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Wassermühle Karoxbostel

Wassermühle Karoxbostel

  • Karoxbostel. Der Verein Wassermühle Karoxbostel, der in diesem Jahr den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ zugesprochen bekommen hat, feiert am Sonntag, 9. September, rund um die Mühle ein fröhliches Fest anlässlich des „Tags des offenen Denkmals“. In diesem Jahr steht der bundesweit von der
    Deutschen Stiftung Denkmalschutz veranstaltete Tag unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“.

    Das vielfältige Programm beginnt um 10.30 Uhr mit einer Andacht. Von 11 bis 17.30 Uhr herrscht dann buntes Treiben auf dem Mühlengelände. Ab 12 Uhr gibt es stündlich Führungen durch das Denkmal-Ensemble. In der restaurierten Mühle aus dem Jahr 1893 können die Besucher erleben, wie Korn zu Schrot und feinstem Mehl vermahlen wird. Im Backhaus werden daraus leckere Brote gebacken.

    Technikfans können außerdem das seltene Venezianische Gatter der wiederaufgebauten Sägemühle in Aktion erleben. „Wir sind jetzt wieder eine richtige Sägemühle, denn unser Sägegatter kann endlich wieder durch das Wasserrad angetrieben werden“, sagt die Vorsitzende des Mühlenvereins, Emily Weede.  Während bisher in der wiederaufgebauten Sägerei mit Hilfe eines Elektromotors Baumstämme zu Balken, Bohlen und Bretter gesägt wurden, erfolgt die Kraftübertragung vom Wasserrad auf die
    Säge nun über eine 33Meter lange Welle, die vom Mühlenkeller in den Keller der Sägerei verläuft. „Diese Konstruktion ist etwas ganz Besonderes und ein Leckerbissen für Technik-Fans“, weiß Emily Weede.

    Aber nicht nur die Technik-Begeisterten kommen beim „Tag des offenen Denkmals“ garantiert auf ihre Kosten: An zahlreichen Ständen können Besucher Köstliches, Kreatives oder Kurioses entdecken. So gibt es den beliebten Mühlenflohmarkt, einen Bücherflohmarkt, einen Marktstand mit Mühlenprodukten, kreative Floristik von Susanne Wetzel sowie Schönes aus Olivenholz von Anja Grund-Kindler.

    Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: Es gibt Kaffee, selbstgebackenen Kuchen, erfrischende Getränke, geräucherte Forellen frisch aus dem Ofen, selbstgemachte Salate und Grillwurst vom Bentheimer Schwein. Thiemo Wenck bietet köstlichen Sirup und Frucht-Ketchups aus seinem Chaosgarten an. Die Mühlen-Imker Andrea Plambeck und Thomas Kallweit haben leckeren Mühlenhonig dabei.

    Die Holzbildhauermeisterin Almut Andersson und der Zeichner Ralph Bühr präsentieren im Hauptgebäude Kunstwerke von außergewöhnlicher Qualität. Tischlermeister Harmut Best stellt sich und sein Handwerk vor. Kinder und Erwachsene können auf ganz besondere Weise Holz spalten. Für Kinder gibt es ein Bastel-Angebot. Kleine und große Mühlenfans können im Wald der Märchenerzählerin Silke Borchert lauschen. Klaus Backhaus zeigt seine beeindruckende Metallkunst, Mareike Brehm ihren individuellen Silberschmuck.

    Musikliebhaber kommen beim „Tag des offenen Denkmals“ an der Wassermühle Karoxbostel
    ebenfalls voll auf ihre Kosten: Es spielt die bekannte Gruppe „BlueMinorSwing-Band“. „Blue
    Minor“ ist seit fast 40 Jahren ein fester Begriff in der Hamburger Jazzszene. 1979 als „Blue
    Minor“gegründet, spielte die Band bis 2014 unter dem Namen „Blue Minor Swingtett, um dann den
    Namen in „BlueMinorSwing-Band“ zu ändern.
    Bei zahlreichen Auftritten an den einschlägigen Hamburger Veranstaltungsorten wie „Riverkasematten“, „Feuerschiff“; „Knust“, „Jazz Club Bergedorf“ oder „Cotton Club“ sowie bei vielen privaten Veranstaltungen hat die Band ihre Zuhörer stets mit großem musikalischen Können und ihrem abwechslungsreichen Repertoire aus dem Bereich der Swingmusik begeistert.

  • Karoxbostel. Im Rahmen der 16-Tage-Kampagne „Gegen Gewalt an Frauen“ des Landkreises Harburg lädt die Seevetaler Gleichstellungsbeauftragte Sabine von Xylander für Freitag, 1. Dezember, zu einem Märchenabend in die Wassermühle Karoxbostel, Karoxbosteler Chaussee 51, ein. Die Veranstaltung im stilvollen Ambiente der restaurierten Wassermühle startet um 20 Uhr, Frauen und Männer sind herzlich eingeladen. Die Märchenerzählerin Gabriele Schwedewsky hat unter dem Titel „Wenn Du mich dreimal schlägst . . .“ Märchen im Gepäck, die das Thema auf ungewöhnliche Art behandeln. In den Märchen wird dargestellt, wie Frauen Gewalt erleben und sich daraus befreien.

    Die Gleichstellungsbeauftragte Sabine von Xylander freut sich auf einen spannenden Abend mit konstruktiven Gesprächen am Kaminfeuer: „Wir wollen über das oftmals tabuisierte Thema Gewalt diskutieren und für Betroffene Möglichkeiten aufzeigen. Mir liegt es am Herzen, überhaupt erst einmal ins Gespräch zu kommen“. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmer kostenlos, gern werden Spenden zugunsten des Frauenhauses angenommen.

    Zum Hintergrund:Der Märchenabend ist Teil einer gemeinsamen Aktion der Gleichstellungsbeauftragten und des Landrates des Landkreises Harburg. Die Kampagne geht vom 25. November bis zum 10. Dezember und umfasst zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Landkreis. Schirmherrin ist die Schauspielerin und „Terre des femmes“-Botschafterin Sibel Kekilli. Mehr Informationen sind online unter www.landkreis-harburg.de/gleichstellungsbeauftragte abrufbar.

  • Karoxbostel/Moisburg/Holm. Mühlen bringen Menschen in Bewegung. „In Bewegung“ lautet das Motto des Kultursommers 2018 im Landkreis Harburg. Am Sonntag, 8. Juli, können Besucher gleich drei historische Wassermühlen im Landkreis Harburg in Aktion erleben. Ein kostenloser Oldtimerbus bringt Mühlenbegeisterte und Menschen, die das erst noch werden wollen, von einer Mühle zur anderen. Selbstverständlich können Interessierte auch mit eigenen Verkehrsmitteln zu den beteiligten Mühlen in Moisburg, Holm und Karoxbostel kommen. An allen drei Mühlen erwartet sie von 11 bis 18 Uhr ein vielfältiges Erlebnis- und Mitmach-Programm.

    Die Tradition des Müllerhandwerks hat eine große Bedeutung in unserer Heimat. Die unterschiedlichen Facetten dieses alten Handwerks darzustellen und für Jung und Alt erlebbar zu machen, soll mit der „Mühlenrunde“ erreicht werden“, sagt Mitinitiatorin Giesela Wiese vom Mühlenmuseum in Mosburg. Bei der „Mühlenrunde“ werden aber nicht nur Mühlen „in Bewegung“ sein, sondern auch die Besucher: Sie können sich an den drei Wassermühlen an vielfältigen Aktivitäten beteiligen.

    Wir wollen Mühlen und Menschen in Schwung bringen“, sagt Emily Weede, Vorsitzende des Vereins Wassermühle Karoxbostel. Im Jahr 2016 wurden an der Wassermühle in Karoxbostel 15 freiwillige Müller von Müllermeister Franz Rosenkranz ausgebildet. Es waren zwölf Karoxbosteler, zwei Moisburger und ein Holmer Müller. „Durch die gemeinsame Ausbildung ist Bewegung in die Mühlenszene im Landkreis Harburg gekommen. Gab es vorher nur einen sehr sporadischen Austausch der Mühlenfreunde untereinander, so ist durch diese Ausbildung eine lebendige Gemeinschaft entstanden“, sagt Emily Weede.

    Nachdem nun die Müller „in Bewegung“ gekommen sind, entstand die Idee, auch die vielen Besucher der drei funktionsfähigen Mühlen in Holm, Moisburg und Karoxbostel „in Bewegung“ zu bringen. Diese „Bewegung“ wird bei der „Mühlenrunde“ erlebbar sein. An diesem Tag werden nicht nur die Mühlen „in Bewegung“ gebracht, sondern auch die Besucher – und zwar sowohl an den Mühlen als auch zwischen den Mühlen. So wird ein Oldtimerbus Besucher der „Mühlenrunde“ von Mühle zu Mühle fahren. Jede Mühle wird ihre Besonderheiten an diesem Tag präsentieren, um die Vielfältigkeit des Mühlenwesens darzustellen.

    Zudem wird es ein verbindenes Mitmach-Musikprogramm geben. Eine Künstlerin wird mit dem Bus von Mühle zu Mühle fahren und alte Müllerlieder vortragen und zum Mitsingen animieren. Die
    Moisburger Amtsmühle wird bei der „Mühlenrunde“ spezielle Mühlenvorführungen und kombinierte Mühlen- und Amtshausführungen anbieten. Da das Amt Moisburg nicht nur die Getreidemühle, sondern auch drei Papiermühlen betrieben hatte, wird es in der Tradition der historischen Papiermühlen die Möglichkeit geben, beim Papierschöpfen zuzusehen oder selbst Hand anzulegen.

    In der Wassermühle Karoxbostel werden die Besonderheiten einer zu damaliger Zeit für den ländlichen Raum großen Mühlenanlage mit Sägemühle und die Wohnverhältnisse der Müllerfamilie um das Jahr 1900 im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich werden Spiele für Groß und Klein rund um die Müllerei angeboten. Das Kunstnetz-Jesteburg wird mit 18 Künstlern dabei sein. Es werden Gemälde und Installationen zum Thema „Von der Bewegung und Bedeutung des Wassers“ gezeigt und eine Wasserverkostung vorbereitet. Die Holmer Mühle ist eine typische Gutsmühle in handwerklicher Tradition. Diese besonderen Eigenheiten sowie die heutigen Nutzungen stehen bei der „Mühlenrunde“ im Fokus. Natürlich darf der berühmte Holmer Butterkuchen hier nicht fehlen.

    Mit der „Mühlenrunde“ wird die gute Zusammenarbeit dieser drei kulturellen Begegnungspunkte im Landkreis Harburg verdeutlicht und vertieft. Nur durch eine enge kollegiale Zusammenarbeit ist
    eine wirkliche Stärkung und dauerhafte Attraktivität der funktionstüchtigen Mühlen im Landkreis Harburg zu erreichen. Die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der drei Mühlen an einem Tag zu erleben, ist etwas Besonderes. Beispielsweise wird die Karoxbosteler Wassermühle durch ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben, die Moisburger Amtsmühle durch ein unterschlächtiges und die Holmer Gutsmühle durch ein mittelschlächtiges Wasserrad.

    Die Künstlerin Angelika Pöter hat für die Ausstellung in Karoxbostel eine Riesenwelle gemalt.



  • Karoxbostel. Es duftet nach frisch gebackenen Keksen, Bratäpfeln und Glühwein: Am Sonnabend, 9. Dezember, können sich Besucher beim 5. Adventsmarkt an der Wassermühle in Karoxbostel in historischem Ambiente auf eine besinnliche Weihnachtszeit einstimmen lassen. In der Zeit von 12 bis 17.30 Uhr bieten Kunsthandwerker an zahlreichen Ständen in dem denkmalgeschützten Gebäude-Ensemble ihre handgefertigten Kreationen an.

    Adventsmarkt Wassermühle Karoxborstel. | Foto: ein
    Adventsmarkt Wassermühle Karoxborstel. | Foto: ein
    Das Angebot reicht von Keramik, weihnachtlicher Floristik, Scherenschnitten über kunstvoll gefaltete Sterne, selbstgemachte Seifen, Metallkunst, Obst- Ketchups, praktischen und schönen Dingen aus Olivenholz, liebevoll Gestricktem und Gefilzten bis zu großen und kleinen Holzschnitzereien.

    Der Mühlenverein bietet außerdem an seinem Marktstand eine große Auswahl an Marmeladen, Likören und selbstgebackenen Keksen an. Bücherfreunde können im ehemaligen Kuhstall nach dem richtigen Lesestoff für die Feiertage stöbern. Vor der wiederaufgebauten Sägerei gibt es frisch gekochte Erbsensuppe und leckere Bratäpfel aus dem Lehmbackofen. Auch im kürzlich fertiggestellten ehemaligen Schweinehaus laden Stände zum Stöbern und Entdecken ein. Auf dem Hof werden Forellen geräuchert und die Besucher können einem Kettensägen-Künstler bei der Arbeit zusehen. Diejenigen Besucher, die auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum sind, können sich am Tannenbaumstand den schönsten Weihnachtsbaum für zu Hause kaufen.

    Adventsmarkt Wassermühle Karoxborstel. | Foto: ein
    Adventsmarkt Wassermühle Karoxborstel. | Foto: ein
    In der guten Stube werden Geschichten vorgelesen und Weihnachtslieder gesungen. Im Mühlencafékönnen die selbstgebackenen Torten und Kuchen, viele nach Rezepten aus dem „KaroxbostelerBackbuch“ gebacken, bei einem Becher Kaffee oder Tee genossen werden. Der Adventsmarkt
    klingt um 17.30 Uhr mit einem adventlichen Singen mit dem Fleestedter Posaunenchor aus.

    Der Eintritt ist wie immer frei.

  • Karoxbostel. Der bekannte Autor und humorvolle Naturschützer Heinrich Benjes alias Hein Botterbloom stellt sein neues Buch „Kuckucksstuhl und Katzenkäse“ in der Wassermühle Karoxbostel vor. Am Freitag, 17. August, wird der Vater der nach ihm benannten Benjeshecke ab 19 Uhr an der Wassermühle in Karoxbostel Döntjes und Geschichten auf Platt- und Hochdeutsch zum Besten geben.

    Heinrich Benjes ist – wie er selbst sagt – „erst Träumer, dann Gärtner, später Lehrer und Märchenerzähler geworden“. 1994 hat der ehemalige Schulleiter aus Hellwege (Landkreis Rotenburg/Wümme) die „Holunderschule“ gegründet, einen Arbeitskreis, der sich der natürlichen Gestaltung von Schulhöfen, Spielplätzen und Kindergärten angenommen hat. „Das Schlimmste, was unseren Kindern passieren kann, ist, dass sie in eine Welt kommen, die schon fertig ist, wo man nur noch kaputtmachen kann“, sagt der 82-jährige Benjes.

    Gemeinsam mit seinen Mitstreitern von der „Holunderschule“ und ungezählten Freiwilligen hat Heinrich Benjes auf mehr als 1000 Schulhöfen und Spielplätzen in Deutschland, Belgien und Luxemburg Grau in Grün und Langeweile in Lebendigkeit verwandelt. „Nach Norm gebaute Spielgeräte auf betongrauen, rechtwinkligen Pausenhöfen und trostlosen Spielplätzen werden den Urbedürfnissen von Kindern nicht gerecht“, betont der pensionierte Schulleiter, den Freunde und Bekannte nur „Hein“ nennen.

    Sein Fazit: „Nur im Kontakt mit der Natur und im freien Spiel mit anderen entfalten Kinder ihre seelischen, körperlichen und geistigen Potenziale.“ Werde das Gelände kindgerecht, das heißt naturnah, angelegt, sinke die Aggression deutlich. „Die Schule wird schlagartig ruhiger“, weiß der erfahrene Pädagoge, der für sein Engagement bereits 1996 mit dem Niedersächsischen Umweltpreis ausgezeichnet wurde.

    Dass er selbst in dörflicher Umgebung aufgewachsen ist, hält er für entscheidend: „Was man als Kind erlebt hat, das gilt für das ganze Leben.“ Als Junge habe er die Natur mit allen Sinnen erleben dürfen: „Wir haben am Bach gespielt, Fische und Frösche gefangen, Höhlen gebaut und selbstverständlich sind wir auch in hohe Bäume geklettert.

    Das Risiko beim Klettern sei viel geringer als die meisten Eltern heute denken. Tatsächlich erwachse daraus Sicherheit, denn die Kinder trainieren ihre Muskeln und ihren Gleichgewichtssinn und lernen schnell, welcher Ast ihr Gewicht trägt. Heinrich Benjes: „Das Gelände der Wassermühle in Karoxbostel hat mich gleich an meine wunderbare Jugend erinnert. Das ist ein Ort zum zum Wohlfühlen.“ Unter seinem Namen und unter dem Pseudonym Hein Botterbloom publiziert der Hellweger Erzählungen in hoch- und
    plattdeutsch.

    Plattdeutsch ist seine Leidenschaft: „Ich bin mit Plattdeutsch groß geworden. Das ist meine eigentliche Muttersprache“, sagt er. An der Wassermühle will der weise und humorvolle Unterhalter sein umfangreiches Repertoire voll ausschöpfen. „Das wird mit Sicherheit ein ebenso lustiger wie interessanter Abend“, garantiert die Vorsitzende des
    Vereins Wassermühle Karoxbostel, Emily Weede.


  • Karoxbostel. Zu einem fröhlichen Fest rund um die historische Mühle lädt der Verein Wassermühle Karoxbostele.V. ein. Gefeiert wird am Pfingstmontag, 21. Mai, von 11 bis 17.30 Uhr. In diesem Jahr wird nicht nur der Deutsche Mühlentag gefeiert, sondern auch das 125-jährige Bestehen des heutigen Mühlengebäudes. Der Eintritt ist frei.

    In der restaurierten Wassermühle an der Karoxbosteler Chaussee werden Müllermeister Franz Rosenkranz und sein Müller-Team besten Bio-Roggen schroten. Das Back-Team um Dirk Domeyerbackt daraus im historischen Lehmbackofen knuspriges „Mühlenbrot“ und leckeren Butterkuchen.

    Ein besonderer Höhepunkt für Technik begeisterte Besucher werden sicherlich die Sägevorführungen ab 12, 14 und 16 Uhr. Gesägt wird mit dem historischen venezianischen Gatterin der wiederaufgebauten Sägerei und mit einer mobilen Bandsäge, die der Forstunternehmer Andreas Hünerfauth aus Kakenstorf vorführt. Dabei werden unter anderem auch rund 2500 Jahre alte Mooreichen-Stämme gesägt.

    Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Ein großes Kuchenbuffet und Kaffee stehen bereit. Außerdem gibt es kühle Getränke, Salate und die leckere Grillwurst vom Nutztier-Arche-Hof „Lütt Jehrden“ der Familie Peters. Passend zur leckeren Bratwurst bietet Thiemo Wenck vom „Chaosgarten“ seine delikaten Obstketchups an. Auf dem Mühlengelände werden unter anderem kreative Floristik von Susanne Wetzel sowie individuelle Schmuckkreationen von Mareike Brehmangeboten.

    Die Maler und Malerinnen des „Kunstwerks Stelle“ präsentieren ihre Werke im Haupthaus des Denkmal-Ensembles. Beim beliebten Mühlen- und Bücherflohmarkt gibt es Schönes und Schräges, Kuriositäten und Kostbarkeiten zu entdecken. Am Stand der Mühlen-Imker Andrea Plambeck und Thomas Kallweiterfahren Interessierte alles über Bienen und Honig. Am Mühlenmarktstand und am Stand der Familie Mint werden Blumen und Kräuter angeboten.

    Ein besonderes Vergnügen – insbesondere für jüngere Besucher – ist das Holzspalten mit einem manuellen Spaltgerät. Kleine und große Mühlenfans können im Wald auf dem Sinnespfad wandeln und sich im Märchentheater von Silke Borchert verzaubern lassen. Für beste musikalische Unterhaltung sorgt die Band „JAKE and the MillCreek Singers“ und der virtuose Gitarren-Solist Facio, der das Publikum mit mediterranen Klängen zum Träumen und Tanzen verzaubern will. Aktive des Mühlenvereins führen die Gäste stündlich durch das Denkmal-Ensemble und versorgen sie mit allen Informationen über die neuen Projekte rund um die Wassermühle Karoxbostel.

  • Karoxbostel. Das Sägegatter an der Wassermühle Karoxbostel kann jetzt wieder mit Wasserkraft angetrieben werden. Eine 33 Meter lange Welle überträgt die Kraft vom Wasserrad auf den Antrieb der Gattersäge. Bisher war das Venezianische Sägegatter durch einen Elektromotor im Keller der Sägerei angetrieben worden. Nun können die Karoxbosteler Mühlenretter, die in diesem Jahr den Deutschen Preis für Denkmalschutz zugesprochen bekommen haben, wieder Balken, Bohlen und Bretter mit Wasserkraft sägen.

    Wir sind begeistert, wie gut die Säge läuft. Die Mitarbeiter der Mühlenbaufirma Pätzmann in Winsen und unsere Freiwilligen haben hervorragende Arbeit geleistet“, sagte die Vorsitzende des Vereins Wassermühle Karoxbostel, Emily Weede, bei einem Probe-Sägen am Montag Abend. Olaf Rieck, Chef des Mühlenbaubetriebs Pätzmann, erklärte den freiwilligen Müllern und der sogenannten Sägetruppe des Mühlenvereins, worauf bei Betrieb und Wartung der Welle, der dazugehörigen Lager und Antriebsräder besonders zu achten ist. „So eine lange Antriebswelle, die quer über den Hof von einem Gebäude zum anderen verläuft, ist in Norddeutschland einmalig“, sagte der Mühlenbau-Experte. „Wir sind sehr dankbar für die großzügige Förderung durch die Leader-Region Achtern-Elbe-Diek, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Bingo Umweltstiftung“, sagte die Vorsitzende des Mühlenvereins, Emily Weede.

    Das ist die perfekte Welle“, sang Mühlenretter Reinhard Molkentin vor Begeisterung, nachdem seine Kollegen von der Sägetruppe problemlos einen Eichenstamm in drei Zentimeter starke Bretter zersägt hatten. „Aus solchen Eichenbrettern bauen wir den Wetterschutz für unsere neue Welle“, erklärte Claus Hiller, „Holzwurm“ der Sägetruppe.

    Wer sehen will, wie sich die neue Welle dreht, sollte zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, zur Wassermühle nach Karoxbostel kommen. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei.

  • Karoxbostel. Zu einem Erntedank-Konzert der besonderen Art lädt der Verein Wassermühle Karoxbostel ein: Das Orchester-Ensemble „musici emeriti hamburg“ unter Leitung des Dirigenten Klaus-Peter Modest kommt am Tag der Deutschen Einheit, Mittwoch, 3. Oktober, an die Wassermühle in Karoxbostel. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

    Wir freuen uns riesig, dass dieses Orchester bei uns spielt“, sagt die Vorsitzende des Mühlenvereins, Emily Weede. Die „musici emeriti hamburg“ bestehen aus pensionierten
    Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, der Hamburger Symphoniker und des NDR Sinfonieorchesters – jetzt NDR Elbphilharmonie Orchester. Der bekannte Bratschist Rainer Castillon aus Fleestedt, selbst Ensemble-Mitglied, hatte die Idee zu diesem Konzert. Rainer Castillon ist langjähriger Organisator der Kammermusikreihe in der Fleestedter Christuskirche und Mitglied des dreiköpfigen Vorstands der „musici emiriti hamburg“.

    Auf dem Programm in der Wassermühle stehen Joseph Haydns Divertimento a sei „Der Geburtstag“, Antonio Vivaldis Violinkonzert „L ́Autumno“(Solovioline Stefan Czermak), Georg Friedrich Händels Wassermusik Suite 1. Nach der Pause werden Sätze aus Händels Wassermusik Suite 2, Teile aus der Suite „Die Jahreszeiten“ von Peter Tschaikowsky sowie Georg Philipp Telemanns Wassermusik-Ouvertüre zu Gehör gebracht.

    Mit diesem besonderen Erntedank-Konzert, das sich musikalisch auf höchstem Niveau mit den Themen Herbst und Wasser beschäftigt, möchten wir Danke sagen für dieses erfolgreiche Jahr“, sagt Emily Weede. „Gleichzeitig wollen wir alle Interessierten in und um Seevetal aufrufen, sich für die Kultur in unserer Gemeinde zu engagieren. Seevetal braucht Kultur und Seevetal braucht bürgerschaftliches Engagement“, betont die Vereinsvorsitzende.

    Über die Möglichkeiten eines Engagements informieren Isabel Klindworth von der Stiftung Sparkasse Harburg-Buxtehude und der Vorsitzende des Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft, ÖPNV und Kultur der Gemeinde Seevetal, Matthias Clausen die Besucher vor dem Konzert. Für Erfrischungen und Snacks in der Pause sorgen Mitglieder des Vereins Wassermühle Karoxbostel. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

  • Karoxbostel. Eine hochkarätige Ausstellung von Zeichnungen und Holzarbeiten erwartet die Besucher der Wassermühle Karoxbostel im September. Die beiden renommierten Künstler Ralph Bühr und Almut Andersson aus Seevetal zeigen dort ihre Arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Projektschau. Ralph Bühr, Zeichner, stellt außer Stilleben und Naturstudien sein Landschaftsaquarelle zum aktuellen Buchprojekt „Orland“ vor.

    Almut Andersson, Holzbildhauermeisterin, zeigt ihr Löffelschnitzprojekt: Täglich einen Löffel schnitzen; 100 Löffel – 100 Holzarten. Die Vernissage mit musikalischer Rahmung durch Urte Lucht/Cembalo findet am Freitag, 7. September, ab 19 Uhr statt. Weitere Öffnungszeiten der Ausstellung: Sonntag 9. September, 11 – 18 Uhr, Sonntag, 16. September, 14 – 17 Uhr, Sonntag, 23. September, 14 – 17 Uhr.

    Der Zeichner Ralph Bühr wurde 1967 in in der Nordheide geboren und lebt seit 1989 mit seiner Familie in Emmelndorf. Er absolvierte ein Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie und tritt seit 1997 als freier Künstler mit Ausstellungen an die Öffentlichkeit. Landschaften, Stillleben und Menschenbilder sind die Motive und Themen, die er in zeichnerischer Meisterschaft darstellt.

    Ein lebendiges Familienleben (Ralph Bühr ist Vater von sechs Töchtern), ein ländliches Lebensumfeld mit eigenem Obst- und Gemüseanbau und seine Liebe für die norddeutsche Küstenlandschaft haben einen prägenden Einfluss auf seine Arbeiten, die mit Bleistift oder Feder häufig auf alten Papieren gestaltet sind.

    Farbstift und Aquarell werden zumeist verhalten eingesetzt und dienen oft nur einer zusätzlichen Akzentuierung oder Kontrastierung der Zeichnung. Ralph Bührs künstlerische Entwicklung ist ein Prozess bewusster Gegenhaltung zu den schnelllebigen Entwicklungen des zeitgenössischen Kulturbetriebs und speist sich wesentlich aus dem großen Respekt vor der Arbeit der großen Zeichner seit der Renaissance. Im Zentrum seiner aktuellen Arbeiten wird das Buchprojekt „Orland“ stehen.

    In „Sechzehn Stationen spätherbstlichen Spazierens“ sind kleine Tuschezeichnungen norddeutscher Landschaft und begleitende Briefzitate in diesem Künstlerbuch zusammengefasst. Die in einer Auflage von 200 Stück gedruckten, nummerierten und signierten Exemplare sind inklusive 50 Vorzugsexemplaren mit jeweils eingelegten Originalzeichnungen in der Ausstellung zu erwerben.

    Almut Andersson lebt und arbeitet in Seevetal. Ihr Atelier liegt versteckt im Sunderwald, der tägliche Inspiration für ihre Arbeiten ist. Aus dieser „waldigen" Umgebung und dem ständigen Umgang mit dem Holz entstand schon vor langem die Idee eines Projekts: Täglich (außer sonntags) einen Löffel zu schnitzen und jeden dieser Löffel aus einer anderen Holzart. Beginn dieses Projekts war Ende April bis zur Ausstellung, wo diese jeweils mit einem kleinen handgeschriebenen Text präsentiert werden, sollen 100 Löffel zusammengekommen sein.

    Almut Andersson ist gelernte Holzbildhauerin und eine der wenigen, die in diesem (Kunst)handwerk noch eine Meisterprüfung abgelegt haben. Es war ihr wichtig nach der dreijährigen Ausbildung an der Werkkunstschule in Flensburg und der sich daran anschließenden Gesellenwanderschaft diesen ungewöhnlichen Beruf auf solide Beine zu stellen.

    Seit 2000 betreibt Almut Andersson gemeinsam mit Ihrem Mann Benny ein Atelier für Holzbildhauerei. Hier entwirft und fertigt sie Skulpturen, Ornament, Schriften, macht Ergänzungen für Museumsstücke und gibt Ihre beliebten Wochenend-Schnitzkurse. Zur Zeit gestaltet sie einen Ambo (kirchliches Lesepult), der mit historischer Ornamentschnitzerei versehen wird.

  • Karoxbostel. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat auf Vorschlag des Deutschen Landkreistages in Berlin beschlossen, den Verein Wassermühle Karoxbostel e.V. für den Erhalt und die Sanierung der denkmalgeschützten Wassermühle Karoxbostel mit der Silbernen Halbkugel des Deutschen Preises für Denkmalschutz auszuzeichnen. Der Preis gilt laut Jury „herausragenden Leistungen zur Bewahrung des baulichen und archäologischen Erbes sowie beispielhafter Vermittlung der Anliegen und Ziele von Denkmalschutz und Denkmalpflege“. Die Preisverleihung wird am 29. Oktober in Straßburg stattfinden.

    „Das ist überwältigend! Wir freuen uns riesig! Zugleich fühlen wir uns zutiefst geehrt über diese hohe Auszeichnung, die für uns alle völlig überraschend kommt“, sagt Emily Weede, 1. Vorsitzende des Vereins Wassermühle Karoxbostel e.V. „Der Landkreis Harburg ist unglaublich stolz auf die „Mühlenretter“ und darauf, dass dieser so bedeutende Preis zum ersten mal an ein Projekt im Landkreis Harburg verliehen wird“, erklärt Landrat Rainer Rempe, der selbst Mitglied im Verein Wassermühle Karoxbostel ist. „Der Verein Wassermühle Karoxbostel e.V. hat es geschafft, aus Ruinen einen lebendigen Ort der Begegnung für Jung und Alt zu machen. Das Denkmalensemble Wassermühle Karoxbostel ist ein Leuchtturm für die gesamte Region“, sagt Kreis-Denkmalpfleger Wolfgang Küchenmeister.

    Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird jährlich vom Präsidium des Komitees vergeben und ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde 1977 vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) gestiftet. Die Silbernen Halbkugeln werden seit 1978 jährlich vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz an Personen oder Personengruppen vergeben, die durch ihre Initiative einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Rettung von Gebäuden, Ensembles, Altstadtkernen, Dörfern und archäologischen Denkmälern geleistet haben. Eine mehrfache Verleihung pro Jahr ist möglich.

    Die massive Silberne Halbkugel von Fritz Koenig, Landshut, zeigt auf der Schnittfläche einen Kranz von leicht abstrahierten Baukörpern: Sakral- und Profanbauten bilden eine geschlossene Reihe und versinnbildlichen das umfassende Aufgabengebiet des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Die Halbkugel selbst trägt ebenfalls die Aufschrift „Deutscher Preis für Denkmalschutz“ mit der jeweiligen Jahreszahl (Zitat DNK).

    Der Deutsche Preis für Denkmalschutz 2018 wird anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres mit der besonderen Beachtung von verdienstvollen Leistungen nachbarschaftlicher europäischer beziehungsweise grenzübergreifender Kooperationen und Initiativen vergeben.

    Historie und Gegenwart der Wassermühle Karoxbostel

    Das Denkmal-Ensemble Wassermühle Karoxbostel besteht aus dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude von 1817, der Mühle aus dem Jahr 1893 (mit drei Schrotgängen, einem Walzenstuhl und einem Quetschstuhl; alle können durch das oberschlächtige Wasserrad angetrieben werden), den drei Mühlenteichen, der 1900 gebauten Sägerei (mit Venezianischem Gatter), einem Backhaus sowie dem in den 1920er-Jahren gebauten Schweinestall. Der Hof wurde 1366 erstmals urkundlich erwähnt, die Mühle 1438. Die Mühlenteiche werden vom Mühlenbach gespeist, der in Iddensen entspringt. Seit 1783 wurde die Mühle von der Familie Meyer-Denecke betrieben. Mühlenbesitzer Peter Meyer war 1866 Mitbegründer der Sparkasse und des Landwirtschaftlichen Vereins Hittfeld.

    Die Mühle war bis zur Einführung der Gewerbefreiheit 1869 eine Zwangsmühle, dass heißt, die Bauern, die dem Grundherrn der Mühle abgabepflichtig waren, mussten hier ihr Getreide mahlen lassen. Der Einzugsbereich reichte von den umliegenden Höfen bis nach Salzhausen und sogar bis in den heutigen Heidekreis hinein.

    Der Verein Wassermühle Karoxbostel e.V. wurde am 22. Februar 2012 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Die Mitgliederzahl liegt im Moment bei mehr als 1100 Personen. Der Verein ist damit der größte Mühlenverein in Deutschland.
    Im Februar 2017 wurde der Verein mit dem Landespreis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet. Seit August 2017 ist der Verein als außerschulischer Lernort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vom Kultusministerium zertifiziert. Seit Januar ist eine Lehrkraft für einen Tag in der Woche an die Wassermühle abgeordnet.

    Seit September 2012 ist die Wassermühle Projekt der LEADER-Region „Achtern-Elbe-Diek“. Das Projekt Wassermühle wird zudem durch die Gemeinde Seevetal, den Landkreis Harburg, die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung, den Landschaftsverband Lüneburg e.V. die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Sparkasse Harburg-Buxtehude, die Niedersächsischen Sparkassen Stiftung, das Land Niedersachsen, die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland gefördert.

  • Karoxbostel. Landrat Rainer Rempe hat jetzt im Beisein von Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen und weiterer Gäste Emily Weede, die Mühlenretterin von Karoxbostel, mit dem Verdienstkreuz am Bandedes Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Bereits seit der Gründung im Februar 2012 engagieren sich Emily Weede als Vorsitzende, ihr Mann Carsten und weitere freiwillige Helfer des Vereins für die Wassermühle Karoxbostel. Die Auszeichnung erfolgte in ihrer Wirkungsstätte.

    "Ihnen ist das Kunststück gelungen, bei vielen Menschen die Sehnsucht nach einer lebendigen Wassermühle zu wecken", sagte Landrat Rainer Rempe in seiner Laudatio. "Innerhalb von nur sechs Jahren stieg die Zahl der Vereinsmitglieder von 88 auf mehr als 1000. Sie führen damit den größten Mühlenverein in ganz Deutschland. Und nicht nur das: Die Frauen und Männer zahlen nicht nur ihre Beiträge, sie packen auch kontinuierlich bei der Restaurierung der Mühle mit an."

    So sei aus den einstigen Ruinen ein lebendiges Denkmal und ein einzigartiger Ort der Begegnung entstanden, sagte Rainer Rempe während der feierlichen Verleihung in Karoxbostel. Bis zum Dezember des Jahres 2011 hatte sich die Wassermühle in Privatbesitz befunden. Sie befand sich damals in einem derart schlechten Zustand, dass ein Abriss unausweichlich schien. Damit aber wollte sich Emily Weede einfach nicht abfinden und entwickelte außergewöhnliche Aktivitäten zur Rettung ihrer "Schönen", wie sie die Mühle immer wieder liebevoll nennt.

    Emily Weede dankte dem Landrat und allen Gästen und Vereinsmitgliedern, die zur Verleihung gekommen waren: "Herzlichen Dank für diese große Ehrung. Viele wissen, dass ich mich damit etwas schwer getan habe. Es gibt viele Menschen, die für ihr Tun nicht so viel Wertschätzung erfahren, wie ich es heute erfahre. Sie tun viel Gutes im Verborgenen und hätten doch auch so eine Ehrung verdient. Aber natürlich freue ich mich sehr über diese hohe Auszeichnung."

    Emily Weede weiter: "Ich werde oft gefragt, ob ich denn nie Zweifel daran gehabt hätte, dass die Mühle zu restaurieren wäre? Ehrlich gesagt, und vielleicht klingt das komisch, mein Mann Carsten und ich hatten nie Zweifel daran. Aber ich habe nicht gedacht, dass der Erhalt eines alten Hauses so viel Spaß machen kann und das man dabei so viele Freunde finden kann. Während meiner kommunalpolitischen Zeit war der Einsatz für historische Gebäude eher mit viel Kampf verbunden. Wie anders war es, die Mühle zusammen mit den Mühlenrettern wieder zum Strahlen zu bringen! Alle haben hier an einem Strang gezogen: die Mühlenretter, die Politiker, die Förderer, die Sponsoren."

    Bei einigen bedankte sich die Gründerin und Vorsitzende des Mühlenvereins besonders: "Bei allen Mühlenrettern, die genauso verrückt sind und waren, dieses Projekt in Angriff zu nehmen und am Laufen zu halten. Dann bei Ivar Buterfas-Frankenthal, der in seinem Leben schon so viel angestoßen hat und auch den Anstoß für diese Ehrung gegeben hat. Und natürlich bei meinen Vorstand, der einfach der beste Vorstand ist, den man sich vorstellen kann. Einen Denkmalpfleger, der unseren unorthodoxen Weg von Anfang an unterstützt hat und bei dem sich alle freuen, wenn er unsere Mühle besucht."

    Ihr Dank ging auch Landrat Rempe und gleich drei Bürgermeister, die trotz vieler Unkenrufe von Anfang an an dieses Projekt geglaubt und sein Potential erkannt hätten. Und sie dankte natürlich auch ihrer Familie: "Meine Brüder, von denen ich die Freude an der kontroversen Diskussion gelernt habe. Meinen Eltern - und ich bin sehr glücklich, dass meine Mutter diesen Abend miterleben kann. Sie haben mir durch ihr Vorbild gezeigt, dass es selbstverständlich sein sollte, sich für die und in der Gesellschaft zu engagieren. Auch den Durchhaltewillen, der dazu gehört, habe ich von ihnen gelernt. Meine Söhne, die mir die wirklich wichtigen Dinge im Leben immer wieder vergegenwärtigen und mir die liebsten Kritiker sind. Und ganz besonders bei meinem geliebten Mann Carsten, durch dessen Stärke und Stütze ich erst den Mut gefunden habe, so zu sein, wie ich wirklich bin."

  • Karoxbostel. Deutschlands bekanntester Vogelstimmen-Imitator, Dr. Uwe Westphal, kommt am Dienstag, 8. Mai, an die Wassermühle Karoxbostel.

    Ab 19 Uhr vermittelt der promovierte Biologe und Buchautor auf unnachahmliche Weise die Grundlagen der akustischen Kommunikation der gefiederten Freunde. Untermalt mit vielen naturgetreuen Imitationen und aufgelockert durch persönliche Erlebnisse und Anekdoten, gibt der aus Funk und Fernsehen bekannte Vogelstimmen-Imitator eine äußerst unterhaltsame Einführung in die Welt der Vogelstimmen.

    Ganz nebenbei erfahren die Zuhörer Wissenswertes über Biologie, Ökologie und das Verhalten einzelner Arten und vieles andere mehr. Als besonderen Höhepunkt wird Uwe Westphal außer dem freien Vortrag aus seinem druckfrischen neuesten Werk „Das große Buch der Gartenvögel“ lesen. Nicht nur Vogelfreunde wird dieser Abend
    im besonderen historischen Ambiente begeistern.

    Der Eintritt kostet 5 Euro und kommt der Wassermühle Karoxbostel zugute.

  • Karoxbostel. Eine Bronzetafel zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung der Wassermühle Karoxbostel hat der Ortskurator Stade der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), Dieter Kunze, jetzt der Vorsitzenden des Vereins Wassermühle Karoxbostel e.V., Emily Weede, überreicht. Die in Bonn ansässige Denkmalstiftung unterstützte den Verein bei seinem Bemühen um den Erhalt der Wassermühle von 2013 bis 2017 mit insgesamt 67.000 Euro. „Wir freuen uns sehr über diese schöne Bronzetafel und bedanken uns noch einmal ausdrücklich für die große Unterstützung bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, sagte Emily Weede.

    Die Bronzetafel mit dem mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wurde neben der Eingangstür des 1817 erbauten Wohn- und Wirtschaftsgebäudes angebracht. „So bleibt das Engagement der privaten Förderer der Denkmalstiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer
    Unterstützung motivieren“, sagte der Ortskurator.

    Die besondere Bedeutung der Wassermühle Karoxbostel beruht darauf, dass sie seit den 1930er- Jahren kaum verändert wurde. Das technische Denkmal war im August offiziell wiedereröffnet worden. Gleichzeitig wurde das 200-jährige Bestehen des Haupthauses gefeiert. Das heutige Mühlengebäude stammt aus dem Jahr 1893. Das dreigeschossige Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1817 ist ein früher Vertreter der Vierständer-Bauweise. Die Ausstattung des Wirtschaftsteils stammt ebenfalls aus dem frühen 19. Jahrhundert, die des Wohntrakts aus der Zeit um die Jahrhundertwende.

    Erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde die Mühle jedoch schon 1438. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war sie eine sogenannte Zwangsmühle. Durch den Mühlenzwang sicherten sich die Grundherren das alleinige Recht zum Bau und Betreiben einer Mühle und verpflichteten ihre Untertanen, Getreide ausschließlich dort mahlen zu lassen. Den dreigeschossigen Mühlenbau deckt ein flach geneigtes Satteldach. Die Mahlwerke und das Zubehör – wie beispielsweise Elevatoren und Sichter – waren in der verfallenen Mühle noch weitgehend erhalten.

    Zum heutigen Ensemble gehören die im Mittelalter angelegten Mühlenteiche, das einstige Backhaus, ein Schweinehaus sowie die Sägerei aus dem Jahr 1900. In der Vollständigkeit des Ensembles und dem Erhalt der Ausstattung ist die Seevetaler Wassermühle in der Region einmalig. Selbst
    die originalen Bau- und Konstruktionspläne sowie die bis 1783 zurückreichenden Mühlenbücher liegen vor. Als neuer Eigentümer hat der 2012
    gegründete Förderverein unverzüglich und sehr engagiert mit Eigenarbeiten begonnen.

    Die Mühle wurde mit dem Landespreis für Denkmalpflege 2017 der Sparkassenstiftung ausgezeichnet und ist als außerschulischer Lernstandort in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung vom Niedersächsischen Kultusministerium anerkannt.

    Die Wassermühle Karoxbostel, in der auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden und die seit 2016 Außenstelle des Seevetaler Standesamts ist, gehört zu den mehr als 370 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und durch Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördert.

  • Karoxbostel. Gudo Mattiat und Thomas Rutt kommen mit ihrem schönen Balladen-Progamm an die Wassermühle Karoxbostel: Am Sonnabend, 18. November, ab 19 Uhr entführt Gudo Mattiat die Zuhörer am knisternden Kaminfeuer unter anderem in das Reich des Erlkönigs, eindrucksvoll begleitet von Thomas Rutt am Kontrabass. Die Zuhörer erleben klassische Balladen von Goethe bis Brecht in dem besonderen Mühlen-Ambiente. Auch die Ballade "Der Feuerreiter" von Eduard Mörike (1804 – 1875) gehört zum 70 minütigen Programm. Darin heißt es: "Hinterm Berg, hinterm Berg, brennt es in der Mühle!"

    In Karoxbostel soll beim Balladen-Abend allerdings nur das Feuer im Kamin brennen. Trotzdem sollten Besucher warme Kleidung anziehen. Mit seiner charismatischen Stimme haucht der Schauspieler und ehemalige Lehrer Gudo Mattiat aus Klecken den fiktiven Figuren der Balladen Leben ein. Die sanften Nebentöne vom Bass, gespielt von dem Kinderarzt Thomas Rutt, gehen dabei zusätzlich unter die Haut. Besucher können sich unter anderem auf Werke von Goethe, Heine, Lessing, Mörike, Schiller, Fontane und von Droste-Hülshoff freuen.

    Der Eintritt kostet pro Person drei Euro.

  • Karoxbostel. Erotische Geschichten und Liebesmärchen aus aller Welt liest die Märchenerzählerin Gabriele Schwedewsky am Freitag, 16. November, ab 19 Uhr an der Wassermühle Karoxbostel.

    Am prasselnden Kaminfeuer in der Tenne des mehr als 200 Jahre alten Hauses entführt die professionelle Märchenerzählerin ihre Zuhörer in die Welt der Verlockungen und Verführungen. Diese besondere Veranstaltung findet im Rahmen des bundesweiten Vorlesetag statt, der in diesem Jahr seine 15. Auflage erlebt.

    Für Getränke und kleine Snacks in der Pause sorgen die Mühlenfreunde. Der Eintritt beträgt 5 Euro und ist komplett für den Erhalt der Wassermühle Karoxbostel bestimmt.

  • Karoxbostel. Zur inzwischen dritten Karoxbosteler Krimi-Nacht am Freitag, 12. Oktober, laden die bekannte Erzählerin Gabriele Schwedewsky und der Verein Wassermühle Karoxbostel e.V. ein. Ab 19 Uhr ist mörderisch gute Unterhaltung in der historischen Wassermühle Karoxbostel an der Karoxbosteler Chaussee 51 garantiert.

    Am prasselnden Kaminfeuer in der Tenne des 200 Jahre alten Bauernhauses entführt Gabriele Schwedewsky ihre Zuhörer in die dunkle Welt des Verbrechens. „Obwohl es um
    so etwas Abgründiges wie Mord und Totschlag geht, wird der Humor dabei nicht zu kurz kommen“, kündigt die Profi-Erzählerin an. Viel mehr will Gabriele Schwedewsky aber noch nicht verraten, nur, dass außer „Anregungen zur Beseitigungen des Ehepartners“ auch die kriminelle Energie, die Küche und Keller freisetzen, im Mittelpunkt des Abends stehen werden.

    Das Publikum darf miträtseln, wer der Täter ist. Finstere Begierden und dunkle Pläne werden die Zuhörer ebenso in ihren Bann ziehen wie „schöner sterben im Norden“. Allerdings werden in Karoxbostel keine ganz harten Krimis zu hören sein: „Schließlich sollen sich die Zuhörer nach dem gut zweistündigen Programm auch noch von der einsam gelegenen Mühle nach Hause trauen“, sagt die bekannte Erzählerin aus Hittfeld.

    In den Pausen können sich die Krimi-Freunde mit Getränken, Käsehäppchen und Kürbis-Suppe für die nächsten spannenden Geschichten stärken. Die fünf Euro für den Einlass kommen komplett der Sanierung des Denkmal-Ensembles Wassermühle Karoxbostel zugute. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse.

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