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Harburger Politik wehrt sich gegen Schulschließungen

Die Harburger Bezirkspolitiker diskutierten ind er Bezirksversammlung über die Schließung katholischer Schulen. | Foto: Niels Kreller

Harburg. „Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern und ihren Familien, den Lehrerinnen und Lehrern sowie Beschäftigten an den Schulstandorten erholsame Frühjahrsferien…“ Etwas zynisch klingen diese Worte angesichts der Lage der katholischen Schulen in Hamburg schon, die gerade auf der Startseite der Schulen im Erzbistum Hamburg stehen (www.kseh.de). Denn wie sollen sich die Lehrer, Beschäftigten und Familien derjenigen Schulen erholen, deren Schulen von der Schließung bedroht sind?

Der Beschluss des Erzbistums hat zu einem Aufschrei und großen Protesten in der Hansestadt geführt. Vielleicht größeren Protesten, als es die katholische Schule von ihren Schäfchen gewohnt ist und erwartet hat. Auch die Politik hat sich eingemischt – am vergangenen Dienstag hat auch die Bezirksversammlung Harburg Stellung bezogen. Schließlich sollen hier eventuell gar alle drei Schulen dicht gemacht werden.

Ganze sieben Anträge hatte die GroKo zur Abstimmung vorgelegt. Sachkompetent und faktenreich führte der SPD-Abgeordnete Klaus Fehling in das Thema ein und dozierte den bekannten Werdegang, unter anderem mit der denkwürdigen Sitzung des Ausschuss für Soziales, Bildung und Integration im Rieckhof (besser-im-blick berichtete: Schulschließungen: Fährt das „Unternehmen Erzbistum Hamburg“ an die Wand?). Deutlicher wurde CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. „Wir müssen in Harburg eigene Wege gehen“, forderte auch mit Blick auf die Schulgenossenschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Schulen aufzufangen. Deren Interesse läge nördlich der Elbe,so Fischer. Zur Not müsse man auch mit Rom reden.

Wütend auf das Erzbistum und sein desaströses Finanzgebaren zeigten sich alle Mitglieder der Bezirksversammlung. Aber die Konsequenzen waren unterschiedlich. So wollte der FDP-Abgeordnete Carsten Schuster nicht „in einen sinkenden Karren einsteigen“- Auch Sabahattin Aras von der Linken sah eine staatliche Unterstützung kritisch. Zwar stünden Privatschulen für Angebotsvielfalt du seinen unter Umständen förderungswürdig. "Aber nicht, wenn sich die Situation so unsolide darstellt.“ Jeder Cent würde vielleicht später an den staatlichen Schulen fehlen.

Schlussendlich wurden die Anträge der GroKo angenommen – darunter die Forderungen nach Erhalt der drei Schulen und, falls der Worst-Case eintrifft – zumindest der Erhalt der Turnhallen. Es war eine der besseren Debatten in der Bezirksversammlung die eine gute hätte sein können, wäre es nicht (wieder einmal) zur in dieser Versammlung üblichen Erbsenzählerei gekommen, wer was wieviel gemacht hat. So musste Ralf-Dieter Fischer unbedingt festhalten, dass nur die GroKo Anträge zum Thema gestellt habe und wohl nur sie daran Interesse habe

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