kümmern, die von dieser Entscheidung betroffen sind und pastorale Trauerarbeit leisten, um das zu bewältigen“, so Neugebauer.

    Samstag Protestaktion gegen die Schließung

    Protest ist am Samstag, 20. Januar, geplant: Um 18 Uhr findet die Vorabendmesse im Mariendom statt und anschließend gibt es eine Versammlung auf dem Domplatz. Dort sollen 13 weiße und acht rote Kerzen angezündet werden – „Ein Licht für die Katholischen Schulen“.

  • Neue Aufgaben: Pastorin Imke Schwarz verabschiedet sich aus Hittfeld

    Hittfeld/Fleestedt.Ich möchte meine Gaben noch an anderen Orten ausprobieren und neue Schwerpunkte setzen. Aber die Kirchengemeinde Hittfeld bleibt immer ein Stück Heimat für mich“, sagt Pastorin Imke Schwarz. Nach elf Jahren als Gemeindepastorin nimmt sie nun andere Aufgaben an: Sie wird ab Januar 2018 mit einer halben Stelle am Pastoralkolleg in Loccum arbeiten. Mit der anderen halben Stelle ist sie als Plattdeutsch-Beauftragte der Evangelischen Landeskirche Hannovers tätig.

    Die 42-jährige Pastorin geht mit einem weinenden und lachenden Auge: „Die Veränderung stand nach einem Jahrzehnt einfach an“, so Schwarz. Sie wird am Sonntag, 14. Januar 2018, im Gottesdienst ab 15 Uhr in der Christuskirche in Fleestedt mit anschließendem Empfang verabschiedet. Dazu sind alle Besucher herzlich eingeladen.

    Was wird sie vermissen? „Eingebettet zu sein in einem Ort, an dem man Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet. Als Gemeindepastorin ist man nah an den Menschen dran“, sagt die Theologin. In der Kirchengemeinde Hittfeld trat sie ihre erste Pfarrstelle an und das bleibe immer etwas Besonderes: „Hier habe ich gelernt, Pastorin zu sein“, sagt Imke Schwarz. Sie wird im Fleestedter Pfarrhaus mit ihrem Mann Pastor Dr. Norbert Schwarz wohnen bleiben, der Teile ihrer Aufgaben zunächst übernehmen wird.

    In Loccum wird sie am Pastoralkolleg Fortbildungen für Pastoren organisieren. Als Plattdeutsch-Beauftragte wird die Pastorin dafür sorgen, dass Plattdeutsch weiter in der Kirche und in Gottesdiensten stattfindet. „Plattdeutsch liegt mir am Herzen. Meine Eltern und Großeltern haben immer Plattdeutsch gesprochen, das ist eine Muttersprache für mich. Hochdeutsch ist eigentlich meine zweite Sprache“, sagt die aus Ostfriesland stammende Pastorin.

    Imke Schwarz war nach ihrem Vikariat 2006 mit ihrem Mann nach Seevetal gekommen. Zunächst teilte sich das Pastoren-Ehepaar eine Pfarrstelle und war für Emmelndorf zuständig. 2007 zogen sie gemeinsam ins Fleesteder Pfarrhaus und seit 2013 betreuten sie Fleestedt, Emmelndorf und Hittfeld-Nord auf anderthalb Stellen. „In den ersten Jahren waren wir erst einmal mit den „Basics“ beschäftigt, wie Gottesdiensten, Beerdigungen und der Konfirmandenarbeit. Hittfeld ist eine Gemeinde mit vielen Dörfern, in die Strukturen mussten wir erst hineinkommen. Die Zusammenarbeit hier war schön. Wir konnten uns im Team austauschen und wurden ermutigt, Neues auszuprobieren. Uns lag es am Herzen, Fleestedt und Hittfeld enger zusammenzubringen. Ich denke, dies ist uns gelungen. Wir konnten die Wahrnehmung füreinander stärken, indem wir ortsübergreifend tätig waren.

    Die Pastorin hat viele neue Projekte ins Leben gerufen. „Wir haben den Blockunterricht am Sonnabend für Konfirmanden eingeführt. Und ich habe mit verschiedenen Teams neue Gottesdienst-Projekte entwickelt, wie die Familienkirche oder den Filmgottesdienst.“ Sie organisierte Mutter-Kind-Freizeiten nach Amrum und Pellworm und Pilger-Wochenenden für Frauen. Immer wieder brachte Imke Schwarz interessante Kunst-Ausstellungen in die Hittfelder Mauritiuskirche, wie etwa 2009 die Bilder zum Psalm 139 der Künstler des VHS-Kunstkurses von Christine von Loesch und 2013 die „Tafelbilder - Installationen zum Abendmahl“.

    Imke Schwarz blickt zuversichtlich nach vorn: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, bin aber auch dankbar für die Zeit in der Kirchengemeinde Hittfeld.

  • Peter Heppner kommt nach Heimfeld

    Heimfeld. Am Samstag, 24. Juni 2017, lädt die St. Petrus Gemeinde in der Haakestraße in Heimfeld zu „St. Petrus unplugged“ ein. Von 14 bis 18 Uhr gibt es auf dem Gelände der Gemeinde Live-Musik und viel zu erleben.

    Einen besonderen Gast können die Besucher dabei erleben: Peter Heppner, der nicht nur Echo-Preisträger und die Stimme des Synthi-Pop-Duos Wolfsheim ist, sondern auch in Heimfeld in der Nachbarschaft lebt. Viele Jahre hatte er auch sein Studio hier, in einer alten Bäckerei in der Wattenbergstraße. Heppner war schon beim ersten „St. Petrus unplugged“ mit dabei und wird am Samstag wird sowohl solo als auch zusammen mit den Chören von St. Petrus auftreten.

    Das besondere bei allen Künstlern, die am Samstag auftreten, ist, dass sie alle aus Heimfeld kommen. „Die Idee dahinter ist, dass man die Künstler am nächsten Morgen beim Bäcker treffen kann“, sagt Christine Wolter vom Orga-Komitee. So zum Beispiel Kai Lüdemann. Der Bassist ist in Harburg durch die Bands „BörnOut“ und „Die geilen Partyvirtuosen“.

    Mit dem Festival möchte die Gemeinde aber nicht nur zeigen, dass man in Heimfeld feiern und singen kann. Denn der Standort wurde vom Kirchenkreis als nicht förderungswürdig eingestuft und ist in Gefahr, von der Kirche aufgegeben zu werden. „Wir wollen abwenden, dass dieser Standort geschlossen wird“, so Wolter. Bei dem Prozess werde nicht inhaltlich gewertet sondern nur nach Zahlen. Und vielleicht kommt ja die Pröbstin des Kirchenkreises Carolyn Decke am Wochenende vorbei, um sich davon selbst zu überzeugen.

  • Schulschließungen: Fährt das „Unternehmen Erzbistum Hamburg“ an die Wand?

    Harburg. „Wenn das Erzbistum eine GmbH wäre, dann müssten wir Insolvenz anmelden!“ So schilderte Ansgar Thim, Generalvikar des Erzbistums Hamburg, auf der Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung und Integration der Bezirksversammlung am Dienstagabend im Rieckhof die Lage. Es sind der Pensionsfonds der verbeamteten Lehrer und die nötigen Investitionen in marode Schulgebäude, die zum Beschluss der Schließung von bis zu acht katholischen Schulen geführt hätten. Bei der Übernahme des bis dato eigenständigen Schulverbandes in das Erzbistum habe man nicht gewusst, wie viel an Investitionen wirklich getätigt werden müsse. Grundlage für die schnelle Entscheidung ist ein Gutachten der Unternehmensberatung Ernst&Young. Wenn man jetzt nicht sofort handle, seien vielleicht nicht acht sondern mehr Schulen, die in einem Jahr geschlossen werden müssten.

    Kirche sucht nach Investoren ohne Gegenleistung

    Generalvikar Ansgar Thim versuchte sich im Rieckhof mit Rechtfertigungen. | Foto: Niels Kreller
    Generalvikar Ansgar Thim versuchte sich im Rieckhof mit Rechtfertigungen. | Foto: Niels Kreller

    In Harburg trifft es nach dem Willen des Erzbistums auf jeden Fall das Niels Stensen Gymnasium in Harburg (NSG). Für die Katholischen Schulen Harburg und Neugraben gibt es ein Moratorium - die Schließung soll verhindert werden. Dafür sucht das Erzbistum nun Investoren, die fehlenden Millionen für benötigte Investitionen tragen – allerdings möchte die Kirche die Trägerschaft behalten. Man stehe aber, erklärte Thim auf Nachfrage des CDU-Abgeordneten Uwe Schneider, mit der am vergangenen Freitag gegründeten Schulgenossenschaft in Kontakt. Auch müsse man in der Bischofskonferenz diskutieren, ob reichere Bistümer sich solidarisch an der Finanzierung beteiligen.

    Vor rund 150 Besuchern und Bezirkspolitikern musste Thim zugeben, dass man im Erzbistum seit rund 20 Jahren von der Schieflage wisse. Eine Maßnahme zur Sanierung sei das Anheben des Schulgeldes. „Sozialverträglich“, wie Dr. Anne Hutmacher, Referatsleiterin Schulaufsicht des Erzbistums erklärte. Denn im Moment zahle im Durchschnitt jeder Schüler einer katholischen Schule 48 Euro im Monat. Gedeckelt sei der nach Einkommen gestaffelte Betrag bei 100 Euro – bis zu 200 Euro im Monat sind in Hamburg möglich. Alle drei Harburger Schulen liegen in ihrem Schnitt unter dem Landesdurchschnitt von 48 Euro.

    Schulschließungen erst der Anfang?

    Ob auch andere Gebäude des Erzbistums von Schließung oder Verkauf bedroht seien, wollte Sebahattin Arras, Abgeordneter der Linken wissen - schließlich ginge es in dem der Sitzung zugrunde liegenden Antrag der GroKo auch um diese Frage. Bei der Antwort Thims ging ein ungläubiges Raunen durch die Reihen. Denn die Kirche habe, so Thim, gar keinen genauen Überblick über Gebäude und Grundstücke, die der Kirche gehören. Den werde es aber geben, versprach er, konnte aber schon kundtun, dass es zwar keine Schließung von Kitas geben würde, Gemeindehäuser aber wohl schon.

    „Sie haben keine Struktur“

    Die Harburger waren über solch dargelegte Schlampigkeit im Umgang mit Lehrern, Schülern, Eltern und Gemeinden empört. „Sie haben ein Wirtschaftsgebaren an den Tag gelegt, das man hier sonst nur vom HSV kennt“, wetterte Thomas Schlamp, Vater zweier Schüler des NSG. Er habe keine wirklichen Argumente gehört, so Henning Reh. Es komme immer nur „Das Invest lohnt sich nicht, weil sich das Invest nicht lohnt.“ Jaques Coste, Schulsprecher des NSG, stellte Thim und Hutmacher ein vernichtendes Zeugnis aus. „Wenn ich Ihr Lehrer wäre und Sie mir diesen Aufsatz abgegeben hätten, hätte ich Logik daneben geschrieben. Sie haben keine Struktur“, stellte er sachlich fest. Mehrfach wurde auch – unter Beifall – vor einer Austrittswelle gewarnt.

    Meine Meinung: Die Schäfchen müssen mehr Wölfe werden

    Kommentar. Das Erzbistum Hamburg sieht sich offenbar als Unternehmen. Deshalb hat es auch eine Unternehmensberatung beauftragt, sich mit der (hausgemachten) Finanzmisere zu befassen. Und deshalb befindet sich dieser Artikel bei uns auch in der Rubrik „Wirtschaft“.

    Die Unternehmensberater von Ernst&Young haben betriebswirtschaftliche Empfehlungen abgegeben. Denn nichts anderes sind die angekündigten Schulschließungen. „Gesundschrumpfen“ nennt man das. Dabei werden die unrentabelsten Teile des Konzerns abgewickelt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass alle drei Harburger Schulen unterdurchschnittliche Schulgeldeinnahmen zu verzeichnen haben.

    Die hausgemachte und seit Jahren bekannte wirtschaftliche Schieflage (Auch Generalvikar Thim gab am Dienstag zu, seit Jahren davon gewusst zu haben) wird auf dem Rücken von Lehrern, Schülern, Eltern und den Gemeinden ausgetragen – und keiner der Verantwortlichen ist bereit, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen erklären sie den Leidtragenden, wie schlimm auch sie das alles finden.

    Thim&Co können froh sein, dass das Erzbistum keine GmbH ist. Denn wenn es das wäre, dann wäre es nicht nur insolvent, sondern einige stünden wohl auch wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht. So aber ist das Schlimmste, was passieren kann, dass das Erzbistum aufgelöst und an Rom geht. Aber vielleicht wissen sie dort wenigstens, wie viele Gebäude und Grundstücke die Kirche hat.

    Vielleicht hat der vehemente Protest die Kirchenoberen überrascht. Aber anscheinend noch nicht so weit in die Bredouille versetzt, persönlich für ihr Versagen gradezustehen. Aber welcher „Investor“ wird diesen Leuten noch Geld anvertrauen wollen? Da braucht es wohl noch etwas mehr Druck der „Schäfchen“ auf ihre „Hirten“. Ein bisschen mehr Wolf im Schafspelz täte da gut.

  • Von Bendestorf nach Deutsch Evern - Neue Aufgaben für Jan Kreuch

    Hittfeld/Bendestorf. „Das Beste am Kirchenkreis Hittfeld war, dass wir uns hier kennengelernt haben“, sagen Delia und Jan Kreuch schmunzelnd. Die beiden sind seit vier Jahren ein Paar und haben sich bei der gemeinsamen Arbeit für Jugendliche im Kirchenkreis Hittfeld kennengelernt. Delia Kreuch (31) ist Diakonin für Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau und Tostedt. Dr. Jan Kreuch (38) ist Pastor in Bendestorf. Gemeinsam mit Tochter Mathea (2) und Golden-Retriever-Hündin Maja wechseln sie zum 1. Februar nach Deutsch Evern bei Lüneburg. Jan Kreuch wird am Sonntag, 21. Januar, im Gottesdienst ab 10.30 Uhr in Bendestorf verabschiedet. Delia Kreuch wird auch am Sonntag, 21. Januar, in der Tostedter Johanneskirche im Rahmen des Jugendgottesdienstes „13 plus“ ab 18 Uhr verabschiedet.

    Pastor Jan Kreuch kam im August 2013 nach Bendestorf. Mit einer halben Stelle war er Gemeindepastor, mit der anderen Hälfte Schulpastor am Gymnasium Hittfeld. Warum wechseln Sie nach Lüneburg? „Die Schulpastoren-Stelle war immer eine befristete Stelle und daher für uns als Familie nicht sicher. Außerdem leben meine Eltern in Lüneburg, die uns als Babysitter unterstützen können“, sagt Kreuch. Zu 80 Prozent wird er als Gemeindepastor in der Martinus-Gemeinde Deutsch-Evern arbeiten, mit zwanzig Prozent ist er für das Altenheim „Alte Stadtgärnterei“ in Kaltenmoor in Lüneburg zuständig.

    Jan Kreuch war gern Pastor in Bendestorf: „In der Gemeinde leben viele nette, sympathische Menschen, die durchaus progressiv eingestellt sind. Dadurch konnte ich viel ausprobieren, den Gottesdienst in Punkten verändern und einen Abendgottesdienst einführen. Im Gesprächskreis diskutierten wir mit unterschiedlichen Menschen über Glaubensthemen. Auch die Arbeit im Kirchenvorstand war sehr gut“, sagt Jan Kreuch.

    Delia Kreuch hat ihre Diakonenstelle in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt erst feststecken müssen, vorher gab es diese gemeindeübergreifende Stelle nicht. „Wir haben in der Zeit viel auf den Weg gebracht. Es gibt nun in jeder Gemeinde Angebote für Jugendliche, renovierte Jugendräume oder ganz neue Räume wie den Bauwagen in Heidenau.“

    Die Gemeinden zeigten sich allen Ideen immer sehr offen gegenüber, dadurch war vieles möglich. „Wir Diakone sehen uns im Kirchenkreis Hittfeld laut Konzept als „Ermöglicher“. Deswegen war mir immer eine Stärkung des Ehrenamts der Jugendlichen sehr wichtig, damit sie auch ohne mich selbstständig und eigenverantwortlich handeln können.“ Nach Ende ihrer Elternzeit will sie als Diakonin oder Sozialpädagogin in Lüneburg arbeiten.

    „Meine Diakonen-Kollegen sind ein tolles Team, mit dem ich gern gearbeitet habe“, sagt Delia Kreuch. Das sieht auch Jan Kreuch so: „Das Arbeiten im Kirchenkreis Hittfeld hat mit vielen guten Kollegen viel Spaß gemacht. Gut ist auch das Konzept der Nachbarschaften. Es gibt dadurch in jeder Gemeinde Ansprechpartner für Jugendliche. Wir treffen uns mit Pastoren, Diakonen und Hauptamtlichen aus den Nachbarschaften des ganzen Kirchenkreises einmal im Monat zur Fachkonferenz, das ist ein wirklicher Vorteil und das gibt es nicht in jedem Kirchenkreis“, sagt Jan Kreuch.

    Die Vakanzvertretung in Bendestorf übernimmt Pastorin Dorothea Blaffert aus Klecken. Für Delia Kreuch übernimmt Diakonin Friederike Wunsch weitestgehend die Aufgaben in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt.

  • Weihnachten in der Kirche, in der Scheune oder auf dem Feld

    Hittfeld. Die 17 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Hittfeld laden an den Weihnachtsfeiertagen zu Festgottesdiensten, Krippenspielen und Christvespern ein. Traditionell veranstalten manche Gemeinden zu Weihnachten darüber hinaus Weihnachtswanderungen oder führen das Krippenspiel in einer Scheune auf:

    Die Heidenauer Maria-Magdalena-Kirchengemeinde lädt für Heiligabend, 24. Dezember, um 14.30 Uhr zum Krippenspiel in die Scheune auf dem Hof Gröngröft. Die Scheune wird mit Sitzplätzen aus Strohballen ausgestattet sein. Besucher sollten warme Kleidung tragen und sich eigene Decken mitbringen. Die Vesper beginnt am Heiligabend um 14.30 Uhr.

    "Heiligabend auf freiem Feld . . ." heißt es bei der Weihnachtswanderung der Kreuzkirchengemeinde Sprötze. Auch in diesem Jahr laden die Kreuzkirchengemeinde Sprötze und der Förderverein "Kirche für unsere drei Dörfer" für Heiligabend, 24. Dezember, ab 16 Uhr zur Wanderung ein. Viele kleine und große Engel und Hirten begleiten die romantische Weihnachtswanderung. An verschiedenen Stationen wird die Weihnachtsgeschichte vorgelesen, es werden Weihnachtslieder gesungen und Gemälde der Heiligen Familie bestaunt. Am Ende versammeln sich alle um eine erleuchtete Krippe, um die Wanderung zu dem Läuten ferner Kirchenglocken zu beenden. Ab 15.30 Uhr kann man sich mit Glühwein und alkoholfreiem Punsch stärken und eine Stall-Laterne für die Wanderung erwerben. Weitere Infos gibt es im Vorwege bei Gundula Haefner, Telefon 0 41 86/88 83 62.

    Ebenfalls in die Natur geht es bei einer Hirtenwanderung nach Podendorf. Für den 2. Weihnachtstag, 26. Dezember, laden die Kirchengemeinden Elstorf, Hollenstedt und Moisburg zur gemeinsamen Hirtenwanderung ein. Treffpunkt ist um 9.15 Uhr in der St. Andreas-Kirche in Hollenstedt, dann geht es zum Hof der Familie Wentzien, wo man sich mit den Wanderern aus den Kirchengemeinden Moisburg und Elstorf trifft. Im Stall wird dann ein ganz besonderer Gottesdienst gefeiert.

    Alle Gottesdienste finden Sie unter der Rubrik "Gottesdienste im Überblick" auf der Internetseite des Kirchenkreises Hittfeld unter der Adresse
    www.kirchenkreis-hittfeld.de

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