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Kirche

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  • Brackel. Sobald sich die ersten warmen Sonnenstrahlen im März zeigen, laden die Landeskirchlichen Gemeinschaften (LKG) im Bezirk Winsen zu einem besonderen Tag ein. Am Sonntag, 4. März, ist es wieder soweit. In Brackel, im Gemeinschaftshaus in der Büntestraße 23, ist jeder willkommen - unabhängig von irgendeiner Kirchenmitgliedschaft. „Kommen und dabei sein“ lautet das Motto, so der stellvertretende Vorsitzende des Bezirks Winsen der LKG, Wilfried Wiegel.

    Ab 14:30 Uhr heißt es für alle: Ankommen bei Kaffee und Kuchen und anderen Interessierten begegnen. Ab 15:30 Uhr startet dann der vielfältige und lebensnahe Gottesdienst zum Thema „Alles frisch?!“. Das Thema ist angelehnt an die aktuelle Jahreslosung aus dem Buch der Offenbarung, Kapitel 21, Vers 6: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Wilfried Wiegel sagt dazu: „Wenn man richtig Durst hat, dann muss man einfach etwas trinken. Das kennenwahrscheinlich alle: Diesen Durst nach einem gut gewürzten Essen oder nach einer Runde Sport. Und wenn dieser Durst dann nicht gestillt werden kann, dann wird der Mund trocken, der Hals brennt. Unangenehm. Ein frisches Getränk oder einfach frisches Wasser ist dann etwas Herrliches. Darum wird es im Gottesdienst gehen.“

    Als Referent zum Thema hat der Bezirk Winsen Landeskirchlicher Gemeinschaften Pastor Carsten Stock von der St. Gertrud Kirchengemeinde in Pattensen gewonnen. Der engagierte Pattensener Pastor ist 1968 in Braunschweig geboren und in Leiferde bei Gifhorn aufgewachsen. Ehefrau Silke und drei Kinder komplettieren die Familie Stock. Dem Abiturabschluss von Carsten Stock folgte eine Ausbildung zum Regierungsinspektor. Dann gab es eine berufliche Zäsur und ein Studium der Theologie
    in Heidelberg und Tübingen schloss sich an. Der begeisterte Tischtennisspieler Carsten Stock leistete sein Vikariat in Bevern bei Bremervörde. Bevor Stock 2011 nach Pattensen wechselte, versah er zehn Jahre lang seinen Dienst als Pastor in Meinersen.

    Ein entscheidender Punkt der Veranstaltung ist die betont familienfreundliche Ausrichtung. Familien mit Kindern sind herzlich willkommen. Die Kinderbetreuung erlaubt es den Eltern bei Kaffee und Kuchen, mit anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen oder sich einfach einmal in Ruhe verwöhnen zu lassen. Ab 16:30 Uhr werden auch Bratwurst und Kaltgetränke angeboten. Für gemeinsame Aktivitäten drinnen und draußen ist viel Zeit eingeplant. Denn für Spiel und Spaß ist auf dem Gelände der
    Landeskirchlichen Gemeinschaft in Brackel ausreichend Platz.

    Wir sind sehr gespannt auf diesen Tag und freuen uns“, betont Wilfried Wiegel. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei und die Ehrenamtlichen und Freiwilligen in den Gemeinschaften des Winsener Bezirks sorgen für Kuchen und Bratwurst ebenso wie für Kaffee, Tee oder Kaltgetränke. „Das ist Tradition bei uns“, merkt
    Wilfried Wiegel lächelnd an und ergänzt: „Das Meiste kostenlos, aber nie umsonst!

    Die Landeskirchlichen Gemeinschaften sind die größte Freiwilligenbewegung innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland. Im Landkreis Harburg gibt es sie unter anderem in Ashausen, Brackel, Drennhausen, Jesteburg, Neu Wulmstorf, Ohlendorf, Pattensen, Scharmbeck und Winsen.

  • Hittfeld. Sie ist gern Pastorin, weil man dann unmittelbar an den Menschen ist und sie durch alle Lebenslagen begleitet: Christina Schwabe ist seit Anfang März 2018 neue Pastorin der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hittfeld. Die 31-Jährige übernimmt die Bereiche ihrer Vorgängerin Pastorin Imke Schwarz, die im Januar nach Loccum wechselte. Am Sonnabend, 10. März, wird Christina Schwabe von Landessuperintendent Dieter Rathing in der Hittfelder Mauritiuskirche im Gottesdienst ab 16 Uhr ordiniert. Danach sind alle Gottesdienstbesucher zum Empfang ins Gemeindehaus eingeladen.

    Christina Schwabe kommt aus dem Vogtlandkreis. Schon als Jugendliche hat sie sich in der Jugendarbeit ihrer Gemeinde engagiert. Ihre Liebe fürs Theater entdeckte sie in der dortigen Theatergruppe. „Im Theater muss man viele verschiedene Rollen einnehmen können und über eine gute Rollensicherheit verfügen. Ich glaube, das hilft mir manchmal auch im Beruf“, sagt die Pastorin. Sie studierte Evangelische Theologie an der Leipziger Universität, spielte dort im Freistaatstheater mit und war Komparsin an der Leipziger Oper. Ihr Vikariat absolvierte sie in Bamberg an der Stephanskirchengemeinde.

    Hittfeld ist ihre erste Pfarrstelle, hier beginnt sie ihren Probedienst. Mit ihrem Partner Robert Wolf und zwei Katzen wohnt sie im Pfarrhaus in Bendestorf, das durch die Vakanzzeit derzeit leer steht. „Ich freue mich auf die Hittfelder Gemeinde, die Kollegen, die unterschiedlichen Kirchen in Fleestedt und Hittfeld und die starke Jugendarbeit“, sagt Christina Schwabe. Kinder und Jugendliche liegen ihr am Herzen. Sie möchte sich aber auch für andere passende Angebote einsetzen, weil „Kirche zu den Menschen gehen muss, nicht umgekehrt.“ Im theologischen und politischen Diskurs interessiert sie die religiöse Vielfalt und damit verbunden die Forderung nach Inklusion auf allen Ebenen. Was heißt Gottesdienst und wie kann man ihn für alle Gemeindeglieder neu beleben? Dieser Frage möchte sie nachgehen.

    In ihrer Freizeit interessiert sie sich außer für das Theater für Fotografie und Kunst, sie schwimmt gern und fährt Rad, ist oft in der Natur, wandert in der Schweiz und fährt Kanu in Schweden.

  • Fischbek. Aufatmen in der Fischbeker Cornelius-Gemeinde: Die Fußboden-Heizung, die - wie bib mehrfach berichtet hatte - im Dezember für einige Wochen ausgefallen war, funktioniert endlich wieder. Viele Fischbeker hatten das Malheur mit der Heizungspanne ausgerechnet so kurz vor und dann auch über Weihnachten mitbekommen. Aber nun ist sie wieder repariert. Nachdem die Fischbeker in den vergangenen Wochen die Gottesdienste im Gemeindehaus feierten, freuen sich die Pastoren und Gottesdienst-Besucher nun darauf, am Sonntag wieder in die schöne Kirche einkehren zu können. Pastor Gerhard Janke: "Eventuell wird sie noch nicht ganz ihre gewünschte Zieltemperatur haben, aber sie wird warm genug sein."

    Die Fußbodenheizung in der Cornelius-Kirche hatte plötzlich ein Leck mit einem großen Wasserverlust. Obwohl die Kirche erst gut 50 Jahre alt ist, gibt es keine detaillierten Bauzeichnungen mehr. Der Verlauf und die Lage der vielen Rohrleitungen ist daher nicht bekannt. Das machte die Leckortung sehr schwer. Aber am vergangenen Montag wurde es endlich gefunden - und es war auch gut reparierbar. Pastor Gerhard Janke: "Wir sind sehr erleichtert, dass wir nicht den Fußboden öffnen mussten. Bis auf das defekte Teilstück, das nun ausgetauscht wurde, machen alle anderen Rohre, die wir gesehen haben, noch einen soliden Eindruck, sodass wir hoffen, dass dieses Leck der Einzelfall einer nicht ganz perfekten Schweißnaht war."

  • Brackel. Max Giesinger singt in seinem Hit: "Ich weiß es nicht, doch ich frag es mich schon: Wie hast du mich gefunden? Einer von 80 Millionen." Von Friedrich von Bodelschwingh stammt das Zitat: "Es geht kein Mensch über die Erde, den Gott nicht liebt." Wie kann ich mir das vorstellen?

    Am kommenden Sonntag, 12. August, feiert die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Brackel ab 10:30 Uhr TREFFPUNKT-Gottesdienst. Das Thema lautet: Kann es sein, Gott, das du genau weißt, wie es MIR geht? Ich bin einer von Milliarden - und alle willst du kennen? Diese Frage mit den vertiefenden Gedanken, die auf einer Karte zu der Aktion „Wenn du Gott nur eine Frage stellen könntest, was würdest du ihn fragen wollen?“, eingereicht wurde, wird am kommenden Sonntag in Brackel behandelt.

    „Das wird wieder ein sehr interessanter Gottesdienst mit einer spannenden Predigt. Möglicherweise gibt es hinterher jede Menge Punkte, um ins Gespräch mit anderen zu kommen", sagt Wilfried Wiegel, Leiter der Brackeler „Mitmach-Gemeinschaft“. Der Gottesdienst findet im Brackeler Gemeinschaftshaus in der Büntestraße 23 statt.

    Im vergangenen Jahr haben sich die Aktiven der LKG Brackel, gemeinsam mit den Ehrenmtlichen der St. Jakobi Kirchengemeinde Hanstedt, eine Mitmach-Aktion überlegt und aufgerufen, sich an der Aktion „Frage an Gott“ zu beteiligen. „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger aus Brackel und Umgebung aktiv in die Gestaltung unserer Gottesdienste mit einbeziehen und damit natürlich auch die Attraktivität erhöhen“, erklärt Wilfried Wiegel. Viele Fragen sind eingetroffen. Bisher wurde in fünf Gottesdiensten das Predigtthema auf Basis der eingereichten Fragen festgelegt. Am kommenden Sonntag wird sich zum siebenten Mal das Predigtthema an den Fragen der Menschen aus Brackel und Umgegend orientieren

    Gemeinschaftspastor Björn Völkers aus Visselhövede wird mit den Gottesdienst-Besuchern über das spannende Thema nachdenken. Eigentlich beginnt der Gottesdienst schon um 10:10 Uhr. Dann gibt es schon Kaffee, Tee und Kekse sowie Zeit zum Ankommen und Begrüßen.

  • Hittfeld. Die Spendenkirche zieht weiter in Hittfeld: Für die notwendige Sanierung der Furtwängler-Orgel in der Hittfelder Mauritiuskirche werden Spenden benötigt. Denn: Die Orgelpfeifen sind von Schimmel befallen und müssen dringend gereinigt und saniert werden, damit die Orgel auch weiterhin klingt. Mit einer Plexiglas-Kirche wirbt Kirchenvorsteherin Gisela Helms um Spenden. Nachdem die Spendenkirche in der Mauritiuskirche stand, warb sie in der Bäckerei Engel um Unterstützung. Mit Erfolg: „Gut einhundert Euro sind in der Bäckerei Engel zusammengekommen. Wir danken allen Menschen aus Hittfeld und Umgebung, die beim Brötchenkauf noch etwas für die Orgelsanierung gespendet haben“, sagt Kirchenvorsteherin Gisela Helms.

    Nun steht die Spendenkirche mit Flyern in der Buchhandlung Seevetal in der Kirchstraße 22 in Hittfeld. Wer die Sanierung der Orgel unterstützen möchte, kann dort gern einen Beitrag zum Erhalt der Furtwängler-Orgel in die Spendenkirche werfen. Weitere Informationen zur Spendenkirche, zur Orgel-Sanierung und den geplanten Emporen-Konzerten gibt Gisela Helms, Telefon 01 72-410 80 98 oder per mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Hittfeld. Axel Schaffran, Leiter des Chors „Hittfelder Dutzend“ (Gewinner des „Blauen Löwen“), bietet auf der Empore der Hittfelder Mauritiuskirche drei Orgel-Führungen zu spannenden Themen an. Seine Führungen sind kostenlos, Spenden für die Sanierung der Orgel sind willkommen. Wie berichtet, muss die Orgel saniert werden, weil sich Schimmel auf den Pfeifen abgesetzt hat.

    Schaffran ist ein großer Kenner der Orgel, möchte mit seinen Führungen die Sanierung unterstützen und kann gleich zu drei unterschiedlichen Themen viel über die Orgel erzählen. Es gibt einen „Vortrag für Einsteiger“, unter dem Titel „Schwerpunkt Akustik: wir berechnen eine Pfeifenlänge“ erklärt Schaffran Technik-Interessierten die Berechnung einer Pfeifenlänge. Und bei der dritten Führung geht es für Musik-Interessierte dann um den „Wunderkasten“ Orgel. Die Themen hat Axel Schaffran nach musikalischem Wissen aufsteigend sortiert. Bei großem Interesse wird er weitere Termine und Themen anbieten.

    Die Termine der Orgelführungen, jeweils auf der Empore in der Mauritiuskirche:
    Freitag, 27. April, ab 18 Uhr: „Vortrag für Einsteiger“. Ein Grundkurs.
    Dienstag, 8. Mai, ab 16 Uhr: „Schwerpunkt Akustik: wir berechnen eine Pfeifenlänge!“ Etwas für Technik-Begeisterte.
    Sonntag, 3. Juni, ab 19 Uhr: „Großer Wunderkasten Orgel“.

  • Brackel. „Erfolgreich – macht Erfolg reich?“ So lautet das Thema von Bistro Lifestyle in Brackel. Partnerland ist jetzt Russland. Am Freitag, 23. Februar, ist es wieder soweit. Das „Bistro Lifestyle“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft Brackel (LKG) und der ihr angeschlossenen Jugendarbeit „Entschieden für Christus“ (EC) öffnet in der Büntestraße 23 seine Tore. Die angebotenen Veranstaltungen stehen unter dem Motto: Essen & mehr.

    Der Charme von Bistro Lifestyle liegt im gemütlichen Miteinander, in den Gesprächen an den Tischen, im guten Essen sowie in den Themen, die aus dem Alltag der Menschen sind“, sagt Wilfried Wiegel, Leiter der LKG Brackel und begeisterter „Bistro-Lifestyler“. Hauptanliegen ist es, zu zeigen, dass der christliche Glaube keine verstaubte Botschaft aus der Vergangenheit, sondern für das Leben in unserer Zeit sehr aktuell ist. Am Freitag werden in diesem Zusammenhang landestypische
    Speisen und Getränke sowie ein wegweisendes Wort aus der Bibel aufgetischt.

    Russland ist das Land, um das sich am Freitagabend im Brackeler Gemeinschaftshaus alles dreht. Bei der Wahl des Landes spielte die vor uns liegende Fußball-Weltmeisterschaft und die hoffentlich erfolgreiche Titelverteidigung durch das Team von Bundestrainer Joachim Löw eine entscheidende Rolle.

    Referent Christian Meyer aus Bispingen sagt zu dem Thema: „Die Frage ist, wie wir Erfolg definieren. Laura Dahlmeier ist eine erfolgreiche Olympiateilnehmerin. Sie sagte einmal: "Entweder werde ich Hüttenwirtin oder Olympiasiegerin. Jetzt ist sie sogar mehrfache Olympiasiegerin. Ist ihr Leben jetzt auch erfolgreich? Wie viele Fußballweltmeister oder auch andere erfolgreiche Sportler standen im letzten Drittel ihres Lebens mit leeren Händen da. Das Thema „Erfolg“ hat viele Seiten. Ein paar dieser Seiten will ich in meinem Statement bei Bistro Lifestyle in Brackel beleuchten.“

    In der Küche steht mit Chefkoch Hans-Heinrich Meier und seiner eingespielten Truppe bewährtes Personal für leckere Speisen nach Art des jeweiligen Partner-Landes.

    Herzlich eingeladen zu Bistro Lifestyle ,Russland‘ sind alle, die sich etwas Gutes gönnen wollen“, sagt Wilfried Wiegel. „Leckeres Essen, gute Getränke, eine lockere Atmosphäre und lohnenswerter Input mit biblischem Inhalt werden garantiert!“

    Der Eintritt ist frei, die Veranstalter freuen sich über eine Spende.

  • Fischbek. Damit die Gottesdienst-Besucher der Fischbeker Cornelius-Gemeinde nicht frieren müssen, wird auch der Gottesdienst am 3. Advent ab 10 Uhr im Gemeindehaus stattfinden, da die Heizung in der Kirche leider noch nicht wieder funktionsfähig ist.

    Pastorin Corinna Senf: "Wir sind in der Adventszeit und stimmen uns weiterhin auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Jeder Adventssonntag hat dabei seinen eigenen Schwerpunkt, Sonntag geht es um unser menschliches Miteinander. Nehmt einander an, wie Christus Euch angenommen hat…“ (Römerbrief 15,7) oder mit einem Buchtitel gesprochen „Jeder ist normal bist du ihn kennst“ (John Ortberg) ist das Thema, das uns am Sonntag beschäftigen wird in Liedern, Gebeten und der Predigt. Ich lade Sie herzlich zu unserem Gottesdienst am kommenden Sonntag ein".

  • Neuenfelde. Er ist eine der bedeutensten Persönlichkeiten, die auf dem Gebiet des heutigen Bezirk Harburg gelebt haben: Arp Schnitger, der große Orgelbauer, dessen Meisterinstrumente noch heute die Menschen bei Gottesdiensten und Konzerten in ganz Nordeuropa erfreuen. Von wahrscheinlich 1705 bis zu seinem Tode am 28. Juli 1719 lebte er in Neunfelde, wo er auch eine Orgelwerkstatt, den „Orgelbauerhof", hatte. In der Neuenfelder St. Pankratius-Kirche, neben deren Kanzel Arp Schnitger im Familiengrab bestattet wurde, steht eine seiner bedeutendsten Orgeln, die gerade aufwendig renoviert wurde.

    Zu seinem 300. Todestag möchte die CDU-Fraktion Arp Schnitger Gedenken. „Und zwar nicht in der Elbphilharmonie, sondern hier, wo er gelebt hat", so CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer.

  • Klecken/Hittfeld. „Ein tolles Glaubensgefühl hier im Wald, in der Natur. Wir sprechen doch davon, dass Gott all das erschaffen hat, hier sieht und spürt man es“, sagt Heike Hagemann aus Fleestedt. „Der Waldgottesdienst gehört zum Pfingstmontag dazu, das ist Tradition. Ich finde es schön, wenn alle das Vaterunser sprechen, beten und singen“, sagt ihre Mutter Elfriede Hagemann. Mit Klappstühlen bepackt und Hund Sina sind sie bei strahlendem Sonnenschein mit weiteren 800 Besuchern zum Waldgottesdienst des Kirchenkreises Hittfeld gekommen.

    „Pfingstmontag ohne Butterkuchen aus Klecken ist wie Hamburg ohne Hafen“, scherzte Superintendent Dirk Jäger zu Beginn des Gottesdienstes und ergänzte augenzwinkernd: „Wer mit der Predigt nichts anfangen kann, bekommt dann noch was Reelles.“ Mit seiner humorvollen Art überbrückte er den verspäteten Beginn von etwa 20 Minuten aufgrund von Problemen mit der Tontechnik. Ein Kleckener Feuerwehrmann fand schließlich den Fehler und erhielt Szenen-Applaus vom Publikum.
    Superintendent Dirk Jäger bezog sich in seiner Predigt auf das Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten - Zum Strukturwandel der Moderne“ von Andreas Reckwitz, Soziologieprofessor aus Frankfurt. Reckwitz sagt, dass die „Logik der Singularitäten“ bestimmender werde, in allen Bereichen menschlichen Miteinanders finde ein Wettbewerb um Einzigartigkeit statt. Der mittlerweile fast unausweichbare „Selbstverwirklichungsimperativ“ führe dazu, dass die ganze Gesellschaft um Einzigartigkeit wetteifere.

    „Sicher fragen Sie sich, was das mit Pfingsten zu tun hat. Dass wir Christen keine Narzissten sind, liegt nicht daran, dass wir bessere Menschen sind. Aber vor aller eigenen Profilierungsanstrengung hat ja schon längst der Heilige Geist seine Arbeit an uns verrichtet und uns zu singulären Subjekten gemacht. Der Heilige Geist, Christus und Gott selbst stiften dabei nicht nur die Singularität des Einzelnen, sondern halten die Einheit der Verschiedenen zusammen“, so Jäger.

    Die Ausrichtung der Kirche ist dabei nicht beliebig, sondern auf Christus hin vorgegeben. „Ihn zu verkündigen, ihm in Wort und Tat nachzufolgen, ist unsere Aufgabe. Dies verstehe ich als Mahnung gegen eine Anpassung, die nicht durch das Evangelium gedeckt ist. Wir haben eine Botschaft, die sonst niemand hat. Sie gibt uns Freiheit an die Hand und auch eine erfrischende Klarheit gegenüber so manchem Unsinn und Blödsinn der Selbstinszenierung.“

    Was schätzen die Besucher am Waldgottesdienst: 
Für Magda Bollmeyer-Birkholtz und ihre Mutter Annemarie Bollmeyer ist der Waldgottesdienst ein fester Termin am Pfingstmontag: „Hier ist man Gott viel näher als in der Kirche, so empfinde ich es. Wir kommen schon so viele Jahre, es ist immer wieder schön“, sagt Magda Bollmeyer-Birkholtz.

    Den sicher weitesten Weg zum Waldgottesdienst hatte Gerhard Sponagel-Becker: „Ich lebe seit 40 Jahren in Cairns, Australien, und besuche gerade meine Familie. Früher konnte ich nie am Waldgottesdienst teilnehmen, weil wir im Hotel arbeiten mussten“, sagt Gerhard Sponagel-Becker, dessen Familie das Hotel „Zur Linde“ in Hittfeld betreibt. Seine Nichte Maren Heling und ihr Mann Bernd Heling kommen jedes Jahr zum Waldgottesdienst: „So eine schöne Location und in diesem Jahr bei sonnigem Wetter. Das ist wirklich eine besondere Veranstaltung“, sagt Maren Heling.

    „Ich habe einen Heiligen Geist gebastelt beim Kindergottesdienst. Das war toll“, sagt Paula Ida. Sie war mit ihren Eltern Theresa Beissel und Jürgen Dabrat zum Waldgottesdienst gekommen: „Ein schöner Ort, eine ungezwungene Atmosphäre, jeder hat mitgesungen, gebetet, das war schön“, sagt Theresa Beissel.

    Unterstützt wurde Dirk Jäger von der neuen Hittfelder Pastorin Christina Schwabe. Für die musikalische Begleitung sorgten Bläser aus dem ganzen Kirchenkreis unter der Leitung von Landesposaunenwart Lennart Rübke und Kreiskantor Kai Schöneweiß.

    Wie in jedem Jahr wurde auch „Geh aus mein Herz“ gesungen, zum ersten Mal die letzten drei Strophen auf Plattdeutsch. Bei Kaffee und Kuchen standen die Besucher noch lange zusammen. Die Kollekte geht je zur Hälfte an das Projekt „Junge Erwachsene“ des Kirchenkreises Hittfeld und an das Projekt „Rathauspassage“ der beiden Hamburger Kirchenkreise und des Diakonischen Werks.

  • Harburg/Neugraben. „Lasset die Kinder zu mir kommen“, so steht es im Matthäus-Evangelium in Kapitel 19, Vers 14. In Harburg wird das in Zukunft nicht mehr so sein – zumindest dann, wenn die Kinder auf eine katholische Schule gehen wollen. Denn das Erzbistum Hamburg hat am Freitag bekannt gegeben, dass in Harburg und Neugraben alle drei von der katholischen Kirche betriebenen Schulen schließen sollen – wegen hoher Schulden des Erzbistums.

    Für das Niels-Stensen-Gymnasium in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist das Aus beschlossen. | Foto: Homepage NSG
    Für das Niels-Stensen-Gymnasium in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist das Aus beschlossen. | Foto: Homepage NSG

    Fest steht das Aus für das Niels-Stensen-Gymnasiums in der Hastedtstraße. Von der Schließung bedroht sind auch die Katholische Schule Harburg und die Katholische Schule Neugraben. Hier steht das Erzbistum noch in Verhandlungen mit der Stadt um Zuwendungen. Erst am Donnerstagabend wurden die Schulen von dieser Entscheidung informiert. Schock und Trauer sitzen nicht nur bei den Lehrern, Schülern, Eltern und den Kirchengemeinden St.Maria-St.Joseph in Harburg und Heilig Kreuz in Neugraben tief. Auch viele Harburger zeigen sich entsetzt. „Ich bin tief entsetzt über diese Vorgehensweise des EB! Diese Schule ist so toll!“, schreibt zum Beispiel Holger Adler auf der facebook-Seite des Niels-Stensen-Gymnasiums. Auch deutliche Kritik an der Entscheidung, die auf einer Studie der Unternehmensberatung Ernst&Young basiert, wird laut: „Man kann weder eine kirchliche Einrichtung noch eine Schule wie ein Wirtschaftsunternehmen betrachten. Genau das ist hier aber passiert! Die armen Schüler, die jetzt vor der Unsicherheit stehen, wie es weitergeht!“, meint Eva Winkler auf facebook zur Schließung.

    Harburger Politiker fordern Umdenken

    Auch Politiker melden sich zu Wort. Die Harburgerin und Hamburger Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) fordert das Erzbistum auf, seine Entscheidung zu überdenken. „Das enttäuscht mich. Es steht in keinem Verhältnis zur Gemeindearbeit vor Ort und den sehr guten Leistungen der betroffenen Schulen. Ich fordere das Erzbistum auf, mit den betroffenen Kollegien und Familien sowie der Stadt in einen Dialog zu treten, um Wege zu finden, mindestens einen Grundschulstandort und eine Perspektive für eine weiterführende Schule zu erhalten“, sagt sie in einem Statement. Die Harburger CDU-Abgeordnete in der Bürgerschaft Birgit Stöver sieht eine Mitschuld bei der Stadt Hamburg. Diese habe durch jahrelange mangelnde Finanzierung den „Kahlschlag“ mitverursacht. „Ich erwarte, dass von diesem Kahlschlag in der Harburger Schullandschaft schleunigst wieder Abstand genommen wird“, so Stöver.

    Entscheidung hat massive Auswirkungen auf Gemeindearbeit

    "Das hat massive Auswirkungen auf die Gemeindearbeit", so Diakon Lutz Neugebauer. | Foto: Niels Kreller

    Die Tragweite der Schließungen ist aber noch viel größer. „Das wird auch massive Auswirkungen auf die Gemeindearbeit haben. Ein großer Teil der Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Musik sind Lehrer, Schüler oder deren Eltern“, erläutert Lutz Neugebauer, Diakon der Gemeinde St.Maria-St-Joseph. Mit dem Wegfall der Schulen werde auch die Kommunikation schwieriger. Betroffen seien dadurch beispielsweise auch die Sternsinger, die noch vor kurzem durch Harburg gezogen sind, um den Segensspruch an die Häuser zu schreiben und für das Kindermissionswerk zu sammeln. Aktuell kommt viel Arbeit auf die Kirchengemeinden zu. „Wir müssen uns jetzt erst einmal um die Lehrer und Schüler kümmern, die von dieser Entscheidung betroffen sind und pastorale Trauerarbeit leisten, um das zu bewältigen“, so Neugebauer.

    Samstag Protestaktion gegen die Schließung

    Protest ist am Samstag, 20. Januar, geplant: Um 18 Uhr findet die Vorabendmesse im Mariendom statt und anschließend gibt es eine Versammlung auf dem Domplatz. Dort sollen 13 weiße und acht rote Kerzen angezündet werden – „Ein Licht für die Katholischen Schulen“.

  • Hollenstedt. "Es war eine erfüllte Zeit, ich gehe mit großer Dankbarkeit. Die 15 Jahre in Hollenstedt habe ich im Schatzkästchen meines Lebens und darüber bin ich glücklich. Aber Verden ist genau die Herausforderung, die ich gebraucht habe“, sagt Fulko Steinhausen. Der 49-jährige Pastor wird Superintendent im Kirchenkreis Verden. Pastor Dr. Florian Schneider, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Hittfeld, wird Fulko Steinhausen am Sonntag, 5. August, ab 15 Uhr in der Hollenstedter St. Andreaskirche entpflichten.

    Steinhausen hat in Bielefeld, Hamburg und Leipzig studiert. Nach seinem Vikariat in Peine arbeitete er drei Jahre lang als Personalreferent der Robert-Bosch-GmbH. „Ich wollte für mich klären, ob ich wirklich Pastor werden wollte. Nach einem Jahr wusste ich, dass ich ins Pfarramt wollte, ich brauche den Kontakt zu Menschen, bin neugierig auf sie und will sie an den wichtigen Scheidepunkten ihres Lebens begleiten. Auch heute bin ich immer noch mit Leib und Seele Pastor. Es ist nach wie vor ein toller Beruf für mich.“

    In Hollenstedt nahm er 2003 seine erste Pfarrstelle an. „Die Zusammenarbeit im Pfarramt, erst mit Olaf Koeritz, jetzt mit Volker Klindworth, war immer absolut vertrauensvoll, wertschätzend, ohne Konkurrenz. Ein echtes Fundament für gelingende Arbeit. Und der Kirchenvorstand war immer zu Veränderungen bereit.“ Steinhausen hat die „Auftakt“-Gottesdienste eingeführt, die sehr erfolgreich in Hollenstedt laufen: „Wir haben gesellschaftlich-relevante Themen diskutiert, etwa die Ehe für alle, die Love Mobile oder das Bienensterben, und damit viele Menschen erreicht, die mit den normalen Gottesdiensten nicht viel anfangen können.“

    Auch die Mahlzeit-Gottesdienste, die Tauffeste an der Este, die Oster-Gottesdienste oder die Himmelfahrts-Gottesdienste mit der Nachbargemeinde Moisburg sind zu festen Punkten im Hollenstedter Kalender geworden. Mit viel Fundraising-Geschick trieb Steinhausen große Baumaßnahmen voran, von der Altar- bis zur Gemeindehausrenovierung. Er absolvierte zwei Zusatzausbildungen als Gottesdienstberater und als systemischer Seelsorger.

    Wichtig waren ihm die Fastenwoche vor Ostern und die Schweigefreizeit im Gethsemane-Kloster bei Goslar. „Während der Schweigefreizeit habe ich immer gespürt, dass das der Kern von Kirche ist, das Spirituelle, Religiöse.“

    Nach dem Weggang von Pastor Olaf Koeritz übernahm Steinhausen zunehmend mehr Verwaltungstätigkeit, wurde Mitglied im Kirchenkreisvorstand. „Ich habe gemerkt, dass mir diese Arbeit liegt und ich gern auf Kirchenkreis-Ebene mitgestaltet habe.“ Er bewarb sich auf die Stelle des Superintendenten in Verden. „Der Kirchenkreis Verden setzt einen Schwerpunkt auf gemeindliche Arbeit, das liegt mir. Mit meinen Erfahrungen und Ausbildungen möchte ich die Gemeinden stark machen, so dass die Arbeit auch angesichts anstehender struktureller Veränderungen weitergehen kann.“

    Hollenstedt wird ihm fehlen: „Wir waren als Familie hier im Ort sehr verwachsen, die Gemeinde war ein Stück Familie für uns“, sagt Steinhausen. Vermissen wird er auch den schönen Pfarrgarten, den Steinhausen gern gepflegt hat. Ende Juli zieht er mit Ehefrau Evgenia und den Kindern Katja (12) und Philipp (9) nach Verden. Die offizielle Amtseinführung in Verden erfolgt durch Landessuperintendent Dr. Hans-Christian Brandy am Sonntag, 16. September, ab 15 Uhr im Dom zu Verden.

  • Hittfeld/Winsen. Am Sonntag, 11. März, werden in allen Gemeinden der Evangelischen Landeskirche Hannovers die Kirchenvorstände neu gewählt. Es ist ein besonderes Kennzeichen der evangelischen Kirche, dass die Leitung der Gemeinde gemeinsam von Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen wahrgenommen wird. Gut drei Millionen Kirchenmitglieder sind am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, so auch in den Kirchenkreisen Hittfeld und Winsen.

    Neu ist, dass erstmals auch Jugendliche ab 14 Jahren mitwählen dürfen. Wie viele Kandidaten zu wählen sind, erfahren die Kirchenbesucher in ihrer Gemeinde, es ist auch auf dem Stimmzettel vermerkt. Die Kandidaten haben sich im Gemeindebrief, im Schaukasten und auf der Internetseite der jeweiligen Kirchengemeinde bereits vorgestellt. „Unsere Kirche lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sie mitgestalten. Wir freuen uns auf eine gute Wahlbeteiligung“, sagt Superintendent Dirk Jäger, leitender Geistlicher des Kirchenkreises Hittfeld. Die Wahllokale sind am Sonntag in allen Gemeinden geöffnet. Nach Schließung findet die Auszählung statt.

    Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium jeder Kirchengemeinde. Dort werden wichtige Entscheidungen getroffen und das Gemeindeleben gestaltet. So ist der Kirchenvorstand verantwortlich für Gottesdienste, Mitarbeiter, Gebäude, Friedhof, Finanzen und vieles mehr. Die Kirchenvorsteher werden für eine Zeit von sechs Jahren gewählt. Die Wahllokale sind am Sonntag in allen Gemeinden geöffnet.

  • Hittfeld/Fleestedt.Ich möchte meine Gaben noch an anderen Orten ausprobieren und neue Schwerpunkte setzen. Aber die Kirchengemeinde Hittfeld bleibt immer ein Stück Heimat für mich“, sagt Pastorin Imke Schwarz. Nach elf Jahren als Gemeindepastorin nimmt sie nun andere Aufgaben an: Sie wird ab Januar 2018 mit einer halben Stelle am Pastoralkolleg in Loccum arbeiten. Mit der anderen halben Stelle ist sie als Plattdeutsch-Beauftragte der Evangelischen Landeskirche Hannovers tätig.

    Die 42-jährige Pastorin geht mit einem weinenden und lachenden Auge: „Die Veränderung stand nach einem Jahrzehnt einfach an“, so Schwarz. Sie wird am Sonntag, 14. Januar 2018, im Gottesdienst ab 15 Uhr in der Christuskirche in Fleestedt mit anschließendem Empfang verabschiedet. Dazu sind alle Besucher herzlich eingeladen.

    Was wird sie vermissen? „Eingebettet zu sein in einem Ort, an dem man Menschen über einen längeren Zeitraum begleitet. Als Gemeindepastorin ist man nah an den Menschen dran“, sagt die Theologin. In der Kirchengemeinde Hittfeld trat sie ihre erste Pfarrstelle an und das bleibe immer etwas Besonderes: „Hier habe ich gelernt, Pastorin zu sein“, sagt Imke Schwarz. Sie wird im Fleestedter Pfarrhaus mit ihrem Mann Pastor Dr. Norbert Schwarz wohnen bleiben, der Teile ihrer Aufgaben zunächst übernehmen wird.

    In Loccum wird sie am Pastoralkolleg Fortbildungen für Pastoren organisieren. Als Plattdeutsch-Beauftragte wird die Pastorin dafür sorgen, dass Plattdeutsch weiter in der Kirche und in Gottesdiensten stattfindet. „Plattdeutsch liegt mir am Herzen. Meine Eltern und Großeltern haben immer Plattdeutsch gesprochen, das ist eine Muttersprache für mich. Hochdeutsch ist eigentlich meine zweite Sprache“, sagt die aus Ostfriesland stammende Pastorin.

    Imke Schwarz war nach ihrem Vikariat 2006 mit ihrem Mann nach Seevetal gekommen. Zunächst teilte sich das Pastoren-Ehepaar eine Pfarrstelle und war für Emmelndorf zuständig. 2007 zogen sie gemeinsam ins Fleesteder Pfarrhaus und seit 2013 betreuten sie Fleestedt, Emmelndorf und Hittfeld-Nord auf anderthalb Stellen. „In den ersten Jahren waren wir erst einmal mit den „Basics“ beschäftigt, wie Gottesdiensten, Beerdigungen und der Konfirmandenarbeit. Hittfeld ist eine Gemeinde mit vielen Dörfern, in die Strukturen mussten wir erst hineinkommen. Die Zusammenarbeit hier war schön. Wir konnten uns im Team austauschen und wurden ermutigt, Neues auszuprobieren. Uns lag es am Herzen, Fleestedt und Hittfeld enger zusammenzubringen. Ich denke, dies ist uns gelungen. Wir konnten die Wahrnehmung füreinander stärken, indem wir ortsübergreifend tätig waren.

    Die Pastorin hat viele neue Projekte ins Leben gerufen. „Wir haben den Blockunterricht am Sonnabend für Konfirmanden eingeführt. Und ich habe mit verschiedenen Teams neue Gottesdienst-Projekte entwickelt, wie die Familienkirche oder den Filmgottesdienst.“ Sie organisierte Mutter-Kind-Freizeiten nach Amrum und Pellworm und Pilger-Wochenenden für Frauen. Immer wieder brachte Imke Schwarz interessante Kunst-Ausstellungen in die Hittfelder Mauritiuskirche, wie etwa 2009 die Bilder zum Psalm 139 der Künstler des VHS-Kunstkurses von Christine von Loesch und 2013 die „Tafelbilder - Installationen zum Abendmahl“.

    Imke Schwarz blickt zuversichtlich nach vorn: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, bin aber auch dankbar für die Zeit in der Kirchengemeinde Hittfeld.

  • Heimfeld. Am Samstag, 24. Juni 2017, lädt die St. Petrus Gemeinde in der Haakestraße in Heimfeld zu „St. Petrus unplugged“ ein. Von 14 bis 18 Uhr gibt es auf dem Gelände der Gemeinde Live-Musik und viel zu erleben.

    Einen besonderen Gast können die Besucher dabei erleben: Peter Heppner, der nicht nur Echo-Preisträger und die Stimme des Synthi-Pop-Duos Wolfsheim ist, sondern auch in Heimfeld in der Nachbarschaft lebt. Viele Jahre hatte er auch sein Studio hier, in einer alten Bäckerei in der Wattenbergstraße. Heppner war schon beim ersten „St. Petrus unplugged“ mit dabei und wird am Samstag wird sowohl solo als auch zusammen mit den Chören von St. Petrus auftreten.

    Das besondere bei allen Künstlern, die am Samstag auftreten, ist, dass sie alle aus Heimfeld kommen. „Die Idee dahinter ist, dass man die Künstler am nächsten Morgen beim Bäcker treffen kann“, sagt Christine Wolter vom Orga-Komitee. So zum Beispiel Kai Lüdemann. Der Bassist ist in Harburg durch die Bands „BörnOut“ und „Die geilen Partyvirtuosen“.

    Mit dem Festival möchte die Gemeinde aber nicht nur zeigen, dass man in Heimfeld feiern und singen kann. Denn der Standort wurde vom Kirchenkreis als nicht förderungswürdig eingestuft und ist in Gefahr, von der Kirche aufgegeben zu werden. „Wir wollen abwenden, dass dieser Standort geschlossen wird“, so Wolter. Bei dem Prozess werde nicht inhaltlich gewertet sondern nur nach Zahlen. Und vielleicht kommt ja die Pröbstin des Kirchenkreises Carolyn Decke am Wochenende vorbei, um sich davon selbst zu überzeugen.

  • Elstorf. Ein kleines buntes Heft, das in die Hosentasche passt und Spaß verspricht: „Mit unseren Teamern haben wir überlegt, was wir Kindern in ihrer Freizeit Sinnvolles, Abenteuerliches, Kreatives und Lustiges anbieten können. Daraus ist unsere „Pocket Church“ entstanden, die zum neuen Bereich „Kirche mit Kids“ der Evangelischen Jugend gehört“, sagt Diakon Niklas Nadolny, zuständig für die Nachbarschaft Neu Wulmstorf-Elstorf. Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren können sich daraus Aktionen, Ausflüge und Workshops über mehrere Monate aussuchen.

    Wir wollen ihnen zeigen, dass Kirche nicht nur im Kirchengebäude stattfindet, sondern überall. Am Sonnabend, 23. Juni, verteilen wir mit Jugendlichen der Evangelischen Jugend etwa 400 Hefte in der Nachbarschaft Neu Wulmstorf-Elstorf und werfen die Pocket-Church in die Briefkästen, so dass alle Kinder von sechs bis zwölf Jahren höchstpersönlich von uns das Heft am Kick-Off-Day bekommen. Auch auf unserer Internet-Seite www.evjugend-nwe.de ist sie zu finden“, sagt Niklas Nadolny. Weitere 400 Hefte werden dann in den Gemeindehäusern, Schulen, Kitas und öffentlichen Orten ausliegen und dürfen gern mitgenommen werden.

    Niklas Nadolny weiß, dass auch Kinder schon einen vollen Terminkalender haben, daher finden viele Angebote am Wochenende statt. Sie sind altersgruppenspezifisch angepasst und haben immer einen biblischen Bezug oder Impuls. „Ich freue mich, dass wir bei der ersten Auflage der Pocket Church schon so ein gutes Programm für Kinder zusammenstellen konnten“, sagt Niklas Nadolny.

    Alle Teamer haben die JuLeiCa (Jugendleitercard) absolviert und sind gut dafür ausgebildet, Kinder zu leiten und etwas mit ihnen zu unternehmen. Mitmachen können alle Kinder, nicht nur Kinder aus Elstorf und Neu Wulmstorf. Anmelden kann man sich bei Niklas Nadolny (mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und durch die Formulare im Heft. „Die Kostenbeiträge sind gering, es sollen alle Kinder teilnehmen können, am Beitrag soll es nicht scheitern“, sagt Niklas Nadolny.

  • Harburg. „Wenn das Erzbistum eine GmbH wäre, dann müssten wir Insolvenz anmelden!“ So schilderte Ansgar Thim, Generalvikar des Erzbistums Hamburg, auf der Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung und Integration der Bezirksversammlung am Dienstagabend im Rieckhof die Lage. Es sind der Pensionsfonds der verbeamteten Lehrer und die nötigen Investitionen in marode Schulgebäude, die zum Beschluss der Schließung von bis zu acht katholischen Schulen geführt hätten. Bei der Übernahme des bis dato eigenständigen Schulverbandes in das Erzbistum habe man nicht gewusst, wie viel an Investitionen wirklich getätigt werden müsse. Grundlage für die schnelle Entscheidung ist ein Gutachten der Unternehmensberatung Ernst&Young. Wenn man jetzt nicht sofort handle, seien vielleicht nicht acht sondern mehr Schulen, die in einem Jahr geschlossen werden müssten.

    Kirche sucht nach Investoren ohne Gegenleistung

    Generalvikar Ansgar Thim versuchte sich im Rieckhof mit Rechtfertigungen. | Foto: Niels Kreller
    Generalvikar Ansgar Thim versuchte sich im Rieckhof mit Rechtfertigungen. | Foto: Niels Kreller

    In Harburg trifft es nach dem Willen des Erzbistums auf jeden Fall das Niels Stensen Gymnasium in Harburg (NSG). Für die Katholischen Schulen Harburg und Neugraben gibt es ein Moratorium - die Schließung soll verhindert werden. Dafür sucht das Erzbistum nun Investoren, die fehlenden Millionen für benötigte Investitionen tragen – allerdings möchte die Kirche die Trägerschaft behalten. Man stehe aber, erklärte Thim auf Nachfrage des CDU-Abgeordneten Uwe Schneider, mit der am vergangenen Freitag gegründeten Schulgenossenschaft in Kontakt. Auch müsse man in der Bischofskonferenz diskutieren, ob reichere Bistümer sich solidarisch an der Finanzierung beteiligen.

    Vor rund 150 Besuchern und Bezirkspolitikern musste Thim zugeben, dass man im Erzbistum seit rund 20 Jahren von der Schieflage wisse. Eine Maßnahme zur Sanierung sei das Anheben des Schulgeldes. „Sozialverträglich“, wie Dr. Anne Hutmacher, Referatsleiterin Schulaufsicht des Erzbistums erklärte. Denn im Moment zahle im Durchschnitt jeder Schüler einer katholischen Schule 48 Euro im Monat. Gedeckelt sei der nach Einkommen gestaffelte Betrag bei 100 Euro – bis zu 200 Euro im Monat sind in Hamburg möglich. Alle drei Harburger Schulen liegen in ihrem Schnitt unter dem Landesdurchschnitt von 48 Euro.

    Schulschließungen erst der Anfang?

    Ob auch andere Gebäude des Erzbistums von Schließung oder Verkauf bedroht seien, wollte Sebahattin Arras, Abgeordneter der Linken wissen - schließlich ginge es in dem der Sitzung zugrunde liegenden Antrag der GroKo auch um diese Frage. Bei der Antwort Thims ging ein ungläubiges Raunen durch die Reihen. Denn die Kirche habe, so Thim, gar keinen genauen Überblick über Gebäude und Grundstücke, die der Kirche gehören. Den werde es aber geben, versprach er, konnte aber schon kundtun, dass es zwar keine Schließung von Kitas geben würde, Gemeindehäuser aber wohl schon.

    „Sie haben keine Struktur“

    Die Harburger waren über solch dargelegte Schlampigkeit im Umgang mit Lehrern, Schülern, Eltern und Gemeinden empört. „Sie haben ein Wirtschaftsgebaren an den Tag gelegt, das man hier sonst nur vom HSV kennt“, wetterte Thomas Schlamp, Vater zweier Schüler des NSG. Er habe keine wirklichen Argumente gehört, so Henning Reh. Es komme immer nur „Das Invest lohnt sich nicht, weil sich das Invest nicht lohnt.“ Jaques Coste, Schulsprecher des NSG, stellte Thim und Hutmacher ein vernichtendes Zeugnis aus. „Wenn ich Ihr Lehrer wäre und Sie mir diesen Aufsatz abgegeben hätten, hätte ich Logik daneben geschrieben. Sie haben keine Struktur“, stellte er sachlich fest. Mehrfach wurde auch – unter Beifall – vor einer Austrittswelle gewarnt.

    Meine Meinung: Die Schäfchen müssen mehr Wölfe werden

    Kommentar. Das Erzbistum Hamburg sieht sich offenbar als Unternehmen. Deshalb hat es auch eine Unternehmensberatung beauftragt, sich mit der (hausgemachten) Finanzmisere zu befassen. Und deshalb befindet sich dieser Artikel bei uns auch in der Rubrik „Wirtschaft“.

    Die Unternehmensberater von Ernst&Young haben betriebswirtschaftliche Empfehlungen abgegeben. Denn nichts anderes sind die angekündigten Schulschließungen. „Gesundschrumpfen“ nennt man das. Dabei werden die unrentabelsten Teile des Konzerns abgewickelt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass alle drei Harburger Schulen unterdurchschnittliche Schulgeldeinnahmen zu verzeichnen haben.

    Die hausgemachte und seit Jahren bekannte wirtschaftliche Schieflage (Auch Generalvikar Thim gab am Dienstag zu, seit Jahren davon gewusst zu haben) wird auf dem Rücken von Lehrern, Schülern, Eltern und den Gemeinden ausgetragen – und keiner der Verantwortlichen ist bereit, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen erklären sie den Leidtragenden, wie schlimm auch sie das alles finden.

    Thim&Co können froh sein, dass das Erzbistum keine GmbH ist. Denn wenn es das wäre, dann wäre es nicht nur insolvent, sondern einige stünden wohl auch wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht. So aber ist das Schlimmste, was passieren kann, dass das Erzbistum aufgelöst und an Rom geht. Aber vielleicht wissen sie dort wenigstens, wie viele Gebäude und Grundstücke die Kirche hat.

    Vielleicht hat der vehemente Protest die Kirchenoberen überrascht. Aber anscheinend noch nicht so weit in die Bredouille versetzt, persönlich für ihr Versagen gradezustehen. Aber welcher „Investor“ wird diesen Leuten noch Geld anvertrauen wollen? Da braucht es wohl noch etwas mehr Druck der „Schäfchen“ auf ihre „Hirten“. Ein bisschen mehr Wolf im Schafspelz täte da gut.

  • Maschen. „Wir haben die 400.000-Euro-Marke übersprungen, das ist ein schöner Erfolg. Ich möchte ein großes Dankeschön an alle Menschen richten, die dazu beigetragen haben“, sagte Dr. Eckhardt Wohlers. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Friedenskirche Maschen hat den Stiftern in dieser Woche seinen Rechenschaftsbericht vorgelegt. Es war seine letzte Sitzung in dieser Form. Zehn Jahre lang stand Wohlers der Stiftung vor, im Sommer tritt er zur Neuwahl des Kuratoriums nicht mehr an.

    Wir danken Dir für Dein Engagement. Es ist Deinem Einsatz zu verdanken, dass die Stiftung so gut dasteht und so gute Erträge erzielt, mit denen wir die Kirchengemeinde Maschen unterstützen können“, sagte Klaus Meier, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums. Mit den Zinserträgen sollen zur Hälfte die Küsterarbeit unterstützt, zur anderen Hälfte bestimmte Projekte wie besondere Gottesdienste, die Kirchenmusik und der Besuchsdienst finanziell gefördert werden. Die Stiftung feierte 2017 ihr zehnjähriges Bestehen.

    Eckhart Wohlers berichtete über die vielen Veranstaltungen der Stiftung im Jubiläumsjahr 2017. Das Stiftungskapital ist gut angelegt. Zum Jahresende 2017 lag das Stiftungsvermögen bei 404.043 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr hat es sich um 18.323 Euro erhöht. Erfreulich sei es, dass wieder höhere Zustiftungen zu verbuchen waren. Dies lag zum Teil wohl auch an der neuen Bonifizierungsrunde der Landeskirche. Sie läuft noch bis zum 30. Juni 2019: Für alle in dieser Zeit eingeworbenen Zustiftungen legt die Ev. Landeskirche Hannovers auf je drei Euro noch einen Euro drauf.

    Wohlers informierte über die Entwicklung der Kapitalerträge und deren Zusammensetzung. „Um unseren Auftrag als Stiftung erfüllen zu können, müssen wir mit unseren Kapitalanlagen auskömmliche Erträge erzielen. Das ist nur möglich, wenn wir bei der Kapitalanlage teilweise ein höheres Risiko eingehen“, erklärte Wohlers. „Wir haben eine Balance zwischen Risiko und Sicherheit für die Stiftung gefunden“, sagt Wohlers. Risikoarme festverzinsliche Wertpapiere machen mit 54 Prozent immer noch mehr als die Hälfte der Anlagen aus.

    Seit 2010 schüttet die Stiftung Mittel an die Kirchengemeinde Maschen aus. Im Jahr 2017 waren dies 6.500 Euro für den Besuchsdienst, die Gottesdienstarbeit, die Kirchenmusik und die Küsterarbeit. Zudem hat sich die Stiftung an der Anschaffung eines Defibrillators beteiligt. „Auch in den kommenden Jahren dürften wir - bei konservativer Schätzung - Kapitalerträge von bis zu 9.000 Euro erzielen, so dass wir auch künftig die kirchliche Arbeit vor Ort tatkräftig unterstützen können“, sagt Wohlers. Er hofft auf weitere Stifter, um bis Ende dieses Jahrzehnts auch die 500.000-Euro-Marke zu knacken. Vielleicht hilft dabei die Bonifizierungsrunde.

    Die Stifter waren voll des Lobes für Dr. Wohlers. „Dieses gute Ergebnis haben wir Dir zu verdanken“, sagte Günter Effinger, der dem Vorstand der Stiftung angehört. Im Sommer wird das neue Kuratorium gewählt werden. Aus gesundheitlichen Gründen wird Wohlers nicht mehr kandidieren. Auch sein Stellvertreter Klaus Meier wird nicht mehr zur Wahl stehen.

    So werden neue Kandidaten gesucht. Das Kuratorium soll sich aus mindestens fünf, höchstens neun Personen zusammensetzen. Da es sich um eine rechtlich selbstständige Stiftung handelt, soll mindestens die Hälfte der Kuratoriumsmitglieder nicht dem Kirchenvorstand angehören. Wer sich die Mitarbeit im Kuratorium vorstellen kann, erhält weitere Informationen bei Eckhardt Wohlers, mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Harburg/Santiago de Compostela. Er ist wieder auf dem Jakobsweg: Zum sechsten Mal wandert der Harburger Künstler Holger Musiol auf dem weltbekannten Pilgerweg zum Wallfahrtsort Santiago de Compostela in galizischen Spanien. Heute am 1. August geht es los. Zuerst nach Bilbao, dann mit dem Bus nach Irun und dann liegen 800 Kilometer Fußmarsch vor ihm. Seine Begleiter sind unter anderem die Actionfigur „Hulk“ und die Handpuppe „El Diablo“, mit denen Musiol unterwegs Fotos schießt oder sie per Videobotschaft seine Tour kommentieren lässt.

    Der erste Teil ist sozusagen zum Einstieg: Der „Camino del Norte“ führt Holger Musiol zunächst an der Atlantikküste entlang. Dann aber biegt er ab in den „Camino Primitivo“, den als „ursprünglicher Jakobsweg“ bezeichnete Pilgerpfad durchs Gebirge. Er ist der anspruchsvollste Weg nach Santiago de Compostela.

    Unterwegs übernachtet der Harburger Künstler in den Pilgerherbergen am Wegesrand. Nach rund 800 Kilometern ist das Ziel erreich: Der Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Dort, in der großen Kathedrale über einem Grab, das dem Apostel Jakob zugeschrieben wird, wird der Pilger nach vier bis fünf WOchen Fußmarsch Erlösung von seinen Sünden erhalten.

    Aber Holger Musiol wäre nicht Holger Musiol, wenn er dies nur für sein alleiniges Seelenheil täte. Denn wie schon die Jahre zuvor, geht er den beschwerlichen Weg auch für andere. Und so möchte er, wenn er wieder zu Hause in Harburg ist, eine Aktion machen, auf der er „Ablassbriefe“ an all diejenigen vergibt, die dies möchten. Einzige Bedingung: Sie müssen (anonym) eine ihrer Sünden bekennen und auf einen Zettel schreiben, den sie dann in eine Urne werfen. Die gesammelten Sünden sollen dann verbrannt werden. Die Location für diesen Event steht noch nicht fest. Einmal war es ein Swingerclub. „Vielleich ja dieses Mal im Knast“, erzählt Holger Musiol von seinen Plänen.

    Aktuell Informationen über den Verlauf der Pilgerfahrt gibt es auf Holger Musiols facebook-Seit: www.facebook.com/holger.musiol.7

     

  • Hittfeld/Bendestorf. „Das Beste am Kirchenkreis Hittfeld war, dass wir uns hier kennengelernt haben“, sagen Delia und Jan Kreuch schmunzelnd. Die beiden sind seit vier Jahren ein Paar und haben sich bei der gemeinsamen Arbeit für Jugendliche im Kirchenkreis Hittfeld kennengelernt. Delia Kreuch (31) ist Diakonin für Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau und Tostedt. Dr. Jan Kreuch (38) ist Pastor in Bendestorf. Gemeinsam mit Tochter Mathea (2) und Golden-Retriever-Hündin Maja wechseln sie zum 1. Februar nach Deutsch Evern bei Lüneburg. Jan Kreuch wird am Sonntag, 21. Januar, im Gottesdienst ab 10.30 Uhr in Bendestorf verabschiedet. Delia Kreuch wird auch am Sonntag, 21. Januar, in der Tostedter Johanneskirche im Rahmen des Jugendgottesdienstes „13 plus“ ab 18 Uhr verabschiedet.

    Pastor Jan Kreuch kam im August 2013 nach Bendestorf. Mit einer halben Stelle war er Gemeindepastor, mit der anderen Hälfte Schulpastor am Gymnasium Hittfeld. Warum wechseln Sie nach Lüneburg? „Die Schulpastoren-Stelle war immer eine befristete Stelle und daher für uns als Familie nicht sicher. Außerdem leben meine Eltern in Lüneburg, die uns als Babysitter unterstützen können“, sagt Kreuch. Zu 80 Prozent wird er als Gemeindepastor in der Martinus-Gemeinde Deutsch-Evern arbeiten, mit zwanzig Prozent ist er für das Altenheim „Alte Stadtgärnterei“ in Kaltenmoor in Lüneburg zuständig.

    Jan Kreuch war gern Pastor in Bendestorf: „In der Gemeinde leben viele nette, sympathische Menschen, die durchaus progressiv eingestellt sind. Dadurch konnte ich viel ausprobieren, den Gottesdienst in Punkten verändern und einen Abendgottesdienst einführen. Im Gesprächskreis diskutierten wir mit unterschiedlichen Menschen über Glaubensthemen. Auch die Arbeit im Kirchenvorstand war sehr gut“, sagt Jan Kreuch.

    Delia Kreuch hat ihre Diakonenstelle in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt erst feststecken müssen, vorher gab es diese gemeindeübergreifende Stelle nicht. „Wir haben in der Zeit viel auf den Weg gebracht. Es gibt nun in jeder Gemeinde Angebote für Jugendliche, renovierte Jugendräume oder ganz neue Räume wie den Bauwagen in Heidenau.“

    Die Gemeinden zeigten sich allen Ideen immer sehr offen gegenüber, dadurch war vieles möglich. „Wir Diakone sehen uns im Kirchenkreis Hittfeld laut Konzept als „Ermöglicher“. Deswegen war mir immer eine Stärkung des Ehrenamts der Jugendlichen sehr wichtig, damit sie auch ohne mich selbstständig und eigenverantwortlich handeln können.“ Nach Ende ihrer Elternzeit will sie als Diakonin oder Sozialpädagogin in Lüneburg arbeiten.

    „Meine Diakonen-Kollegen sind ein tolles Team, mit dem ich gern gearbeitet habe“, sagt Delia Kreuch. Das sieht auch Jan Kreuch so: „Das Arbeiten im Kirchenkreis Hittfeld hat mit vielen guten Kollegen viel Spaß gemacht. Gut ist auch das Konzept der Nachbarschaften. Es gibt dadurch in jeder Gemeinde Ansprechpartner für Jugendliche. Wir treffen uns mit Pastoren, Diakonen und Hauptamtlichen aus den Nachbarschaften des ganzen Kirchenkreises einmal im Monat zur Fachkonferenz, das ist ein wirklicher Vorteil und das gibt es nicht in jedem Kirchenkreis“, sagt Jan Kreuch.

    Die Vakanzvertretung in Bendestorf übernimmt Pastorin Dorothea Blaffert aus Klecken. Für Delia Kreuch übernimmt Diakonin Friederike Wunsch weitestgehend die Aufgaben in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt.

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