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Kunst

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  • Buxtehude. Nicken, Kopfschütteln, Lachen, Zweifeln, Reden. Ganz viel Reden – miteinander, aber auch übereinander: Ruhig und ereignislos, wie mancher gehofft hatte, war die Veranstaltung zur Verleihung des Preises „KünstlerInnen sehen Buxtehude“ am Mittwochabend nicht. Denn am Ende gab es eine Preisverleihung ohne Preisträger, eine emotionale Auseinandersetzung über Kunst, und die Entscheidung eines Künstlers, sein Bild gleich wieder mit nach Hause zu nehmen.

    Doch der Reihe nach: 2017 gibt es keinen Preisträger des Wettbewerbs „KünstlerInnen sehen Buxtehude“. Die Jury hat stattdessen drei Werke lobend erwähnt und das Preisgeld unter den folgenden drei Künstler aufgeteilt: Jeweils 1.000 Euro überreicht bekamen Jürgen K. F. Rohde für „Ja! Ja! / effiziente Milchkuh, deformierte Milchtüten“, Sven Brauer für „Wenn Kreise sich windig schließen“ und Britta Lange für „Ahoi Buxtehude!“.

    14 Künstler hatten Werke eingereicht, Das Motto des mit 3.000 Euro sehr gut dotierten Preises „KünstlerInnen sehen Buxtehude“ lautete – mit Bezug auf die für den 3. September geplante Verbrauchermesse „Vor-Ort-Fair-ändern“ – „Fair-ökologisch -nachhaltig“. Die Künstler waren aufgerufen, ein Werk zu schaffen, das sich sowohl dem ökologischen Thema als auch der Hansestadt Buxtehude widmet.

    14 Künstler der Region waren dem Aufruf gefolgt und hatten ein Kunstwerk zum Thema eingereicht. Eine aus vier Personen bestehende Jury hatte getagt und die Entscheidung gefällt: „Die Jury hat sich einstimmig entschieden, den Preis als solchen in diesem Jahr nicht auszuloben“, heißt es inder Begründung, vorgelesen vom für Kultur zuständigen Fachgruppenleiter der Hansestadt Buxtehude, Torsten Lange. Und weiter heißt es, in Absprache mit dem Sponsoren, der Sparkasse Harburg-Buxtehude, werde man „das Preisgeld den drei Werken, die sich aus künstlerischer Sicht am besten mit dem Themen „fair-nachhaltig-ökologisch“ auseinandergesetzt haben, zukommen zu lassen.“

    Künstler diskutierten kontrovers über die Entscheidung. Diese Entscheidung stieß nicht nur auf offene Ohren. Einige Künstler diskutierten lebhaft darüber, ob eine solche Entscheidung fair sei, ob die Ausschreibungsbedingungen mit dem Urteil der Jury wirklich erfüllt worden wären und ob die Ausschreibungskriterien bei allen Werken tatsächlich erfüllt seien. Erwin Hilbert aus Tostedt wurde es dann offensichtlich zu viel: Er hängte sein vielbeachtetes Bild „Der verlorene Stachel des Buxtehuder Igels“ ab und verließ mit Bild die Veranstaltung.

    Im gut besuchten Marschtorzwinger entspann sich eine rege Diskussion über die ausgestellte Kunst im Anschluss an die Preisverleihung.

    Interessierte können sich die 13 ausgestellten Werke – ein Mix aus Zeichnungen, Malerei, Kollagen sowie Glas- und Schmiedearbeiten – noch bis zum 10. September im Marschtorzwinger am Westfleth anschauen. Weil es in diesem Jahr keinen Preisträger gibt, wird es keine Einzelausstellung geben und keines der Werke des aktuellen Wettbewerbsjahrgangs wird in den Fundus der der Artothek übergehen.

  • Harburg/Wilhelmsburg. Am 3. Februar 2003 wurde der erste Stolperstein in Harburg verlegt. Die Stolpersteine sollen daran erinnern, dass das Grauen nicht erst in Auschwitz, Treblinka oder in anderen Lagern begann, sondern in unseren Nachbarschaften, wo die Menschen gelebt haben und aus deren Mitte sie gerissen wurden. Deshalb werden sie meistens dort verlegt, wo die Opfer der Nazis ihren letzten frei gewählten Wohnsitz hatten. Ins Leben gerufen hat dieses Projekt der Künstler Gunter Demnig, der mittlerweile von Katalonien bis Nordnorwegen solche Steine verlegt hat.

    Die ersten Wilhelmsburger Stolpersteine erinnern an Hermine Baron, die am 23. Januar 1943 im Getto Theresienstadt umkam, an ihre Tochter Katharina Leipelt, die am 9.Dezember 1943 im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel tot aufgefunden wurde, und an ihren Enkel Hans Leipelt,Mitglied der Weißen Rose, dessen Leben am 29.Januar 1945 im Gefängnis München-Stadelheim unter dem Fallbeil endete.

    Aus dem Anlass des 15-jährigen Jahrestages der ersten Verlegung eines Stolpersteins in Harburg und Wilhemsburg zeigen die Initiative Gedenken in Harburg, die Ev.-Luth. Reiherstiegkirchengemeinde und die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen den Dokumentarfilm „Stolperstein“. In dem Werk von Dörte Franke wird der Künstler und Erschaffer des Erinnerungsprojekts, Gunter Demnig, porträtiert und die Entwicklung dieses speziellen Beitrages zur europäischen Denkmalskultur skizziert.

    Der Film wird am Mittwoch, 31. Januar 2018, um 19 Uhr im Gemeindehaus der der Paul-Gerhardt-Kirche (Georg-Wilhelm-Straße 121, 21107 Hamburg) gezeigt. Der Eintritt ist frei.

  • Buxtehude. Zwei Tage lang steht Buxtehudes Innenstadt wieder im Zeichen der Kunst: Die Hansestadt richtet am letzten August-Wochenende, 25./26. August, das 2. Buxtehuder Kunstfest aus. In der Altstadt rund um das Historische Rathaus werden 30 Pavillons aufgebaut, in denen Bildende Künstler und Kunsthandwerker ihre Arbeit präsentieren. Ein Rahmenprogramm mit sogenannten Walking Acts, Musik und Performances wird auf die Beine gestellt. „Wegen des großen Erfolgs haben wir den Auftrag der Politik erhalten, das Kunstfest auch dieses Jahr wieder auszurichten“, sagt der für Kultur, Tourismus und Marketing zuständige Fachgruppenleiter Torsten Lange.

    Kunstfest ermöglicht intensiven Austausch

    Künstler und Kunsthandwerker der Region sind aufgerufen, sich zu bewerben: „Ich wünsche mir Künstler, die mit Herz, Liebe und Enthusiasmus dabei sind“, sagt Brauer. Und weiter: „Wir wollen ein gewisses Niveau anbieten.“ Es geht Sven Brauer darum, dass technisch ausgereifte Arbeiten präsentiert werden. Er will die Kunstschaffenden dann so platzieren, dass ein harmonisches Ganzes entsteht.

    Wer Interesse hat, kann sich via E-Mail bei Susanne Wiegel unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder beim Künstlerischen Leiter Sven Brauer unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bewerben. Sollten sich mehr als 30 Künstler bewerben, entscheidet eine Jury.

    Das Kunstfest 2017 war klasse“, sagt Brauer. Vor allem auch, weil Bürger und Künstler intensive Gespräch geführt hätten: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Torsten Lange hebt hervor: „Weil das Kunstfest unter freiem Himmel und für die Besucher kostenfrei stattfindet, kommen auch Menschen mit Kunst in Berührung, die sonst nicht unmittelbar damit zu tun haben.“

    Erstmals ist die städtische Artothek eingebunden

    Max Kraatz auf dem Buxtehuder Kunstfest 2018. | Foto: ein
    Max Kraatz auf dem Buxtehuder Kunstfest 2018. | Foto: ein

    Bei der zweiten Auflage des Kunstfestes werden mehr Pavillons aufgebaut als im Vorjahr, die Bühne wird auf dem Rathausmarkt stehen, die Artothek – der städtische Bilderverleih – ist erstmals mit eingebunden und für Interessierte geöffnet. Es wird mehr Walking Acts als 2017 geben: Violinist Max Kraatz wird geigend durch das Publikum schlendern, Zauberer Christian Knudsens wandelt durch die Stadt, die Urban Sketchers Hamburg werden zeichnend die Altstadt erkunden.

    Auch die Künstler-Gruppe Touching Art um die Buxtehuderin Lina Garvardt wird sich wieder mit einer Performance präsentieren, bei der Berührungen im Mittelpunkt stehen. Die Steampunk Band Drachenflug wird nicht nur auf der Bühne am Rathaus auftreten, ihr Sänger wird auch mit seiner Lyra über das Kunstfest wandern.

    Wieder mit dabei ist die KinderKulturKarawane: Kinder und Jugendliche lernen hier Gleichaltrige anderer Kulturen als begabte Künstlerinnen und Künstler kennen. Birgit Deutschmann von „Elbentuch“ wird gemeinsam mit den Besuchern kleine Quadrate filzen. Diese Quadrate werden später zu einer Decke verbunden, diese Decke dann zu einem guten Zweck versteigert.

  • Harburg. „Toro hat einen bleibenden Eindruck für das Kunstgeschehen in Harburg geleistet.“ Mit diesen Worten fasste am Montag auf der Vernissage Albert Böhl, langjähriger Freund Toros, die Bedeutung des Harburger Künstlers zusammen. „25“ – das ist die neue Ausstellung des Harburger Malers Mentor A. Ejupi - "Toro", der vor 25 Jahren nach Deutschland, nach Hamburg, ganz genau: nach Harburg kam.

    In der Haspa-Filiale am Sand werden aus diesem Anlass noch bis Freitag während der Öffnungszeiten 25 Gemälde Toros gezeigt, die für diesen Anlass entstanden sind. Ein verbindendes Band, so stellte Böhl fest, dass sich durch das Lebens des Künstlers zieht, ist das Album „Sarabande“ des Musikers Jon Lord, Keyboarder der englischen Pop-Band Deep Purple. Die Sarabande, ein wilder, exotischer und lasziver Tanz aus der Zeit des Barock, stand Pate für das Album, auf dem Lord die barocke Musik Johann Sebastian Bachs mit dem modernen „Sex, Drugs and Rock’n Roll“ verband. Und davon war schon der junge Toro fasziniert. „Ich höre Sarabande seit ich 13 bin“, verriet der Künstler. Auch während der Schaffensphase für die Ausstellung war es diese Musik, der er meistens – bewusst oder aus lauter Konzentration auf das zu schaffende Werk unbewusst – lauschte und die er mit seiner Malerei zu einer Einheit verband.

    Nach der Ausstellung werden fünf der Gemälde als Leihgabe an die fünf Harburger Haspa-Filialen gegeben. Für die restlichen 20 Gemälde gilt der philosophische Satz Toros, mit dem er seine Begrüßung der rund 100 Anwesenden beschloss: „Kaufen Sie meine Kunst, bevor ich sterbe, denn wenn ich tot bin, ist es mir scheißegal.“

  • Harburg. 25 Jahre ist es jetzt her, dass Mentor A. Ejupi nach Deutschland kam. Aus Prishtina, der Hauptstadt des heutigen Kosovo, das damals zu Restjugoslawien gehörte. Drumherum hatten sich Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien schon für unabhängig erklärt und in Bosnien und Kroatien herrschte Krieg.

    In dieser Situation kam der 26 Jahre alte Journalist und Künstler, der hier als Toro bekannt wurde, nach Deutschland. Denn für ihn, als ein dem Staat gegenüber kritischen Journalisten und Künstler, als Teil der Studentenbewegung, wurde es in der Heimat zu gefährlich. „Wenn ich noch länger dageblieben wäre, weiß ich nicht, ob ich heute hier wäre“, schildert Toro die Lage damals.

    So kam er nach Hamburg. Genauer gesagt: Harburg. Denn hier ließ er sich nieder, wurde „Der Harburger Hafenkünstler“ und gewann den südlichen Stadtteil der Hansestadt lieb. „Love it or leave it“ ist seine Aufforderung an Harburg und die Harburger.

    Nun, 25 Jahre nach seiner Ankunft, wird Toro am 24. September eine Ausstellung in der HASPA-Filiale am Sandmachen. Mit 25 Gemälden, die er extra für diese Ausstellung gemalt hat. „Es werden 25 Bilder für 25 Jahre in Harburg“, so Toro. Die Inspiration dazu habe er schon lange gehabt.

    2018 08 11 toro haspa1In die Tat umsetzen konnte er die Idee, als ihn Andreas Römer, Regionalleiter Harburg der HASPA, anrief und fragte, ob Toro nicht eine Ausstellung in der Filiale machen wolle. „Ich kenne Toro schon lange und es war mal Zeit dafür. Von Toro für Harburg war die Idee dabei. Denn wenn jemand Harburg auch künstlerisch repräsentiert, dann ist er das“, erklärt Anreas Römer, wie er auf den Gedanken kam.

    Damit die Ausstellung realisiert werden kann, übernahm die HASPA DIE Materialkosten für Material, Katalog und Ausstellung. Auch das Atelier stellte sie. Und das befindet sich – als eine art Pop-Up-Atelier – im Marktkauf-Center, das hier auch sehr entgegenkommend war. „Das Atelier belebt das Center – das ist ein Gewinn für beide Seiten“, findet dann auch Centermanagerin Valbone Scharfenberg.

    Die 25 Bilder stehen nicht jeweils für ein Jahr der Zeit, die Toro bisher in Harburg gelebt hat. Aber doch für diese Zeit, denn sie bilden die verschiedenen Stile wieder, in denen Toro gemalt hat. Gerade auf der Staffelei steht ein Bild, das laut Toro sozusagen den Abschluss bildet – obwohl es zeitlich an den Anfang gehören würde. Denn im Zentrum findet sich die Deutschlandfahne und unten links und rechts „Prishtina“ und „Berlin“. Nachfragen muss man, was der Buchstaben-Zahlen-Code rechts-mitte bedeutet. „Das ist meine ID“, erklärt Toro. „Und links“, so fährt er schmunzeln fort, „stehen die beiden Wörter, die ich bei meiner Ankunft am häufigsten gehör habe: „Bitte warten“. Überschrieben ist das Bild mit „Sozialrepublik Deutschland“. Das soll, so Toro, auch schon die Idee für seine nächste Ausstellung sein.

    Die Ausstellung soll in der Woche vom 24. September in den Öffnungszeiten der HASPA-Filiale am Sand für alle kostenlos zu sehen sein. „Das ist dann mal etwas anderes als Bank“, freut sich Andreas Römer schon auf diese Zeit. Danach gehen fünf Bilder an die jeweils fünf Filialen der HASPA in Harburg. Bis zur Fertigstellung der Ausstellung können Interessierte übrigens im Atelier im Edgeschoss des Marktkaufcenters (neben dem O2-Shop) vorbeischauen - die Tür ist offen.

  • Harburg. „Love It Or Leave It“ ist der Titel der neuen Ausstellung des Harburger Künstlers Toro, die am Freitag, 21. April 2017, im Privathotel Lindtner in Heimfeld eröffnet wird. Gezeigt werden neue Werke des Künstlers, die Ansichten und Motive aus Harburg zeigen: Binnenhafen, Alte Elbbrücke, den Wochenmarkt auf dem Sand, die Lü, die Marienstraße, Wilstorfer…

    Symbolisch beginnt der Rundgang dabei mit einem Abbild der ersten Ausgabe der Harburger Anzeigen und Nachrichten (HAN) vom 5. Oktober 1844. Zu lesen ist

    „An das geehrte Publikum!
    Love it or Leave it
    Toro“

    Die Erstausgabe der HAN auf einer Tischdecke gemalt mit dem Ausstellungstitel eröffnet den Rundgang. | Foto: Niels Kreller
    Die Erstausgabe der HAN auf einer Tischdecke gemalt mit dem Ausstellungstitel eröffnet den Rundgang. | Foto: Niels Kreller
    Und so ist man mitten im Thema der Ausstellung. Sie ist eine Lieberklärung des kosovarisch-stämmigen Mentor Toro Ejupi, der mit 1993 mit 27 Jahren nach Harburg kam. Eigentlich nur auf der Durchreise zu einem Job nach Holland war er hier hängengeblieben. „Das ist jetzt meine neue Heimat“, so Toro. Und er hat seine neue Heimat lieben gelernt und in den 24 Jahren immer wieder versucht, mit neuen Ideen der Kunst einen Raum zu schaffen.

    Als er mit der Idee zu „Love It Or Leave It“ zu Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann kam, uns sagte, man solle zusammen etwas über Harburg machen. Lansmann war sofort von der Idee begeistert und zusammen machten sich die beiden auf Sponsorensuche. Den fanden sie schnell im Marktkauf Center, die die Finanzierung des Materials übernahmen. Auch das die Ausstellung im Lindtner sein sollte, war schnell klar. Da Toro nicht in seiner eigenen Galerie austellen wollte, war dies sein Favorit. „Mein Mann und ich sind glücklich, dass wir hier zum ersten Mal Harburg zeigen“, so Heida Lindtner. Die Bilder seien ausdrucksstark und man lerne Harburg kennen, begeisterte sich die Hotelchefin, in deren Räumen sonst eher die abstrakte Kunst vorherrscht.

    Love it or leave it – liebe es oder verlasse es. Für Toro ist dies, obwohl er mit seinem Atelier nun auf die andere Elbseite wechselt, eindeutig geklärt. „Ich verlasse Harburg nur mit meinem Studio“, erklärt der Künstler. Sobald sich ihm die Möglichkeit eröffne, ausreichende Studioräume wieder in Harburg zu beziehen, würde er dies sofort tun.

    Die Werke zeigen aber auch seine Kritik am jetzigen Harburg, insbesondere an den Architektursünden der jüngeren Zeit. So sind die Bilder, die er, teilweise nach alten Aufnahmen aus dem 19. Jahrhundert, mit dem Spachtel malte, von ihm wieder durch Kratzer zerstört oder wie es nennt dekonstruiert worden. Denn diese, für ihn so schönen Betrachtungen auf Harburg, gibt es so n nicht mehr. „Ich hätte gerne einmal in dieser Zeit gelebt. Ich liebe diese Architektur.“ Und so kann die Ausstellung auch als Mahnung an Politiker, Verwaltung und Bauherrn verstanden werden, das Alte zu bewahren und weiterzuentwickeln statt zu zerstören und abzuwickeln.

    Im Zentrum der Ausstellung, quer über die große Bühne, hängt eines seiner Lieblingswerke. Das „Wasserbild“, wie es genannt wird, war drei Wochen im Binnenhafen halb im Wasser

    Auch das Emblem der Harburger Schützengilde hat seinen Platz in
    Auch das Emblem der Harburger Schützengilde hat seinen Platz in "Love It Or Leave It". | Foto: Niels Kreller
    aufgehängt und ist mit den Spuren, die das Hafenwasser hinterlassen hat, ein lebendiges Abbild der alten Harburger Keimzelle. „Der Hafen ist für mich wichtig und hat eine große Bedeutung. Es ist einer der Magneten hier“, so Toro, der auch der Harburger Hafenkünstler genannt wird, über seine persönliche Beziehung zum Gebiet nördlich der Bahnschienen, in dem er auch lange Zeit seine Ateliers hatte. „Es ist erst das zweite Mal dass ich das Bild mit so einem Abstand sehen kann“, freut er sich.

    Bei einigen Bildern kann man sich durchaus auch vorstellen, dass sie nach der Ausstellung weiterhin öffentlich zu sehen sind. So würde sich der Gildevogel gut im Gildezimmer machen, das Privathotel Lindtner ein paar Stockwerke über der Ausstellung ist. Oder eines der beiden Harburger Wappen wäre eine Zierde im Ratssaal, wo die Bezirksversammlung tagt.

    Die Ausstellung öffnet am Freitag, 21. April 2017, um 19 Uhr. Zu sehen sind die Werke bis zu 14. Mai.

  • Harburg. Der Comic – seine Ursprünge liegen einige tausend Jahre in der Vergangenheit, seine moderne Form als Form der Unterhaltung entstand im 19 Jahrhundert. Anfänglich standen viele (Literatur-)Wissenschaftler den Comics kritisch gegenüber. Die Sprache verarme durch die vielfach unvollständigen Sätze und die Nutzung der Umgangssprache – so ihr Befund. Glücklicherweise hielt dies Zeichner und Leser nicht von den Comics ab und heute erfreuen sie sich nicht nur weiterhin großer Beliebtheit, sondern sind auch anerkannte Kunst. In der Kult-Serie „The Big Bang Theory“ gibt es sogar einen Ort, ein Paradies, für Comicfans: Stuarts Comicbuchladen, wo Sheldon, Leonard, Howard und Raj regelmäßig zu finden sind.

    Einen solchen Ort gibt es auch in Harburg: Den Comicladen von „Racing“-Rainer Ukat in der Neuen Straße. Dort betreibt der Comicliebhaber seit 2013 einen Shop für Comicliebhaber und –interessierten. Hier findet man sie: Die Superhelden aus den DC und Marvel Universen wie Batman, Superman, Spiderman, Die Fantastischen Vier, Hulk, Captain America, die X-Men, Green Lantern, aber auch viele Mangas und Graphic Novels.

    2018 10 11 comic kultur tag1Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens folgt nun der nächste Schritt: Am 13. Oktober 2018 veranstaltet Ukat den ersten Harburger Comic Kultur Tag, eine Messe in der gegenüber seines Ladens liegenden ehemaligen Dreifaltigkeitskirche. „Die Bemühungen um die Neunutzung der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche als Projekt ´3falt –Kunst, Kultur und Kreativität` gegenüber meines Comic-Ladens bieten da eine optimale Chance, da ich schon länger nach temporär zu nutzenden größeren Räumen suche und den Standort Harburg selbstredend bevorzugen würde. Und mein fünfjähriges Bestehen ist ein guter Aufhänger obendrein“, so Rainer Ukat.

    An diesem Tag werden von 10 bis 18 Uhr namenhafte Comiczeichner vor Ort sein, denen man bei der Arbeit zuschauen kann, die Hefte signieren werden und denen man bestimmt auch die ein oder andere Frage stellen kann. Dazu wird auf der Bühne live gezeichnet und es gibt interessante Vorträge zu hören. Der Eintritt soll beim Auftakt eher symbolischer Natur sein und nur einen Euro betragen. Dafür kann man sich aber sogar noch ein Gratis-Comic mitnehmen.

    Comiczeichner vor Ort:
    10:00 - 12:00 Kristina Gehrmann (Eisland, Der Dschungel)
    11:30 - 13:30 Arne Jysch (Wave and Smile, Der nasse Fisch)
    13:00 - 15:00 Daniel Haas (Solange ich Atme)
    14:30 - 16:30 Timo Wuerz (Ghost Realm, Black Metal..)

  • Heimfeld. Die kolumbianische Künstlerin Sofia Gutierrez befindet sich derzeit auf Deutschlandreise und stellt ihre Kunst, Malerei, Zeichnung, Fotografie 
und Installation im Alles wird schön in der Friedrich-Naumann Straße 27 & 32 in Heimfeld aus.

    Sofia Gutierrez wird zur Vernissage am Freitag, 11. August 2017 (19 Uhr), ein Wandbild in den Räumen des Alles Wird Schön anfertigen. Außerdem gibt es eine Performance mit einem 15 Minuten langen traditionellen Folkloreteil, dessen Stücke bzw. Texte mit Sofia Gutierrez Arbeiten im Zusammenhang stehen. Im Anschluss wird es dann modern mit einer Livepercussion.

    Vernissage: Freitag, 11. August 2017, um 19 Uhr
.
    Ausstellungsdauer: 11. August-3. September 2017

  • Buxtehude. Kulturförderung, die sich sehen lassen kann: Bereits zum zweiten Mal in Folge fördert die Sparkasse Harburg-Buxtehude den Artothekskatalog und den dazugehörigen Flyer der Hansestadt Buxtehude mit 6.000 Euro. Auf 108 Seiten werden die rund 580 Werke präsentiert, welche die seit 34 Jahren bestehende Artothek im Portfolio hat.

    Susanne Wiegel vom Kulturbüro war bei der Vorstellung des neuen Katalogs im Beisein von Matthias Weiß, Regionaldirektor bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude, und Kulturbüro-Mitarbeiterin Antje Peveling sehr zufrieden mit der Entwicklung der Nutzerzahlen: Der Katalog sei ein gutes Instrument, um Kunden an die Werke heranzuführen und ihnen Gelegenheit zu geben, die Bilder und Skulpturen ganz in Ruhe auszusuchen, die sie ausleihen möchten. Der Katalog im neuen Design stellt je vier Werke pro DIN A4-Seite dar und macht neuerdings auch Angaben zu den Maßen der Bilder und Skulpturen.

    Die Artothek laufe besonders gut, seitdem sie im neuen Servicecenter Kultur & Tourismus integriert ist, beschreibt Wiegel. Seit April 2017 hat die Artothek wieder geöffnet und seitdem hätten sich mehr als 30 neue Kundinnen und Kunden angemeldet. Früher musste man durch einen Bürotrakt gehen, um in die Artothek zu gelangen. Das hätte viele Besucher abgeschreckt. „Heute gelangt man über den Servicebereich hinein und kann in der Artothek unbeobachtet die Kunst auf sich wirken lassen“, so Wiegel. Am gängigsten sind Malereien auf Leinwand. Das Besondere in Buxtehude: Es gibt die Werke in unterschiedlichen Formaten und auf verschiedenen Rahmen – von hellem Holz bis modernem Metall. So finden sie beispielsweise ihren Platz in privaten Wohnzimmern, Arztpraxen und Anwaltskanzleien.

    Für die Sparkasse Harburg-Buxtehude ist es selbstverständlich, diesen Service der Hansestadt Buxtehude zu unterstützen. Regionaldirektor Matthias Weiß findet, „dass niemand sich die Chance entgehen lassen sollte, den Katalog anzuschauen, um das vielfältige Angebot kennenzulernen“. Er wird im Kollegium ebenfalls dafür Werbung machen.

    Den Katalog gibt es übrigens auch auf einem Stick, der bequem mit nach Hause genommen werden kann. „In Zeiten der Digitalisierung also alles eine runde Sache“, so Weiß weiter.

  • Harburg/Santiago de Compostela. Er ist wieder auf dem Jakobsweg: Zum sechsten Mal wandert der Harburger Künstler Holger Musiol auf dem weltbekannten Pilgerweg zum Wallfahrtsort Santiago de Compostela in galizischen Spanien. Heute am 1. August geht es los. Zuerst nach Bilbao, dann mit dem Bus nach Irun und dann liegen 800 Kilometer Fußmarsch vor ihm. Seine Begleiter sind unter anderem die Actionfigur „Hulk“ und die Handpuppe „El Diablo“, mit denen Musiol unterwegs Fotos schießt oder sie per Videobotschaft seine Tour kommentieren lässt.

    Der erste Teil ist sozusagen zum Einstieg: Der „Camino del Norte“ führt Holger Musiol zunächst an der Atlantikküste entlang. Dann aber biegt er ab in den „Camino Primitivo“, den als „ursprünglicher Jakobsweg“ bezeichnete Pilgerpfad durchs Gebirge. Er ist der anspruchsvollste Weg nach Santiago de Compostela.

    Unterwegs übernachtet der Harburger Künstler in den Pilgerherbergen am Wegesrand. Nach rund 800 Kilometern ist das Ziel erreich: Der Wallfahrtsort Santiago de Compostela. Dort, in der großen Kathedrale über einem Grab, das dem Apostel Jakob zugeschrieben wird, wird der Pilger nach vier bis fünf WOchen Fußmarsch Erlösung von seinen Sünden erhalten.

    Aber Holger Musiol wäre nicht Holger Musiol, wenn er dies nur für sein alleiniges Seelenheil täte. Denn wie schon die Jahre zuvor, geht er den beschwerlichen Weg auch für andere. Und so möchte er, wenn er wieder zu Hause in Harburg ist, eine Aktion machen, auf der er „Ablassbriefe“ an all diejenigen vergibt, die dies möchten. Einzige Bedingung: Sie müssen (anonym) eine ihrer Sünden bekennen und auf einen Zettel schreiben, den sie dann in eine Urne werfen. Die gesammelten Sünden sollen dann verbrannt werden. Die Location für diesen Event steht noch nicht fest. Einmal war es ein Swingerclub. „Vielleich ja dieses Mal im Knast“, erzählt Holger Musiol von seinen Plänen.

    Aktuell Informationen über den Verlauf der Pilgerfahrt gibt es auf Holger Musiols facebook-Seit: www.facebook.com/holger.musiol.7

     

  • Hittfeld/Tostedt/Stelle. Neue Kunst für das Seevetaler Rathaus in Hittfeld – dort sind jetzt bis Ende Juni besondere Kunstwerke zu sehen. Der Verein Lebenshilfe Lüneburg-Harburg e. V. hat sich zu seinem 50-jährigem Bestehen etwas Besonderes einfallen lassen: In der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Tostedt wurde eine Wanderausstellung zusammengestellt, die derzeit durch den Landkreis Harburg tourt und nun in Seevetal angekommen ist.

    Die ausgestellten Bilder sind in der Montageabteilung und in der Tagesförderstätte unter der Anleitung der Kunsttherapeutin Claudia Hennings entstanden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen fertigen die Bilder in wöchentlichen Einzelsitzungen mit und ohne Unterstützung an. Als Materialien nutzen sie Buntstifte, Wachsmaler, Acryl- sowie Aquarellfarben. Die Motive sind angelehnt an Werke bekannter Künstler wie zum Beispiel Vincent van Gogh, Picasso oder Paul Klee. Die Bilder stehen zum Verkauf.

    Weitere Informationen erteilt Martin Langer, Leiter der Tagesförderstätte, unter Telefon 0 41 82/20 08 18 bzw. für Kunst im Seevetaler Rathaus Svenja Riebau unter Telefon 0 41 05/55 22 88. Nach der Seevetaler Station wird die Ausstellung im Juli im Rathaus der Gemeinde Stelle zu sehen sein. Das Jubiläum der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg wird am Sonnabend, 26. August, in Winsen gefeiert.

  • Neu Wulmstorf. μυστικό (gesprochen Mystikó) ist griechisch, heißt ins Deutsche übersetzt „Geheimnis" und ist einer der Lieblingsbegriffe des Malers Athanasios Doulgeridis – zumindest, wenn es um die Ausstellung seiner Acrylbilder geht, die noch bis zum Donnerstag, 9. Februar, im Rathaus Neu Wulmstorf (Lichthof und Galerie zum Ratssaal) zu sehen ist.

    Die Ausstellung in Neu Wulmstorf trägt keinen Namen, die Exponate haben keine Titel und über die Preise der Werke gibt es ebenfalls keine Angaben. Alles „μυστικό", wenngleich sich hinter den farbenfrohen, überwiegend maritimen Motiven mit den beeindruckend plastischen Wellen (wie er sie gestaltet hat? μυστικό) kein großes Geheimnis zu verbergen scheint. Das ändert sich schlagartig beim Betrachten der übrigen Bilder, die sich mit dem aktuellen Zustand der Welt befassen und auch Zukunftsvisionen beinhalten: trotz heiterer Farben düster, fast beklemmend. Er habe hier bewusst auf Titel verzichtet, weil er die Interpretation durch den jeweiligen Betrachter nicht in eine bestimmte Richtung lenken wolle, sagt Doulgeridis. „Jeder soll sich freie Gedanken machen."

    Der Künstler mit deutschen Wurzeln wurde 1954 in Komotini (Hauptstadt der griechischen Region Ostmakedonien und Thrakien) geboren und hatte schon als kleines Kind „einen starken inneren Drang zum Malen". Seine ersten Pinsel bastelte er sich aus Pferdehaar, die ersten Farben mischte er selbst, beispielsweise aus Sand und Farbpigmenten, die zum Wäschefärben benutzt wurden.

    Auch in späteren Jahren experimentierte er immer wieder mit den „Zutaten" für seine Bilder. Seine erste Ausstellung hatte er als vielbeachteter Nachwuchskünstler mit 16 Jahren in der Hauptstadt Athen. In den Werken von Athanasios Doulgeridis, der seit rund zwei Jahren in Neu Wulmstorf wohnt, spiegeln sich hauptsächlich persönliche Erfahrungen und Erlebnisse wider.

    Die Ausstellung läuft noch bis Donnerstag, 9. Februar, und kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses Neu Wulmstorf besucht werden. Der Eintritt ist frei. Wer Kontakt zu Athanasios Doulgeridis aufnehmen möchte, kann im Rathaus nachfragen.

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